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General information |
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Typologie |
| Nutzung (Stufe 1): | Sakrale Bauten und Anlagen |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Kapelle |
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Information on content and structure |
| Kantonale Unterschutzstellung (DSI): | 10/31/1988 |
| Priority: | B (regionale Bedeutung) |
| Kantonaler Schutzumfang: | Integral |
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Information on related materials |
| Creation date(s): | 1894 |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | Fast verborgen, auf einer kleinen Waldlichtung zwischen den Gleisen der SBB und der Limmat, liegt die Grab- und Friedhofskapelle St. Ludwig. Die Geschichte dieses kleinen Sakralbaus ist eng mit dem Werdegang der Gemeinde Turgi verbunden. Die Landzunge in der Flussschlaufe bei Turgi war unbewohnt, bevor die Zürcher Brüder Bebié in den Jahren 1826-1828 dort eine Baumwollspinnerei gründeten. In der Folge wurde neben den Fabrikbauten eine Arbeitersiedlung mit Fabrikantenvillen, Verwaltungsgebäuden, Kosthäusern und einem Schulhaus errichtet. 1845 errichteten die Gebrüder Bebiè die erste Holzbrücke, 1856 folgte der Bahnhof auf der Strecke Baden-Brugg. Die Entwicklung Turgis ist also eng mit der Familiengeschichte der Spinnereigründer und ihren Nachfahren verknüpft. 1894 verstarb der frühere Fabrikbesitzer Ludwig Kappeler-Bebié. Ihm und weiteren Verstorbenen aus den in Turgi ansässigen Industriellenfamilien ist die von seiner Tochter Matthilde erbaute Ludwigskapelle gewidmet. Die Ostseite der Kapelle ziert die Grabstätte von Matthilde Kappeler-Bebié in Form eines Engels aus weissem Marmor. Im Frühling 2026 wurden die einige der historischen Glasfenster von Vandalen mit Eisenstangen und Steinen zerstört. |
| Beschreibung: | Die Kapelle St. Ludwig ist eine historische Perle. Sie ist in einer parkähnlicher Grünanlage gelegen. Seit ihrer Errichtung im Jahr 1894 hat sie sich in weitgehend unverändertem Zustand erhalten. Ihr Inneres zeigt reiche Dekorationsmalereien und der originale Plattenboden wurde mit viel Herzblut durch Mitglieder der Kirchgemeinde in Absprache mit der Kantonalen Denkmalpflege freigelegt. Zur originalen Ausstattung gehören auch der Altar mit dem Ölbild des Christusknaben unter einem reich geschnitzten, neugotischen Baldachin sowie die im Boden eingelassene Grabplatte des früheren Fabrikbesitzers Louis Kappeler-Bebié. An der Chorwand befindet sich die marmorne Jugendstilstatue eines prächtigen Genius von Bildhauer Richard Kissling, dem Schöpfer des Altdorfer Tell-Denkmals. Als besondere Zier können die Glasfenster gelten. Die neugotischen Glasmalereien mit ihrer kräftigen Farbigkeit, der feingliedrigen architektonischen Rahmung und der feinen, schablonenhaft aufgetra-genen Ornamentik sorgen für eine ruhige und besondere Stimmung im Kapelleninnern. |
| Reproduction conditions: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=26382 |
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