| Ansichtsbild: |
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Typologie |
| Nutzung (Stufe 1): | Profane Wohnbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Landhaus |
| Epoche / Baustil (Stufe 3): | Spätbarock |
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Schutz / Status |
| Kantonale Unterschutzstellung (DSI): | 6/25/1949 |
| Kategorie Inventar Kulturgüterschutz: | B (regionale Bedeutung) |
| Kantonaler Schutzumfang: | Integral |
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Dokumentation |
| Entstehungszeitraum: | 1781 |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | Erbaut an der Stelle des sog. Hunzikerhofs, der 1538 von Fridolin Roth erbaut worden war. Der aus Pfaffnau LU stammende Bauer und Viehhändler hatte die Gebäulichkeiten in der Altachen widerrechtlich ausserhalb der Stadtmauer errichtet. Das Verdikt der Zofinger Obrigkeit gegen Roths Übergriff lautete auf Abriss nach seinem Tod, doch ging der Bauernhof 1568 durch Kauf an Fridolin Hunziker über, der dem Hof zum Namen verhalf. Der Bestand auf dem "Laufferplan" (gezeichnet 1741/44 von Albertini, Zürich, punktuell kopiert 1771 vom Samuel Lauffer; im Heimatarchiv Zofingen) zeigt den Zustand des Hunzikerhofs in den 1740er Jahren, gibt aber auch exakt den vormaligen Bestand der Zeit von 1538 bis 1568 unter Fridli Roth wieder. Das Bauernhaus von Roth, später der Familie Hunziker, wurde 1781 abgerissen. Im Neubau von 1781 richtete der Sohn des Bauherrn, Johann Plüss, Bezirks- und Oberrichter, Regierungs- und Nationalrat, 1814 eine Pintenwirtschaft ein, deren Konzession allerdings schon 1838 nicht mehr erneuert wurde. Die seitdem ausschliesslich zu Wohnzwecken dienende Liegenschaft wurde 1865 von Jakob Kunz gekauft (Stadtammann von 1898-1915) und blieb bis 1957 im Besitz von dessen Tochter Marie Kunz. Parallel zum Hauptgebäude ein Backhaus, das später als Waschhaus umfunktioniert wurde. Aussenrenovation 1988. |
| Beschreibung: | Das in einem Knick des Altachenbachs errichtete Wohnhaus, ein hablicher Spätbarockbau, ist aus verputztem Sandsteinmauerwerk zweigeschossig aufgeführt und von glatten Ecklisenen eingefasst. Das ausladende Mansard-Giebeldach besitzt Krüppelwalme und gestelzte Ründegiebel auf zierbeschnitzten Bügen. Es schützt an der Nordseite eine offene Laube auf zierlichen Holzstützen. Die Süd- und Ostfassade zählen je fünf Achsen schlanker Fensteröffnungen mit gefalzten, stichbogig ausgeschnittenen Sandsteingewänden. Die nach Osten auf die Brittnauerstrasse blickende Giebelseite präsentiert sich als Hauptfassade: Die betonte Mittelachse nimmt den über eine doppelläufige Treppe erreichbaren Hauseingang auf. Darüber sitzt ein Stichbogenfenster mit reich skulptiertem Schlussstein und kräftig profiliertem Sins, flankiert von gleichfalls in Sandstein gehauenen blumengeschmückten Voluten. Der von einer Girlande und einer Muschel bekrönte Schlussstein des Hauseingangs trägt das Baudatum 1781. |
| Literatur: | - Alexander Roth, Die Altachen vor 500 Jahren: der Fall Fridli Roth. In: Zofinger Neujahrsblatt 2025, S. 32 ff. - Zofinger Tagblatt, 1988. |
| Reproduktionsbestimmungen: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=27684 |
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