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Neue kantonale Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende

Umnutzung der bestehenden Unterkunft "Sternen" in Menziken

Der Kantonale Sozialdienst schafft mit der Umwandlung des ehemaligen Gasthofs "Sternen" in Menziken mehr Plätze für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA). Damit reagiert der Kanton auf die für 2016 prognostizierten hohen Zuweisungszahlen von Asylsuchenden vom Bund an die Kantone, worunter sich auch viele UMA befinden werden. Gleichzeitig wird die GOPS Laufenburg temporär ausser Betrieb genommen.

Der Kantonale Sozialdienst (KSD) hat den ehemaligen Gasthof "Sternen" in Menziken im Juli 2015 als kantonale Asylunterkunft mit einer gemischten Nutzung für Familien und Einzelpersonen in Betrieb genommen. Ab Anfang Juli wird der "Sternen" in eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende umgewandelt. Die Gemeinde Menziken ist entsprechend vom Kantonalen Sozialdienst informiert worden, erste Gespräche haben stattgefunden.

Über 210 UMA im Kanton Aargau

UMA brauchen aufgrund ihres Alters eine enge Betreuung und sind auf sozialpädagogische und psychologische Unterstützung angewiesen, damit sie später ein eigenständiges Leben als Erwachsene in der Schweiz führen können. Die UMA im Kanton Aargau werden deshalb in eigens geschaffenen Unterkünften untergebracht. Damit setzt das Departement Gesundheit und Soziales die Strategie um, für unterschiedliche Personengruppen im Asylwesen – und damit auch für UMA – jeweils adäquate Unterbringungs- und Betreuungssituationen zu schaffen.

Derzeit ist der Kanton für die Unterbringung und Betreuung von rund 210 UMA verantwortlich. Diese werden hauptsächlich in Unterkünften in Suhr und Aarau untergebracht. Da 2016 wiederum mit einer hohen Zahl an Asylsuchenden zu rechnen ist, die dem Kanton vom Bund zugewiesen werden, muss der KSD seine Strukturen auch für UMA weiter ausbauen.

Im "Sternen" werden ab dieser Woche gestaffelt UMA ein-ziehen; die maximale Belegung beträgt 80 Personen. Die in Menziken untergebrachten UMA sind zwischen 16 und 18 Jahre alt und nicht mehr schulpflichtig; sie besuchen aus diesem Grund nicht die Regelklassen in der Gemeinde. Die Betreuung vor Ort wird durch den Kantonalen Sozialdienst zusammen mit einem externen Sicherheitsdienstleister im 24-Stunden-Betrieb sichergestellt. Das Team aus Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie zusätzlichen Betreuungspersonen sorgt für eine altersgerechte Betreuung mit enger individueller Begleitung und Schulung.

GOPS Laufenburg temporär ausser Betrieb

Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) hat zudem aufgrund der Zuweisungssituation im ersten Halbjahr 2016 entschieden, nach der GOPS Muri (April) auch die GOPS Laufenburg (spätestens Ende Juli) temporär ausser Betrieb zu nehmen. Das bedeutet, dass der Betrieb in den kommenden drei Wochen heruntergefahren wird und die rund 60 Personen schwergewichtig auf andere GOPS, teilweise aber auch auf oberirdische Unterkünfte verteilt werden. Das DGS analysiert die Entwicklung der Asylgesuchszahlen laufend und entscheidet mit entsprechendem zeitlichem Vorlauf über die Ausserbetriebnahme weiterer GOPS bzw. die Wiederinbetriebnahme der GOPS Muri sowie der GOPS Laufenburg. Die Prognose des Staatssekretariats für Migration (SEM) geht davon aus, dass die Zahl der Asylgesuche im laufenden Jahr einen ähnlichen Umfang haben wird wie im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund ist über die aktuelle Entspannung bei der Zuweisung von Asylsuchenden hinaus nicht mit einer Trendumkehr zu rechnen.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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