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Südwestumfahrung Brugg: Kanton erwirbt Grundstück auf der "Schacheninsle"

Ortsbürger stimmen Landverkauf zugunsten ökologischer Ersatzmassnahme zu

Die geplante Südwestumfahrung Brugg (Kantonsstrasse K 128) tangiert eine Naturschutzfläche. Zur Kompensation der betroffenen Natur- und Landschaftswerte erwirbt der Kanton Aargau auf der "Schacheninsle" 16'104 Quadratmeter Land. Die Ortsbürgergemeinde Brugg hat am Dienstag, 20. Juni 2017, einem entsprechenden Parzellenverkauf zugestimmt.

In Zusammenhang mit dem Bau der Südwestumfahrung Brugg (K 128) sind ökologische Ersatzmassnahmen notwendig. Der Kanton Aargau beabsichtigt einen Teil der Kompensationen auf der "Schacheninsle" zu realisieren. Die hierfür vorgesehenen Parzellen erstrecken sich über Brugg und Villnachern. Nachdem die Stadt Brugg im Kulturlandplan die vorgesehene Nutzung bezeichnet hat und die Gemeinde Villnachern sich mit den Ersatzmassnahmen und einer Anpassung des Kulturlandplans einverstanden erklärte, haben am Dienstag, 20. Juni 2017, die Brugger Ortsbürger dem Verkauf der vorgesehenen Parzellen zugestimmt. Der Entscheid fiel mit 41 zu 1 Stimmen zugunsten des Landerwerbs durch den Kanton aus.

Ersatzmassnahme erfolgt ohne Waldrodung

Für Naturobjekte und ökologische Funktionen, die durch Bauvorhaben beeinträchtigt werden, besteht die Möglichkeit, vor Ort funktionalen und gleichwertigen Ersatz zu leisten. Einen Teil der Ersatzmassnahmen für die Stadt Brugg und die Gemeinde Villnachern beabsichtigt der Kanton im nördlichen Bereich der "Schacheninsle" des Umiker Schachen zu realisieren. Das vorgesehene Gebiet ist von Wald eingefasst und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Auen- und Amphibienlaichgebieten von nationaler Bedeutung. Dank einer Ausgestaltung mit Grundwasserweiher, Kiesböschungen, gewässerbegleitenden Hochstaudenfluren und Ruderalflächen können Lebensräume für Amphibienarten, wie beispielsweise die Gelbbauchunke, langfristig gesichert werden. Für die Ersatzmassnahme ist keine Waldrodung notwendig.

Baustart für Südwestumfahrung Brugg steht noch aus

Die Realisierung der Südwestumfahrung Brugg steht in einem grossräumigen verkehrlichen Zusammenhang und soll das Zentrum von Brugg-Windisch vom Durchgangsverkehr entlasten. Dank einer aufeinander abgestimmten Gesamtlösung möchte der Kanton den Entwicklungsschwerpunkt Brugg-Windisch optimal an das übergeordnete Nationalstrassennetz anbinden. Damit die Südwestumfahrung Brugg (K 128/K 401neu) in der projektierten Form gebaut werden kann, müssen für den ökologischen Ausgleich die vorgesehenen Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen realisiert werden. Gegen das Projekt wurden Einwendungen erhoben. Der Baubeginn steht aufgrund der eingegangenen Einsprachen noch nicht fest.

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Weitere Informationen zur Südwestumfahrung Brugg finden Sie auf der Projektseite: www.ag.ch > BVU > Mobilität & Verkehr > Strasseninfrastruktur > Strassenprojekte > Brugg–Südwestumfahrung

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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