DSI-RHE011 Stadtpark (Kurzentrum), Gottesackerkapelle mit Beinhaus, 1740 (Dossier (Denkmalschutzinventar))

Archive plan context


Ansichtsbild:
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Identifikation

Signatur:DSI-RHE011
Signatur Archivplan:RHE011
Titel:Stadtpark (Kurzentrum), Gottesackerkapelle mit Beinhaus
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Adresse:Stadtpark (Kurzentrum)
Versicherungs-Nr.:372
Parzellen-Nr.:309
Grundbuch-Nr.:584
Koordinate E:2626994
Koordinate N:1267276
Situationsplan (AGIS):http://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/html/agisviewer.htm?config=agis_geoportal_fs.json&thema=185&scale=5000&basemap=base_landeskarten_sw&x=2626994&y=1267276

Typologie

Nutzung (Stufe 1):Sakrale Bauten und Anlagen
Nutzungstyp (Stufe 2):Kapelle

Schutz / Status

Unterschutzstellung Bund:2/16/1970
Kantonale Unterschutzstellung (DSI):12/13/1963
Kantonaler Schutzumfang:Integral

Dokumentation

Entstehungszeitraum:1740
Bau- und Nutzungsgeschichte:1740 Neubau der Kapelle unter dem städtischen Baumeister Franz Altermatt. 1827 Ersatz des Vorzeichens und des Dachreiters, der mit einem Glöcklein aus der Kapuzinerkirche ausgestattet wurde. 1969/70 umfassende Restaurierung der Anlage. Orgel der Firma Metzler, Dietikon.
Beschreibung:Die Gottesackerkapelle ist ein schlichter, spätbarocker Rechteckbau mit um Mauerstärke eingezogenem Polygonalchor. Auf seinem abgewalmten Satteldach sitzt ein kupferverkleideter, spitzbehelmter Dachreiter. In die zweiachsigen Langhauswände und die kurzen Chorflanken schneiden Rundbogenfenster. Die Eingangsfront dominiert ein ausladendes Walmdach-Vorzeichen auf einem Paar gebauchter Holzsäulen. Im Portalgewände fanden einzelne Spolien Verwendung. Das Mittelstück des Scheitelsteins trägt zweimal die Jahreszahl 1740, die Initialen D.R.B.M. und ein Steinmetzzeichen. Zweiflüglige klassizistische Füllungstür mit Fächermotiv im Bogenfeld.
Den schlichten, flach gedeckten Saal schnürt ein schmaler Rundbogen vom Chorpolygon ab. Das bunt marmorierte spätbarocke Säulenretabel stammt vielleicht vom 1749 eingebürgerten Altarbauer Matthias Arnold. Zwei Säulenpaare tragen ein feingliedriges, verkröpftes Gebälk, das schwungvoll ausgreift. Im gesprengten Auszug ein transparentes IHS-Medaillon, dem das Gegenlicht des Scheitelfensterchens Strahlkraft verleiht. Das Altarblatt aus dem 17. Jahrhundert ist mit «J. Herschi» signiert und zeigt die um den Gekreuzigten und Maria versammelten 14 Nothelfer. An der Westwand zwei Epitaphien aus der 1813 abgebrochenen Michaelskapelle. Links Hofrat Johann Anton von Hugenfeld († 1786), rechts seine Tochter Therese Sichler, geborene von Hugenfeld († 1790), Sandstein, farbig gefasst. Die sorgfältigen Bildhauerarbeiten veranschaulichen den Übergang vom späten Rokoko zum frühen Klassizismus. Am rechten Chorbogen zeigt ein grossformatiges Tafelbild des 18. Jahrhunderts aus dem Kapuzinerkloster die hll. Ignatius von Loyola und Franz Xaver zu Seiten des Nährvaters mit dem Jesusknaben unter der entrückten Immaculata.
Literatur:- Rheinfelder Neujahrsblätter, 1971.- Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9, Bern 2011. S. 260-261.
Reproduktionsbestimmungen:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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URL: http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=25224
 

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