DSI-STN004 Rheinbrücke, Keine Angabe (Dossier (Denkmalschutzinventar))

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Ansichtsbild:
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Identifikation

Signatur:DSI-STN004
Signatur Archivplan:STN004
Titel:Rheinbrücke
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Stein (AG)
Koordinate E:2638657
Koordinate N:1266866
Situationsplan (AGIS):http://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/html/agisviewer.htm?config=agis_geoportal_fs.json&thema=185&scale=5000&basemap=base_landeskarten_sw&x=2638657&y=1266866

Typologie

Nutzung (Stufe 1):Verkehrs- und Infrastrukturbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Brücke

Schutz / Status

Unterschutzstellung Bund:2/7/1994
Kantonale Unterschutzstellung (DSI):10/22/1984
Kategorie Inventar Kulturgüterschutz:A (nationale Bedeutung)
Kantonaler Schutzumfang:Teil auf Schweizer Hoheitsgebiet

Dokumentation

Entstehungszeitraum:No information given
Bau- und Nutzungsgeschichte:Zugunsten des Unterhalts der 1343 durch Hochwasser und 1408 durch Eisgang zerstörten hölzernen Rheinbrücke verlieh Herzog Friedrich von Österreich 1416/1418 der Stadt Säckingen das Brücken- beziehungsweise das Rheinzollrecht. 1480 Zerstörung von 11 der 12 hölzernen Pfeiler durch Hochwasser; Wiederaufbau bis 1489. 1567 Bau einer Wasserleitung vom Steinerberg über die Brücke nach Säckingen. Nach Hochwasserschäden 1570 etappierter Neubau mit 7 steinernen Jochen: Bis 1590 entstanden die ersten vier Pfeiler auf der Säckinger Seite; mit der Vollendung der drei restlichen Träger am linken Ufer 1620–1630 erhielt der Rheinübergang weitgehend seine heutige Gestalt. Nach der Zerstörung des hölzernen Aufbaus im Schwedenkrieg 1653–1662 Wiederaufbau. 1690–1700 Reparatur des 1678 zerstörten siebten Jochs durch den Säckinger Stadtbaumeister Hannes Maier, gleichzeitig Erneuerung des ersten und zweiten Überbaus durch Zimmermeister Hans Adam Steidlin (Steüdlin) aus Rheinfelden, samt Kapelle des hl. Franz Xaver. Mehrere beschädigte Sprengwerke und ein unterspülter Pfeiler wurden 1779–1785 von Blasius Baldischwiler und Joseph Zech aus Laufenburg saniert. 1801 Einbezug des 7. Pfeilers in das linksufrige Widerlager, 1811 Neubau zweier 1799 zerstörter Überbauten, ebenfalls durch Baldischwiler. 1960–1964 Neubau der Pfeiler aus Anlass der Tieferlegung des Flussbetts infolge des Kraftwerkbaus bei Säckingen; gleichzeitig Neubau der Kapellen.
1808 wurde die Staatsgrenze in der Flussmitte gezogen, Brücke und Brückenzoll verblieben im Besitz der Stadt Säckingen; 1869 Übergang an den Staat Baden und Aufhebung des Brückenzolls. Seit dem Bau der neuen Strassenbrücke (Fridolinsbrücke) flussabwärts 1979 ist die Holzbrücke vom Autoverkehr befreit, 1990/91 erfolgte eine Gesamtsanierung.
Beschreibung:Mit rund 205 Metern Länge ist der alte Flussübergang zwischen Stein und Säckingen die längste gedeckte Holzbrücke Europas. Bedingt durch den uneinheitlichen Baugrund konnten die Stützen nicht in einer Geraden angeordnet werden, weshalb das Bauwerk mehrere leichte Knicke aufweist. Aus dem nämlichen Grund variieren die Spannweiten der sieben Joche zwischen 21,2 bis 31,1 m. Die Fahrbahnbreite weitet sich von 3,4 bis 3,8 m bei den ehemals durch Zugbrücken geschützten Eingängen auf maximal 5 m im Inneren. Beim Tragsystem handelt es sich mehrheitlich um Hängewerke aus der Zeit um 1700 bis 1830. Das Satteldach ist mit Biberschwanzziegeln einfach gedeckt; die Betonpfeiler sind mit Natursteinen verblendet. Der zweite Pfeiler der Säckinger Seite trägt beidseitig eine polygonale Fachwerkkapelle mit Walmdächlein; jene auf der Oberseite birgt ein farbig gefasstes Holzstandbild des hl. Franz Xaver. In der am vierten Pfeiler oberseitig angebrachten Pultdach-Kapelle hat sich eine hölzerne, polychrom gefasste Barockplastik des hl. Johannes Nepomuk erhalten, die 1712 von Chorherrn Patrik Petrus Stuart, einem Verwandten des schottischen Königsgeschlechts, gestiftet wurde. Zahlreiche Inschriften.
Literatur:- Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9, Bern 2011. S. 418-419.
Reproduktionsbestimmungen:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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URL: http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=26142
 

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