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Aarau: Tödlicher Messerangriff in Asylbewerberunterkunft

Unter ungeklärten Umständen wurden heute Morgen in einer Asylbewerberunterkunft zwei Bewohner niedergestochen. Einer verstarb wenig später im Spital. Der zweite wurde schwer verletzt. Die Polizei nahm den mutmasslichen Täter fest.

Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau erhielt am Samstag, 20. August 2016, um 6.45 Uhr die Meldung über eine Auseinandersetzung in der Asylbewerberunterkunft beim Kantonsspital Aarau. Sofort rückten mehrere Polizeipatrouillen aus und rückten in die verzweigten, unterirdischen Räume vor. Dort fanden die Polizisten wenig später zwei Männer, welche schwere Verletzungen aufwiesen.

In der Folge trafen die Einsatzkräfte auf einen blutverschmierten Mann mit einem Messer in der Hand. Dieser liess sich widerstandslos festnehmen.

Inzwischen waren Ambulanzen eingetroffen, welche die Verletzten versorgten und ins nahe Kantonsspital Aarau brachten. Einer der Betroffenen erlag dort wenig später seinen schweren Verletzungen. Das zweite Opfer wurde einer Notoperation unterzogen. Nähere Angaben über seinen Gesundheitszustand liegen derzeit nicht vor.

Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 27-jährigen Iraner. Auch er wurde bei der Tat verletzt und im Spital ambulant behandelt.

Den Verstorbenen konnte die Polizei als einen 43-jährigen Iraner identifizieren. Das zweite Opfer ist ein Landsmann und 25 Jahre alt. Alle drei Personen sind als Asylbewerber der betroffenen Unterkunft zugewiesen.

Die genauen Umstände und die Hintergründe der Bluttat sind noch unklar. Die Kantonspolizei Aargau hat intensive Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

  • Kantonspolizei Aargau
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