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Muhen/A1: Nach Provokationen auf Autobahn angehalten (Zeugenaufruf)

Mitten im dichten Verkehr bremste ein Automobilist einen anderen aus, worauf beide ausstiegen, um ihren Streit auszutragen. Dem Disput waren Provokationen und verschiedene Verkehrsdelikte vorausgegangen. Die Kantonspolizei sucht Augenzeugen.

Der Vorfall ereignete sich am Montag, 18. Februar 2019, um 16.15 Uhr auf der A1 in Fahrtrichtung Bern auf Höhe von Muhen. Beteiligt waren grauer Audi-Kombi, gelenkt von einem 37-jährigen Deutschen, und ein grauer Fiat Panda, an dessen Steuer ein 27-jähriger Italiener sass.

Nach heutigen Erkenntnissen hatte ein Fahrmanöver weiter zurück auf der A1 zu gegenseitigen Provokationen mit Lichthupe, Rechtsüberholen und Drängeln geführt. Kurz vor dem Anschluss Aarau-West bremste der Audi-Fahrer trotz freier Fahrbahn bis zum Stillstand ab und zwang dadurch den nachfolgenden Fiat-Fahrer zum Anhalten. Ungeachtet des dichten Verkehrs, der nun ebenfalls ins Stocken geriet, stieg der 37-Jährige aus dem Audi aus und ging zum Fiat. Dessen Lenker verliess sein Fahrzeug ebenfalls. In der Folge entbrannte ein Streit, in dessen Verlauf der Italiener eingeschüchtert zurück in sein Auto flüchtete. Um zu entkommen, drängte er sich durch die Lücke zwischen dem Audi und einem Mannschaftstransporter der Armee, der auf dem Normalstreifen stand. Dabei wurden der Fiat und das Militärfahrzeug beschädigt.

Der Italiener hielt weiter vorne auf dem Pannenstreifen an und wartete auf die Polizei, welche inzwischen durch einen anderen Automobilisten verständigt worden war. Der Deutsche fuhr davon und meldete sich später bei der Polizei. Die Kantonspolizei Aargau verzeigte beide wegen verschiedener grober Verkehrsdelikte und nahm ihnen den Führerausweis zu Handen des Strassenverkehrsamtes ab.

Durch das unüberlegte, verbotene und überdies riskante Verhalten der beiden Lenker kam der Verkehr in Richtung Bern vollständig zum Erliegen. Gleichzeitig staute sich der Verkehr auf der Gegenfahrbahn wegen eines Fahrzeugbrandes bei Oberentfelden über mehrere Kilometer.

Die Mobile Polizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) sucht weitere Augenzeugen, welche den Vorfall beobachteten oder denen die beiden Fahrzeuge vorgängig aufgefallen waren.

  • Kantonspolizei Aargau
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