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eBau Aargau: Baugesuche elektronisch einreichen

Neue E-Government-Dienstleistung des Kantons und der Gemeinden

Digital statt Papier: In den drei Pilotgemeinden Möhlin, Aarburg und Endingen können Gesuche für Baubewilligungen ab sofort elektronisch eingereicht werden. Diese neue E-Government-Dienstleistung soll schrittweise in allen Gemeinden des Kantons eingeführt werden. In Zukunft kann der Baubewilligungsprozess über die Plattform eBau Aargau von Antragstellenden über die Gemeinde bis zur kantonalen Fachstelle durchgehend elektronisch abgewickelt werden. Das Ziel: eine benutzerfreundliche elektronische Dienstleistung möglichst ohne Medienbrüche, die allen am Prozess Beteiligten einen Mehrwert bringt.

Gesuche für Baubewilligungen werden heute über unzählige physische Formulare, Karten und Pläne auf dem Postweg abgewickelt. Der gesamte Prozess ist durch zahlreiche Handwechsel und manuelle Arbeitsschritte geprägt, Rückfragen und Auskünfte verursachen einen grossen Aufwand. Der Kanton Aargau will das ändern und führt im Rahmen seiner E-Government-Strategie den elektronischen Baubewilligungsprozess ein. Dadurch werden neben der grösseren Benutzerfreundlichkeit die administrativen Aufwände verringert, die Datenqualität verbessert sowie die Transparenz für Verwaltung und Gesuchstellende erhöht.

Die Baubewilligungslösung eBau Aargau wird seit September 2014 durch Vertreter des Kantons sowie Fachpersonen der am Pilotprojekt beteiligten Gemeinden Möhlin, Aarburg und Endingen entwickelt. Anfang November 2017 wurde eBau Aargau in diesen Gemeinden eingeführt. Das Ziel ist die Ausweitung des digitalen Baubewilligungsprozesses auf alle Gemeinden des Kantons. In einem ersten Schritt werden ab der zweiten Hälfte 2018 alle Gemeinden angeschlossen, die bis jetzt noch nicht mit einem elektronischen Bauverwaltungssystem gearbeitet haben. Gemeinden, die bereits eine elektronische Lösung im Einsatz haben, kommen in einem zweiten Schritt zum Zug. Eine Schnittstelle führt zu einer medienbruchfreien Anbindung bestehender Bauverwaltungslösungen. Ein Steuerungsorgan und ein Fachausschuss mit Vertretern von Kanton und Gemeinden überprüfen regelmässig den Fortschritt des Projekts.

Was ändert mit eBau Aargau?

Mit dem elektronischen Baubewilligungsprozess können die Bauherrschaften und Architekten ihr Baugesuch neu direkt im Online-Schalter des Kantons erfassen und mit sämtlichen Unterlagen elektronisch einreichen. Mit eBau Aargau kann die Bauverwaltung das Gesuch verwalten und die notwendigen Arbeitsschritte im Baubewilligungsprozess auslösen beziehungsweise durchführen (Stellungnahmen, Unterlagen-ergänzungen, Überarbeitungsanfragen, generelle Kommunikation, Fristverwaltung, Weiterleitung und Kommunikation über Schnittstelle mit Kanton, Dokumente hochladen und so weiter). Die Kommunikation zwischen Gesuchstellenden, Gemeinde und Kanton erfolgt grundsätzlich auf digitalem Weg. Ausnahmen sind fristauslösende Verfügungen und fristgebundene Eingaben wie Einwendungen, die weiterhin auf dem Postweg versendet werden. Die Bauherrschaften und Architekten haben weiterhin die Möglichkeit, ihr Baugesuch auf dem konventionellen Papierweg einzureichen.

Kosten

Die Investitionskosten für die Entwicklung von eBau Aargau werden vom Kanton übernommen. Für Gemeinden, die sich eBau Aargau anschliessen, fallen somit keine Lizenz- oder Beschaffungsgebühren an. Hingegen wird eine jährliche Pauschale erhoben für die Kosten, die durch den Betrieb, Datenarchivierung und Support entstehen. Die Kosten für den Betrieb von eBau Aargau belaufen sich auf 50'000 Franken pro Jahr. Aufgeteilt auf die 213 Gemeinden im Kanton ergibt das eine durchschnittliche jährliche Belastung von 250 Franken pro Gemeinde. Der Kanton Aargau wird die Betriebskosten der ersten drei Betriebsjahre (2018–2020) vorfinanzieren. Danach werden die Beiträge den Gemeinden rückwirkend in Rechnung gestellt.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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