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Kombination von Ost- und Südumfahrung verspricht die beste Verkehrsentlastung für Suhr

Ostumfahrung wird optimiert; Südumfahrung soll im Richtplan festgesetzt werden

Das bestehende Projekt der Ostumfahrung Suhr genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr, weshalb es optimiert wird. Im Vordergrund steht eine Variante ohne Querung der Autobahn. Zudem soll die Südumfahrung im Richtplan festgesetzt werden.

2003 setzte der Grosse Rat auf Basis eines generellen Projekts von 2001 die Ostumfahrung Suhr im kantonalen Richtplan fest. Seither haben sich die Rahmenbedingungen aber gewandelt: Der Strassenverkehr hat in Suhr und Umgebung stark zugenommen, und auch im Bahnverkehr ist es durch die Taktverdichtung der SBB und der WSB zu mehr Behinderungen bei den Bahnübergängen gekommen.

Ausserdem erschweren neue Ansprüche an die Siedlungs- und Raumentwicklung (Innenentwicklung), den Landschaftsschutz (Fruchtfolgeflächen, Naherholungsgebiet) und den Lärmschutz die Umsetzung des Projekts. Zusätzliche Ansprüche durch neue Gesetzgebungen (Werke, Gewässerschutz, Grundwasser) und Drittprojekte (Erschliessungsstrasse Hintere Bahnhofstrasse) beeinflussen das Projekt ebenso wie die von den Gemeinden geforderte unterirdische Linienführung.

Projekt von 2001 wäre zu teuer und zu wenig wirksam

Weil sich die Rahmenbedingungen derart grundlegend verändert haben, hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) 2015 die Überprüfung der im Richtplan festgesetzten Linienführung ausgelöst.

Aufgrund der Erkenntnisse hat sich gezeigt, dass das generelle Projekt von 2001 bezüglich Kosten und Nutzen nicht mehr zu überzeugen vermag. Die Verkehrsbelastungen im Zentrum von Suhr würden sich nur zu rund einem Drittel reduzieren – die Entlastungswirkung wäre somit zu gering. Dies auch im Verhältnis zu den hohen Baukosten von rund 85 Millionen Franken. Hinzu kommen Konflikte mit geplanten Ausbauprojekten der WSB, den bestehenden Bahnübergängen (Schliesszeiten), bautechnische Risiken mit dem Grundwasser bei der Unterquerung der A1 sowie die Schwierigkeit, dass Fruchtfolgeflächen, Kulturland und das Naherholungsgebiet zerschnitten werden müssten.

Optimierung ohne Querung der Autobahn angestrebt

Aus der im Jahr 2013 erarbeiteten Netzstrategie hat sich ebenfalls gezeigt, dass eine Verbindung der Ostumfahrung mit einer späteren Südumfahrung die beste Entlastungswirkung für Suhr ergibt.

Aus diesen Gründen prüft das BVU unter Einbezug der Gemeinden derzeit eine optimierte Variante für eine neue Linienführung der Ostumfahrung. Im Vordergrund stehen Varianten ohne Querung der Autobahn und mit einer sinnvollen Verbindung zu einer Südumfahrung.

Die Südumfahrung Suhr ist heute als Vororientierung im kantonalen Richtplan eingetragen. Sie soll parallel zur Kreditgenehmigung der Ostumfahrung im Richtplan festgesetzt werden.

Die Abstimmung dieser Massnahmen auf die benachbarte Netzstrategie Unteres Seetal erfolgt parallel zu den laufenden Arbeiten.

Projektvarianten vorgestellt

Das BVU hat die Lösungsansätze zur Ostumfahrung Suhr anfangs Monat Vertretern der betroffenen Gemeinden Suhr und Gränichen vorgestellt. Bis im Mai 2016 soll die beste Lösung verabschiedet werden, auf dessen Basis anschliessend das generelle Projekt erarbeitet wird. Dieses könnte 2019 in die Vernehmlassung gehen. Danach wird der Grosse Rat über das Projekt entscheiden. Nach der Projektauflage, dem Bewilligungsverfahren und der Ausschreibung könnte 2022 mit dem Bau der Ostumfahrung begonnen werden, sofern keine Weiterzüge von Einsprachen zu behandeln sind. Das BVU setzt alles daran, die Arbeiten für die Ost- und die Südumfahrung Suhr möglichst schnell voranzutreiben.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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