DSI-BAD048 Kurplatz 1, Hotel Verenahof, 1845 (Dossier (Denkmalschutzinventar))

Archive plan context


Ansichtsbild:
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Identifikation

Signatur:DSI-BAD048
Signatur Archivplan:BAD048
Titel:Kurplatz 1, Hotel Verenahof
Bezirk:Baden
Gemeinde:Baden
Adresse:Kurplatz 1
Ortsteil / Weiler / Flurname:Bäderquartier
Versicherungs-Nr.:335 A
Parzellen-Nr.:385
Grundbuch-Nr.:385
Koordinate E:2665939
Koordinate N:1259252
Situationsplan (AGIS):http://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/html/agisviewer.htm?config=agis_geoportal_fs.json&thema=185&scale=5000&basemap=base_landeskarten_sw&x=2665939&y=1259252

Objekt-Infos

Autorschaft:Jeuch, Caspar Joseph (1811-1895)

Typologie

Nutzung (Stufe 1):Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Hotel, Badhotel, Kurhaus

Schutz / Status

Kantonale Unterschutzstellung (DSI):12/21/1967
Kategorie Inventar Kulturgüterschutz:A (nationale Bedeutung)
Kantonaler Schutzumfang:Fassaden, Dach, Innenhöfe

Dokumentation

Entstehungszeitraum:1845
Bau- und Nutzungsgeschichte:Das Hotel "Verenahof" steht über den Grundmauern der teilweise schon um die Mitte des 14. Jahrhunderts erwähnten Gasthöfe "zum Löwen", "zum Halbmond" und "zur Sonne". Nachdem 1844 im "Löwen" eine neue Quelle aufgefunden worden war, nahm dessen Besitzer, der Badener Stadtrat Franz Josef Borsinger, umgehend einen Neubau in Angriff. Durch den Badener Architekten und damaligen städtischen Bauverwalter Kaspar Joseph Jeuch (1811-1895) wurde der Hotelbau bereits im darauffolgenden Jahr fertiggestellt. Das neu mit dem Namen "Verenahof" bezeichnete Badhotel ersetzte zunächst nur vorherigen Badherbergen "Löwen" und "Halbmond" und umfasste damit den südlichen Abschnitt des heutigen Baus. 1872 erweiterte Borsinger seinen Besitz um die nördlich anschliessende "Sonne" und liess diese bis 1874 durch einen Neubau nach Plänen des Zürcher Architekten Johann Heinrich Reutlinger (1841-1912) ersetzen. 1967 wurde der "Verenahof unter Denkmalschutz gestellt. In einem von 1923 bis Mitte der 1980er Jahre dauernden wirtschaftlichen Konzentrationsprozess wurden die zuvor untereinander konkurrenzierenden Hotels "Verenahof", "Ochsen", "Staadhof" und "Bären" zur Verenahof AG zusammengeschlossen; diese erwarb auch das Areal des ehemaligen Grand Hotels bzw. des vormaligen "Hinterhofs". Der Hotelbetrieb wurde im Jahr 2004 geschlossen. Eine künftige Nutzung wie auch eine notwendige Gesamterneuerung und Restaurierung des heute leerstehenden Komplexes werden zur Zeit im Zusammenhang mit Planungen der Verenahof AG diskutiert.
Beschreibung:Die in zwei Etappen entstandenen Bauten des "Verenahofs" bilden einen zusammenhängenden Baukomplex an der Westseite des Kurplatzes, der in seinem Grundriss die Umfassungsmauern seiner Vorgängerbauten nachzeichnet. Der ursprüngliche, von Kaspar Joseph Jeuch errichtete Bau, ist im Südteil des bestehenden Komplexes erhalten. Der in einer feingliedrigen klassizistischen Formensprache gehaltene Bau weist eine zweifach geknickte Fassade auf, die sich mit fünf Fensterachsen zum Kurplatz und mit drei Achsen zur südwestlich anschliessenden Gasse wendet, während die abgeschrägte Mittelpartie ursprünglich den Eingang aufnahm. Das von Rundbogenfenstern belichtete Erdgeschoss zeigt eine flach profilierte Putzgliederung mit horizontalem Fugenschnitt und wird von einem Gurtgesims mit zierlichem Anthemionfries begrenzt. Über den beiden ursprünglich in hellerem Farbton verputzten Obergeschossen schloss ein nicht mehr bestehendes Mezzaningeschoss den Bau ab. Die Fenster zeigen wohl bauzeitliche Brüstungsbalken mit gusseisernen Ornamenten. Johann Heinrich Reutlinger erweiterte die Platzfassade in den gleichen Formen auf etwas mehr als die doppelte Länge und verlegte den Eingang in einen risalitartig ausgebildeten Portalbau, der mit seinen weniger feingliedrigen Formen die spätere Entstehungszeit erkennen lässt; die Verena-Statue auf dem volutenverzierten Giebelabschluss stammt wohl von Bildhauer Robert Dorer (1830-1893). Formal deutlich abgesetzt zeigt sich der nördlich anschliessende Trakt, der gegen den Platz vorspringt und um ein Geschoss höher ist; er scheint trotz der Unterschiede in Zierformen und dem eigenwilligen Anschluss im Innern gleichzeitig entstanden zu sein. Im Inneren des Ursprungsbaus von 1844/45 öffnet sich ein glasbedeckter Lichthof, gegen den sich dreigeschossig Galerien mit schlank proportionierten, ölmarmorierten Holzsäulen öffnen. In leicht anderen Detailformen findet sich der Hof im rund dreissig Jahre jüngeren Nordteil wiederholt. In dem an der Nordseite gelegenen Quertrakt liegt der mit fünf grossen Rundbogenfenstern zur Limmat geöffnete, ehemalige Speisesaal, dessen reiche Wandmalereien unter dem weissen Anstrich erhalten sind; in den Wandfeldern ehemals Alpenlandschaften der wegen ihrer ebenso sentimentalen wie populären Gemälde bekannten Brüder Edurad und Hermann Rüdisühli von 1914-18.
Reproduktionsbestimmungen:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=20604
 

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