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Regierungsrat Roland Brogli stellt sich im Herbst nicht mehr zur Wiederwahl

Wichtige Projekte im letzten Amtsjahr

Regierungsrat Roland Brogli wird sich anlässlich der Regierungsratswahlen vom 23. Oktober 2016 nicht mehr zur Wiederwahl stellen. In seinem letzten Amtsjahr wird sich Roland Brogli weiterhin für einen nachhaltig ausgeglichenen Staatshaushalt einsetzen. Zudem will er bis zum Ende der Legislaturperiode am 31. Dezember 2016 weitere für den Kanton und die Verwaltung zentrale Aufgaben abschliessen und wichtige Projekte wie die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III für den Kanton Aargau an die Hand nehmen.

"Nach bald 16 Jahren im Aargauer Regierungsrat will ich neuen Kräften Platz machen. Exekutiv-Gremien müssen immer wieder erneuert werden, um frischen Ideen für die Zukunft Raum zu geben", so begründet Regierungsrat Roland Brogli seinen Verzicht auf eine Wiederwahl. Der Aargauer Finanzdirektor führt das Departement Finanzen und Ressourcen seit dem 1. April 2001. In seiner Amtszeit verband er die Aufgabenerfüllung des Kantons mit einer nachhaltigen Finanz- und Steuerpolitik. Ausgeglichener Staatshaushalt, Schuldenabbau und moderate Steuern – das sind die drei Grundpfeiler seiner langfristig ausgelegten finanzpolitischen Strategie, die er bei seinem Amtsantritt entwickelte und seither engagiert und hartnäckig verfolgt. So setzte er sich in den letzten Jahren mit Nachdruck für ausgeglichene öffentliche Finanzen und den Schuldenabbau mit ausserordentlichen Erträgen von über zwei Milliarden Franken ein. Die konjunkturell angespannte Lage verlangte in den letzten 15 Jahren zum Budgetausgleich drei besondere Anstrengungen: Entlastungsmassnahmen 2003, Leistungsanalyse 2015 und Entlastungsmassnahmen 2016.

Mit den Steuergesetzrevisionen, die gezielte Entlastungen für alle Einkommensschichten brachten, hat Roland Brogli wesentlich zur Attraktivität des Kantons als Wohn- und Wirtschaftsstandort beigetragen. Dank seiner vorausschauenden Politik stuft die Ratingagentur Standard & Poor's den Kanton Aargau seit 2007 ununterbrochen mit dem höchsten Rating AAA ein.

Meilensteine für Kanton und Verwaltung

Weitere wichtige Meilensteine in der Ära Brogli waren die Verwaltungsreformen WOV (Wirkungsorientierte Verwaltungsführung) mit dem Erlass des GAF (Gesetz über die wirkungsorientierte Steuerung von Aufgaben und Finanzen), die Sanierung der Aargauischen Pensionskasse (APK) und der Sondermülldeponie Kölliken mit der Schaffung der Spezialfinanzierung Sonderlasten, die Einführung einer klaren und flexiblen Schuldenbremse, die Revision des Kantonalbankgesetzes und des Landwirtschaftsgesetzes. Unter Broglis Führung ist auch ein professionelles und systematisches Beteiligungsmanagement nach den Grundsätzen einer modernen Public Corporate Governance eingeführt worden, welches schweizweit Anerkennung findet.

Als oberster Personalchef gelang es Roland Brogli zudem, den Kanton Aargau als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Heute verfügt der Kanton über moderne Führungs-, Förderungs- und Entwicklungsinstrumente im Personalbereich. Damit können die Mitarbeitenden die vielfältigen Aufgaben des Kantons wirksam und mit Engagement erfüllen. Auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit setzte Roland Brogli auch beim Bau und dem Unterhalt der kantonalen Immobilien. Zeugen dieser Zeit sind unter anderem das Sportausbildungszentrum Mülimatt, der Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie das Zentralgefängnis in Lenzburg.

Der IT-Bereich, für den Regierungsrat Brogli verantwortlich ist, entwickelte sich in den vergangenen 15 Jahren rasant. Die kantonale Verwaltung verfügt heute über eine moderne Infrastruktur und die Einwohnerinnen und Einwohner haben dank E-Government einen unkomplizierteren Zugang zu den Dienstleistungen der Verwaltung.

Interkantonales Engagement

Roland Brogli hat sich auch interkantonal einen Namen gemacht. Er engagiert sich in verschiedenen Gremien – unter anderem in der Konferenz der Kantonsregierungen (KDK) und in der Konferenz der kantonalen Finanzdirektoren (FDK). 2011 wurde er zum Präsidenten der Nordwestschweizer Regierungskonferenz gewählt. Von seiner grossen Erfahrung profitierten nicht nur diese Gremien, auch der Kanton Aargau hatte in der Schweiz eine gewichtige Stimme. Roland Brogli hat sich immer wieder erfolgreich für den Aargau eingesetzt, zuletzt bei der Debatte über den nationalen Finanzausgleich NFA und die Unternehmenssteuerreform USR III.

Mit Elan ins letzte Amtsjahr

Regierungsrat Brogli will auch in seinem letzten Amtsjahr bestehende und neue Aufgaben anpacken. Dazu zählt neben dem Haushaltsausgleich die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III im Kanton Aargau. Der Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und die finanzielle Verträglichkeit für Bevölkerung, Wirtschaft, Kanton und Gemeinden stehen dabei im Vordergrund. Damit der Kanton Aargau ein attraktiver Arbeitgeber bleibt, will Regierungsrat Brogli die Personalstrategie 2017–2020 erarbeiten lassen. Ein Teilprojekt wird die Erneuerung des Lohnsystems sein.

  • Departement Finanzen und Ressourcen
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