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Sprechende Bäume, musikalische Leckerbissen und ein Heer von Klängen

Das Museum Aargau blickt auf ein besucherstarkes Jahr mit dem Thema "GANZ OHR!" zurück.

2016 widmete sich das Museum Aargau der Frage: "Wie tönt die Vergangenheit?" Die Schlösser Lenzburg, Hallwyl, Wildegg, Habsburg, das Kloster Königsfelden und der Legionärspfad luden das Publikum zu akustischen Entdeckungen ein. Daneben erfreuten sich auch die traditionellen Veranstaltungen wie Mittelaltermarkt, Fauchifest, Mosttage und Tulpenzwiebelmarkt grosser Beliebtheit. Insgesamt besuchten 265'000 Besucherinnen und Besucher das Museum Aargau, dabei erreichte der Legionärspfad Vindonissa mit 42'000 Besuchenden eine neue Höchstmarke.

"GANZ OHR!" Dieses Motto war Programm. An allen sechs Standorten wurden Klanginstallationen realisiert, die von den international renommierten Audiodesignern von "Idee und Klang" Basel umgesetzt wurden. Im Kreuzgang des Klosters Königsfelden erinnerten Glockenklänge an das ehemalige Klosterleben. Im Schlosshof Lenzburg erzählte ein sprechender Baum Geschichten. In den Schlössern Habsburg und Wildegg ertönten Geräusche und Stimmen aus Mauern, Gärten und Weinfässern, während im Schloss Hallwyl das Publikum Wörter in ein Verlies sperren konnte. Auf dem Legionärspfad wurden die Besucher von einem "Heer von Klängen" begrüsst.

Sehr erfreuliche Besucherzahlen im 2016

Von April bis Oktober besuchten 265‘000 Personen die Standorte des Museum Aargau (+ 6 Prozent gegenüber 2015). Sehr positiv entwickelten sich die Besucherzahlen auf dem Legionärspfad Vindonissa mit einem Plus von 27 Prozent auf den neuen Rekordwert von 42'000 Personen. Davon übernachteten rund viertausend Kinder und Erwachsene wie römische Legionäre in den originalgetreu nachgebauten Mannschaftsunterkünften. Schloss Hallwyl verzeichnete an den diesjährigen Mosttagen einen neuen Besucherrekord. Über fünftausend Besucherinnen und Besucher fanden den Weg auf Schloss Hallwyl und genossen die Aktivitäten im Schlosshof. Most pressen, alte Apfelsorten kosten oder Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen – der herbstliche Anlass fand grossen Anklang.

Das Kindermuseum auf Schloss Lenzburg wurde ausgebaut

Fauchi, der Schlossdrache und das Kindermuseum sind bei Familien schon seit 30 Jahren Grund für einen Besuch der Lenzburg. Im Kindermuseum wurde das Obergeschoss neu gestaltet. Die Ausstellung "PLIRRK" ist als Abenteuerreise für Kinder ab acht Jahren konzipiert. Hintergrund sind die Geschichten rund um den ehemaligen Schlossbesitzer Lincoln Ellsworth, der zwischen 1925–1936 von der Lenzburg aus mehrere Polarexpeditionen unternahm. Auch 2016 erfreute sich der Drache Fauchi grosser Beliebtheit. Am Fauchifest holten rund zweitausend Kinder und Eltern den Drachen mit selbstgebastelten Musikinstrumenten und lautem Gesang aus dem Tiefschlaf.

Szenische Führungen auf Schloss Wildegg

Ein Höhepunkt auf Schloss Wildegg war die szenische Führung "Es juckt der Floh im Ohr". Die Schauspielerinnen Salomé Jantz und Gabriela Anghern mimten das vorwitzige Dienstmädchen und die wohl berühmteste Märchentante der Schweiz. Sie führten die Besucherinnen und Besucher durch ein Schloss voller Geschichten, klappernder Rüstungen und raschelnder Mäuse. Das Angebot lockte sehr viele Gäste aufs Schloss und war im Nu ausgebucht. Ebenso grosser Beliebtheit erfreute sich der Tulpenzwiebelmarkt. Der Weihnachtsmarkt war mit fast sechstausend Personen deutlich besser besucht als im Vorjahr.

Konzerte in Schlössern, Kloster und Garten

Passend zum Jahresthema "GANZ OHR!" standen verschiedene Konzerte auf dem Programm. Mit "TUMULTUS – Wer hört das Legionslager?" bot der Legionärspfad im Juni ein 3D-Konzert aus 13 Lautsprechern an. Im Juli gab ein Ensemble des argovia philharmonic im Gemüsegarten auf Schloss Wildegg ein Konzert mit Musik von Mozart bis Gershwin. Im August spielte das Capriccio Barockorchester auf der Lenzburg und das Ensemble Dragma musizierte im Schloss Hallwyl. Den glanzvollen Abschluss des Themenjahrs "GANZ OHR!" setzte die Schlagzeugerin Evelyn Glennie mit dem argovia philharmonic im Kloster Königsfelden. Die Konzerte waren gut besucht und verliehen den historischen Schauplätzen im wahrsten Sinne des Wortes eine besondere Note.

Das Vindonissa Museum gehört ab Januar 2017 neu zum Museum Aargau

Am 6. Januar erfolgt die öffentliche Übergabe des Museumsbetriebs von der Kantonsarchäologie an das Museum Aargau mit einer Schlüsselübergabe und einem speziellen Schauspiel im Vindonissa Museum. Im Gegensatz zu den anderen Standorten des Museum Aargau ist das Museum in Brugg ganzjährig geöffnet.

"Kaiser, Könige und Königin" heisst das Jahresthema 2017

Am Dreikönigstag fällt auch der Startschuss für das neue Jahresthema "Kaiser, Könige und Königin". Auf allen historischen Schauplätzen wird es im 2017 königlich zu- und hergehen. Das Thema dreht sich um Kaiser, die feudal den Aargau durchreisten, eine Königin, die das Spiel der Macht perfekt beherrschte, und um Aargauer Adelige in königlichen Diensten. Besucherinnen und Besucher erleben in den Schlössern Lenzburg, Hallwyl, Wildegg, Habsburg, im Kloster Königsfelden, im Vindonissa Museum und auf dem Legionärspfad Vindonissa, wie königliche und kaiserliche Macht während 2'000 Jahren das Alltagsleben der Menschen geprägt haben.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport
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