Bildung & Forschung

Seit 2013 sind auf dem Campus alle Aargauer Fachhochschulstandorte in Brugg-Windisch konzentriert (© Kanton Aargau).
Die Aargauer Volksschule umfasst die sechsjährige Primarschule und die dreigliedrige Sekundarstufe I (© Kanton Aargau).
Der Kanton Aargau investiert rund einen Drittel seiner Ausgaben in Bildung und Forschung (© fotolia).
Zahlreiche bekannte Unternehmen sind im Aargau angesiedelt oder unterhalten hier wichtige Forschungseinrichtungen (© Syngenta).
Der Aargau ist Standort des grössten Schweizer Forschungsinstituts: das Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen (© Michel Jaussi).
Das Paul Scherrer Institut (PSI) betreibt Spitzenforschung in den Bereichen Materie und Material, Mensch und Gesundheit sowie Energie und Umwelt (© Switzerland Global Enterprise).
Im PARK innovAARE werden Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam an Lösungen von morgen arbeiten (© Kanton Aargau).

Der Aargau ist ein Bildungs- und Forschungskanton. Schon vor der Kantonsgründung wurde das erste weltliche Gymnasium der Schweiz in Aarau gegründet. Heute investiert der Kanton Aargau rund einen Drittel seiner Ausgaben in die Entwicklung und Weiterentwicklung seiner innovativen Bildungs- und Forschungslandschaft.

Die Entwicklung von Kopf, Herz und Hand ist das Credo von Pestalozzis Erziehungslehre. Im Sinne dieses Reformpädagogen, der viele Jahre im Aargau lebte und hier auch begraben liegt, legt der Kanton seit seiner Gründung grossen Wert auf gute Bildungsangebote.

Professor Dr. Joël Mesot, Direktor Paul Scherer Institut (PSI), spricht über den Kanton Aargau als Bildungs- und Forschungsraum:

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Bildungsinstitutionen

Schülerin an einer Wandtafel Bild vergrössern
Eine aktive Schülerin (© Kanton Aargau)

1802 entstand mit der heutigen Alten Kantonsschule Aarau das erste Schweizer Gymnasium, dessen Lehrer nicht dem geistlichen Stand angehörten. Diese Schule wurde unter anderem auch von Albert Einstein, Vater der Relativitätstheorie und Nobelpreisträger, besucht. Heute gibt es im Kanton Aargau sechs Kantonsschulen sowie die Aargauische Maturitätsschule für Erwachsene. Die Neue Kantonsschule Aarau und die Kantonsschule Wettingen bieten als Schweizer Pioniere zudem den Doppelabschluss zweisprachige Matur und International Baccalaureate Diplom an.

Die Aargauer Volksschule umfasst einen zweijährigen, obligatorischen Kindergarten, eine sechsjährige Primarschule und daran anschliessend eine dreigliedrige Sekundarstufe I. Ab der 3. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler in Englisch unterrichtet. Nach dieser obligatorischen Schulzeit erfolgt der Übertritt in eine Maturitätsschule oder in die duale Berufsbildung.

Der Kanton Aargau ist Träger- und Hauptsitzkanton der vierkantonalen Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) (öffnet in einem neuen Fenster), die 2006 ihren Betrieb aufnahm. Er hat sich dank der Zusammenarbeit innerhalb der FHNW, der Universität Basel (öffnet in einem neuen Fenster) und dem Paul Scherer Institut (PSI) (öffnet in einem neuen Fenster) als starker Hochschulstandort etabliert. Insbesondere die Nähe zur Wirtschaft ist kennzeichnend für die Aargauer Hochschullandschaft. Zudem ist Aarau seit 2008 Sitz des Zentrums für Demokratie (ZDA) (öffnet in einem neuen Fenster). Es wird von der Stadt Aarau, dem Kanton Aargau, der Universität Zürich und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) getragen. Es leistet einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der (direkten) Demokratie und stellt den Transfer von Forschungsergebnissen in die Öffentlichkeit sicher.

Forschungsstandort

Luftbild des Paul Scherrer Instituts (PSI) Bild vergrössern
Das Paul Scherrer Institut (© Michel Jaussi)

Der Aargau ist auch Standort des grössten Schweizer Forschungsinstituts: Das Paul Scherrer Instituts (PSI) (öffnet in einem neuen Fenster), ist ein multidisziplinäres Forschungsinstitut für Ingenieur- und Naturwissenschaften, und liegt zwischen Würenlingen und Villigen zu beiden Seiten der Aare. Mit seinen rund 1'500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt es Spitzenforschung in den Bereichen Materie und Material, Mensch und Gesundheit sowie Energie und Umwelt. Das PSI entwickelt, baut und betreibt komplexe Grossforschungsanlagen. Jährlich kommen mehr als 2'500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Schweiz und der ganzen Welt ans PSI, um an den einzigartigen Anlagen Experimente durchzuführen, die so woanders nicht möglich sind.

Der Aargau unterstützt neben dem PSI weitere nationale Forschungsinstitutionen: Dazu gehören das Swiss Nanoscience Institute (öffnet in einem neuen Fenster) der Universität Basel, das Kompetenzzentrum für nachhaltige Energie und Mobilität am PSI sowie das Zentrum für Demokratie (öffnet in einem neuen Fenster) Aarau. Das Engagement des Kantons Aargau führt zu einer Bündelung von Forschungspotenzial in der Nordwestschweiz, besonders in den Bereichen Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung.

Um den Wissens- und Technologietransfer von den Hochschulen in die Aargauer Wirtschaft zu fördern, unterstützt der Kanton den Technopark®Aargau (öffnet in einem neuen Fenster) in Windisch und hat das Hightech Zentrum Aargau gegründet. Mit dem Aargauer Forschungsfonds unterstützt er die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen. Im Innovationspark PARK INNOVAARE (öffnet in einem neuen Fenster) beim PSI profitieren die Unternehmen von der Nähe zum PSI. Er ist einer der fünf Standorte des Schweizerischen Innovationsparks.

Eine ganze Reihe privater Forschungseinrichtungen, namentlich das ABB-Forschungslabor (öffnet in einem neuen Fenster) in Dättwil und das eng mit der Fachhochschule Nordwestschweiz zusammenarbeitende Kunststoff, Ausbildungs- und Technologiezentrum (KATZ) (öffnet in einem neuen Fenster), belegen die Innovationskraft des Kantons.

Hightech Aargau

Frontale Aufnahme des Gebä$udes; auf dem Dach steht der Schriftzug "Technopark Hightech Zentrum Aargau". Bild vergrössern
Hightech Zentrum Aargau (© Michel Jaussi)

Mit dem Programm Hightech Aargau soll der Industriewerkplatz und Forschungsstandort Aargau gesichert sowie seine Wertschöpfung gestärkt werden.

Bestehende und neue Unternehmen im Kanton sollen von optimalen Rahmenbedingungen und Dienstleistungen im Bereich der Innovationsförderung profitieren. Kernstück sind Massnahmen für den Wissens- & Technologietransfers, die den Aargauer Unternehmen, insbesondere KMU, einen optimalen Zugang zu den besten verfügbaren Technologien ermöglichen, um so ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Hightech-Forschung

Durch die substantielle Mitfinanzierung der Grossforschungsanlage SwissFEL (öffnet in einem neuen Fenster) am Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen bekräftigt der Kanton Aargau sein Bekenntnis, den Forschungsstandort Aargau auf Weltklasseniveau zu stärken.

Hightech-Areale

Mit der Entwicklung von unternutzten Arealen und der Revitalisierung von Industriebrachen soll eine hohe Verfügbarkeit von attraktiven Wirtschaftsarealen und gleichzeitig eine wertschöpfungsintensive Nutzung der knappen Ressource Land erreicht werden.

Hightech-Zentrum

Das Hightech Zentrum Aargau ist Drehscheibe bei Innovationsfragen. Es fördert den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Experten des Hightech Zentrums beraten und begleiteten insbesondere KMU bei Innovationsvorhaben. Sie vermitteln ihnen die geeignetsten Partner aus Hochschulen und Industrie wie auch Technologien, für eine erfolgreiche Umsetzung der Innovationsprojekte.

Hightech-Kooperation

Die Aufstockung der Mittel für den Forschungsfonds Aargau ermöglicht einen Ausbau der Kooperationen zwischen Hochschulen und Aargauer Firmen, um deren Innovationsprojekte mit dem Know-how der Hochschulpartner entscheidend voranzubringen.

Campus Brugg-Windisch

Frontansicht des Campus-Neubaus in Brugg-Windisch Bild vergrössern
Campus-Neubaus in Brugg-Windisch (© FHNW)

Seit 2013 sind auf dem Campus (öffnet in einem neuen Fenster) alle Aargauer Fachhochschulstandorte in Brugg-Windisch konzentriert. Der Campus ist auch der Hauptsitz, der von vier Kantonen getragenen Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Der Hochschulstandort bietet Platz für 3'200 Studierende und 1'000 Mitarbeitenden in den Studiengebieten Technik, Pädagogik und Wirtschaft. Daraus ergeben sich bessere Studienbedingungen und Synergien mit anderen Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft.

Die Offenheit und die Aufgeschlossenheit, die das PSI von der Aargauer Regierung erfährt, freuen mich sehr.

Professeur Joël MesotDirektor PSI