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Regierungsrat ist bestürzt über den Abbau von 1400 Stellen bei General Electric (GE) in der Sparte Power in Baden

Betroffene Mitarbeitende werden bei der Stellensuche unterstützt – Produktionsstandorte Birr und Oberentfelden bleiben erhalten

Der Regierungsrat ist bestürzt über den heute von General Electric (GE) bekanntgegebenen Abbau von 1'400 Stellen im Geschäftsbereich Power in Baden. Er wird die von einer Entlassung betroffenen GE-Mitarbeitenden mit den Dienstleistungen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) unterstützen und sich gegenüber GE für sozialverträgliche Lösungen einsetzen. Der Regierungsrat hat zur Kenntnis genommen, dass die GE-Produktionsstandorte in Birr und Oberentfelden erhalten bleiben.

Der Regierungsrat ist bestürzt, dass der Stellenabbau im GE-Geschäftsbereich Power im befürchteten Ausmass ausfallen wird. "Dieser Massenabbau ist ein harter Schlag für den Industrie- und Wirtschaftskanton Aargau", erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI), "ich bedaure zu tiefst, dass GE aufgrund der Marktsituation im Turbinengeschäft und des weltweiten Spar- und Restrukturierungsprogramms solch drastische Massnahmen ergreift."

GE hat im Rahmen eines Konsultationsverfahrens den europäischen Sozialpartnern einen Restrukturierungsvorschlag mit massivem Stellenabbau vorgelegt. Der Regierungsrat wird sich zusammen mit den Arbeitnehmerorganisationen dafür einsetzen, dass der Stellenabbau reduziert werden kann. Weiter wird er das in seinen Möglichkeiten Stehende unternehmen, um den von einer Entlassung betroffenen Mitarbeitenden zu helfen. Der Regierungsrat erwartet von GE eine wirkungsvolle Unterstützung der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden und einen grosszügigen Sozialplan. Seitens des Kantons werden den Betroffenen die Dienstleistungen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) zur Verfügung gestellt. Der Regierungsrat prüft – auch in Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmerorganisationen – weitere Massnahmen, um die entlassenen GE-Mitarbeitenden möglichst wirkungsvoll unterstützen zu können.

"Aufgrund der vorliegenden Informationen findet der Stellenabbau bei GE Power in Baden in den Bereichen Engineering, Forschung, Entwicklung, Administration statt", führt Regierungsrat Hofmann weiter aus, "wir hoffen, dass diese gut qualifizierten Arbeitskräfte möglichst schnell wieder eine Stelle finden werden."

Produktionsstandorte Birr und Oberentfelden bleiben erhalten

Joe Mastrangelo, CEO GE Gas Power Systems, und Scott Strazik, CEO GE Power Services, haben am Donnerstagvormittag Regierungsrat Urs Hofmann persönlich über die im Aargau geplanten Abbaumassnahmen informiert. Dabei wurde auch mitgeteilt, dass die GE-Unternehmensstandorte Birr und Oberentfelden erhalten bleiben sowie Baden Hauptsitz für die Geschäftsbereiche Steam Power Systems und Power Services bleiben wird.

"Es gab gewisse Anzeichen, dass diese beiden GE-Standorte im Rahmen des Restrukturierungsprogramms geschlossen werden könnten", führt Volkswirtschaftsdirektor Hofmann dazu aus, "dies ist nicht der Fall, somit bleiben in Birr und Oberentfelden ein paar hundert GE-Arbeitsplätze erhalten. Die Erhaltung der Standorte Birr und Oberentfelden ist vor allem auch im Hinblick auf eine künftige Erholung der Marktsituation sehr wichtig." Der Regierungsrat bedankt sich in diesem Zusammenhang bei Bundesrat Johann Schneider-Ammann und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe für den Einsatz zugunsten des Werkplatzes Aargau.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann unterstützte Bemühungen der Aargauer Regierung

Als sich in diesem Spätsommer die Hinweise konkretisierten, dass GE eine grössere Umstrukturierung plant, nahmen der Regierungsrat und Bundesrat Johann Schneider-Ammann unverzüglich mit der Konzernspitze Kontakt auf. Sie zeigten dabei gegenüber GE die Stärken und Vorteile des Forschungs- und Produktionsstandorts Schweiz auf, damit diese bei den Weichenstellungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens gebührend berücksichtigt werden können.

Mitte Oktober fand in Atlanta ein Treffen mit der GE-Konzernspitze statt. Die Schweizer Delegation bestand aus Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Valentin Vogt (Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes SAV und im betroffenen Sektor tätiger Unternehmer) sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Kanton Aargau. Auf Seiten GE waren Russell Stokes (Präsident und CEO, GE Power) und sein Team anwesend.

Bei diesem Treffen wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, bestehend aus Vertretern des Bundes, des Kantons und GE. Sie soll Möglichkeiten aufzeigen, den GE-Forschungs- und Produktionsstandort Aargau über die aktuellen Abbau- und Restrukturierungsmassnahmen hinaus zu sichern.

"Mit unseren Aktivitäten verfolgen wir das Ziel", sagt Urs Hofmann, "die negativen Auswirkungen der GE-Restrukturierung auf den Industriestandort Aargau möglichst klein zu halten und die Voraussetzungen zu schaffen, dass in Zukunft neue Tätigkeiten aus anderen Geschäftsbereichen – wie beispielsweise aus dem Bereich erneuerbare Energien oder Energiespeicherung – aufgebaut werden."

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