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Wohin mit dem Aushub im Oberen Fricktal?

Vier mögliche Standorte sollen in den Richtplan eingetragen werden

Pro Person und Jahr müssen im Aargau etwa viereinhalb Kubikmeter Aushub abgelagert werden. Nun sucht auch das Obere Fricktal nach einer regionalen Lösung, um die Umweltauswirkungen und die Transportkosten möglichst klein zu halten.

Wo gebaut wird, ist Aushubmaterial zu entsorgen. Wie in anderen Regionen auch, besteht im Oberen Fricktal ein Ungleichgewicht zwischen dem anfallenden Aushubmaterial und den realen Ablagerungsmöglichkeiten in bestehenden Auffüllstandorten. Noch für drei bis vier Jahre kann der Aushub im Sisslerfeld deponiert werden, dann braucht die Region dringend einen neuen Standort. Damit können der Aushub regional deponiert und lange Transportwege verhindert werden.

Mitsprache dank öffentlicher Auflage

Aus den Abklärungen des Planungsverbands Fricktal Regio resultieren vier mögliche Standorte, die dem Kanton zur öffentlichen Auflage vorliegen und in den Richtplan aufgenommen werden sollen. Vom 10. Oktober 2016 bis 20. Januar 2017 läuft nun die Vernehmlassung und Anhörung/Mitwirkung zu den Deponien des Typs A (Deponien für unverschmutztes Aushubmaterial) "Buech" in Herznach, "Breiti" in Hornussen, "Förlig" in Bözen und "Hersberg" in Wegenstetten. Der Standort "Buech" soll kurz- bis mittelfristig realisiert und deshalb als Festsetzung in den Richtplan eingetragen werden. Die anderen drei Standorte sind für den langfristigen Bedarf gedacht und sollen zunächst als Zwischenergebnis oder Vororientierung in den Richtplan kommen.

Pro und Contra zu erwarten

Dem Planungsverband Fricktal Regio und dem BVU ist bekannt, dass es teilweise Widerstand gegen die geplanten Vorhaben gibt. Dies unterstreicht die Bedeutung des nun anlaufenden Mitwirkungsverfahrens. Die öffentliche Partizipation gibt Gegnern und Befürwortern Gelegenheit, ihre Argumente darzulegen und einen Beitrag zur politischen Entscheidungsfindung zu leisten.

Der Entwurf für die Anpassung des Richtplans kann bei den genannten Gemeinden, bei der Abteilung Raumentwicklung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) an der Entfelderstrasse 22 in Aarau oder unter www.ag.ch/raumentwicklung > Richtplanung > Mitwirkung, eingesehen werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Körperschaften des öffentlichen und des privaten Rechts können bis spätestens Freitag, 20. Januar 2017, Eingaben einreichen.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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