zurück

Drohnenabwehrsystem in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg

Anlage zur Früherkennung von Kleinflugobjekten

Die Justizvollzugsanstalt Lenzburg installiert auf dem Areal der Strafanstalt eine Detektionsanlage zur Früherkennung von kleinen Flugobjekten wie Drohnen und eingeworfenen Gegenständen.

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Lenzburg erhält eine Detektionsanlage zur Früherkennung von Kleinflugobjekten. Die Anlage kostet rund 200'000 Franken. Sie erfasst sämtliche Flugobjekte wie Drohnen, Modellflieger und Ballone. Auch eingeworfene Gegenstände ab einer Grösse von sieben Zentimetern können mittels eines kombinierten Radar- und Videosystems erfasst werden.

Die Ausschreibung erfolgte im Juli 2016. Nach eingehender Prüfung erhielt die Firma Rheinmetall Air Defence AG in Zürich den Zuschlag. Die Anlage wird im Frühjahr 2017 in Betrieb genommen.

Zeitgerechte Alarmierung

Die neue Anlage dient dazu, das Personal zeitgerecht zu alarmieren, damit dieses auf dem weitläufigen Areal der JVA Lenzburg die entsprechenden Massnahmen treffen kann. Auf eine aktive Störung von motorisierten Drohnen mittels elektronischer Störmechanismen wurde verzichtet. Ein solches System könnte mit der technischen Entwicklung von Drohnen nicht Schritt halten und wäre mit wesentlich höheren Kosten verbunden.

Zunahme der Drohnenangriffe

Angriffe mit Drohnen gegen Justizvollzugsanstalten haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen. In Deutschland ist es in den letzten Monaten beinahe wöchentlich zu Angriffsversuchen mittels Drohnen auf Justizvollzugsanstalten gekommen. Auch in der Schweiz wurden bereits mehrere Versuche registriert, mit Drohnen verbotene Gegenstände in die Anstalten einzufliegen. In der JVA Lenzburg gab es bisher keine konkreten Vorfälle mit Drohnen.

  • Departement Volkswirtschaft und Inneres
zurück