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Baugesuch für Asylunterkunft in Frick kommt im Januar 2016

"Shelters for Refugees" werden aus Brandschutzgründen nicht eingesetzt

Anstatt noch im Dezember 2015 wird das Baugesuch für die temporäre Asylunterkunft im ehemaligen A3-Werkhof in Frick erst im Januar 2016 eingereicht. Grund dafür sind neue Erkenntnisse über die Nutzbarkeit der "Shelters for Refugees" in Hallenbauten.

Der Kantonale Sozialdienst plant, im ehemaligen A3-Werkhof, der künftiger Standort des Kantonalen Katastrophen Einsatzelements sein wird, eine temporäre Asylunterkunft für 300 Personen in Betrieb zu nehmen. An einer Informationsveranstaltung Anfang Woche in Frick informierte der Kanton darüber, dass das Baugesuch noch vor Weihnachten eingereicht wird.

Neue Erkenntnisse in Sachen Brandschutz

Aufgrund neuer Erkenntnisse verzögert sich die Baugesuchseingabe. Sie wird voraussichtlich im Januar 2016 erfolgen. Dies, nachdem die Kantonale Gebäudeversicherung Zürich einen Brandtest durchgeführt hat, aufgrund dessen Ergebnis die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner der Halle 9 der Messe Zürich gemäss heutigem Kenntnisstand bei einer Verwendung der "Shelters for Refugees" nicht gewährleistet wäre. Damit wurde eine brandschutzfachliche Bewertung des Bundesministeriums der Verteidigung in Bonn bestätigt.

Sicherheit der Bewohnenden steht im Vordergrund

Das Departement Gesundheit und Soziales hat aufgrund der vorliegenden Informationen beschlossen, auf den Indoor-Einsatz der "Shelters for Refugees" in Frick zu verzichten. Dies, obwohl die Aargauische Gebäudeversicherung den Einsatz der Wohneinheiten aufgrund der Spezifikation des Materials – jedoch ohne Brandtest – zu einem früheren Zeitpunkt nicht als bedenklich eingestuft hatte. Im Vordergrund steht für den Kanton die Sicherheit der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner im ehemaligen A3-Werkhof, die mit dem Einsatz der "Shelters for Refugees" nicht garantiert werden könnte.

Suche nach geeigneten Wohneinheiten

Der Kantonale Sozialdienst verfolgt das Vorhaben im ehemaligen A3-Werkhof in Frick weiter, zumal es sich um eine für die befristete Unterbringung von Asylsuchenden grundsätzlich geeignete Infrastruktur handelt. In den nächsten Tagen wird eine Lösung für in jeder Hinsicht unbedenkliche Wohneinheiten gesucht. In der Folge wird – voraussichtlich im Januar 2016 – das Baugesuch eingereicht. Das Departement Gesundheit und Soziales geht davon aus, dass sich in Bezug auf den Zeitplan keine grossen Änderungen ergeben werden.

Nur "outdoor" statt auch "indoor"

Der Kanton Aargau hat bisher 100 "Shelters for Refugees" beschafft. Dies nicht in erster Linie für die Unterbringung von Asylsuchenden, sondern zur Behebung eines Defizits aus der Gefährdungsanalyse. Dabei handelt es sich um die Grundlage für das Risikomanagement des Kantons Aargau. Massnahmen zur Prävention und Bewältigung von Katastrophen und Notlagen werden auf dieser Grundlage geplant. Dazu gehört auch der Umgang mit der temporären Unterbringung von Schutzsuchenden (wie zum Beispiel Flüchtlinge). Das Departement Gesundheit und Soziales wird die "Shelters for Refugees" für diesen Zweck "outdoor", aber nicht "indoor" zum Einsatz bringen. So, wie es bei der Beschaffung ursprünglich geplant war, aufgrund veränderter Herausforderungen bei der Unterbringung von Asylsuchenden und mit Blick auf den Wintereinbruch in der Folge aber angepasst wurde.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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