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Kantonale Asylunterkünfte: Weitere Ablösung einer unterirdischen Unterbringung

Eröffnung "Rössli" Unterentfelden Mitte und Schliessung Geschützte Operationsstelle des Kantonsspitals Baden Ende März

Ab Mitte März 2017 beziehen Asylsuchende die Kantonale Unterkunft im ehemaligen Gasthof "Rössli" in Unterentfelden. Nicht mehr in Betrieb dagegen ist ab Ende März die unterirdische Unterkunft in der Geschützten Operationsstelle (GOPS) in Baden. Die GOPS weicht einem Neubau des Kantonsspitals.

Im ehemaligen Gasthof "Rössli" in Unterentfelden werden ab Mitte März 2017 asylsuchende Familien und Männer einziehen. Insgesamt bietet die Unterkunft Platz für rund 90 Personen. Der Kanton hat Ende Februar 2017 zusammen mit der Gemeinde Unterentfelden die interessierte Bevölkerung an einer Informationsveranstaltung über die Details des Betriebs ins Bild gesetzt. Bis Mitte März werden alle kleineren Bau- und Einrichtungsarbeiten in der Liegenschaft abgeschlossen und für den Bezug durch Asylsuchende vorbereitet sein. Das Rössli bietet insgesamt 92 Plätze für eine gemischte Nutzung. Rund 80 Betten stehen für asylsuchende Männer zur Verfügung, die übrigen Plätze werden für Familien genutzt.

GOPS Baden weicht einem Spitalneubau

Ende März 2017 wird die temporäre Asylunterkunft in der GOPS Baden ausser Betrieb genommen. Das Kantonsspital Baden wird einen Spitalneubau auf dem Areal realisieren, unter welchem sich die heutige GOPS befindet, weswegen diese nicht mehr als Asylunterkunft genutzt werden kann.

Die GOPS Baden wurde im August 2015 als erste der vier GOPS im Kanton Aargau als temporäre Asylunterkunft in Betrieb genommen. Aufgrund der hohen Zuweisungszahlen von asylsuchenden Personen ab Frühling 2015 musste der Kanton ab Sommer 2015 unterirdische und in temporäre mobile Unterkünften in Betrieb nehmen.

Die Unterkunft in der GOPS Baden mit maximal 200 Plätzen für asylsuchende Männer war seit Beginn durchgehend fast vollständig belegt. Der Betrieb verlief auf der Basis der guten und kooperativen Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital und den Stadtbehörden grösstenteils reibungslos. Dafür bedankt sich der Kantonale Sozialdienst, zudem auch für die wohlwollende Haltung der Bevölkerung und das grosse Engagement im Freiwilligenbereich, wie beispielsweise die Einrichtung des "café contact" für den Austausch mit Asylsuchenden in Dättwil.

Bereits im Sommer 2016 konnten aufgrund der weniger hohen Zuweisungszahlen die beiden GOPS in Muri und Laufenburg geschlossen werden. Ebenfalls wegen Umbauarbeiten aufgelöst wurde die unterirdische Unterkunft im Kommandoposten Liebegg. Die einzige verbleibende unterirdische Unterkunft ab April 2017 befindet sich in der GOPS des Kantonsspitals Aarau.

Keine Entspannung bei der Unterbringung von Asylsuchenden im Kanton

Die Auslastung der kantonalen Unterkünfte für Asylsuchende ist weiterhin hoch. Zwar waren die Zuweisungszahlen 2016 im Vergleich zum Vorjahr tiefer, aber die Anzahl an Asylsuchenden, die in kantonalen Unterkünften auf einen Asylentscheid warten, bleibt anhaltend hoch. Mit dem Wegfall verschiedener Asylunterkünfte im ersten Halbjahr 2017 aufgrund von beendeten Zwischennutzungen oder auslaufenden Mietverträgen ist der Kanton gefordert, die benötigten Plätze zu ersetzen. Im Frühjahr 2017 muss ausserdem mit einem saisonal bedingten Anstieg der Asylgesuche gerechnet werden.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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