Navigation

Sprunglinks

zurück

Planung für weitere unterirdische Asylunterkunft

Geschützte Operationsstelle des Kantonsspitals Aarau wird vorbereitet

Nachdem die Geschützten Operationsstellen (GOPS) der Spitäler Baden und Muri bereits als temporäre Asylunterkünfte in Betrieb sind und jene des Spitals Laufenburg im November eröffnet wird, ist auch die Planung für die Nutzung der GOPS Aarau angelaufen. Dies mit Blick auf die anhaltend hohe Anzahl Zuweisungen durch den Bund und als Vorbereitung auf eine ausserordentliche Lage bei der Unterbringung. In diesem Fall würde die GOPS Aarau als Erstaufnahmezentrum für die Schutzsuchenden dienen.

Die Situation bei der Unterbringung von Asylsuchenden bleibt unvermindert angespannt. Im Monat September wurden dem Kanton Aargau 356 Asylsuchende zugewiesen; im Oktober wurden bisher 335 Zugänge registriert. Es ist unverändert davon auszugehen, dass die Zuweisungszahlen hoch bleiben werden. Am Stichtag (28. Oktober 2015) verfügte der Kantonale Sozialdienst über 69 kantonale Unterkünfte mit einer Kapazität von 1'928 ordentlichen Plätzen. Untergebracht waren durch den Kantonalen Sozialdienst insgesamt 2'329 Personen. Dies entspricht gemessen an der Zahl ordentlicher Plätze einer Auslastung von 121 Prozent. Dank der für die besondere Lage getroffenen und geplanten Massnahmen (Verdichtung bestehende Unterkünfte, Nutzung GOPS, temporäre mobile Unterkünfte) kann die Situation mit den vorhandenen Mitteln und in den dafür vorgesehenen Strukturen bewältigt werden. Eine ausserordentliche Lage tritt demnach erst ein, wenn sämtliche kantonalen Reserven – inklusive GOPS – ausgeschöpft sind.

Kapazität von weiteren 300 Unterbringungsplätzen

Konkret ist die seit Mitte August betriebene GOPS Baden derzeit mit 163 Personen belegt; die GOPS Muri wurde Mitte Oktober 2015 in Betrieb genommen und beherbergt im Moment 38 Personen; die Vorbereitungen für die im Lauf des Novembers 2015 geplante Inbetriebnahme der GOPS Laufenburg stehen vor dem Abschluss. Das Departement Gesundheit und Soziales beziehungsweise der Kantonale Sozialdienst ist darüber hinaus auch mit der Planung einer möglichen Inbetriebnahme der Geschützten Operationsstelle des Kantonsspitals Aarau im Dezember 2015 befasst. Dies mit Blick auf einen weiteren Anstieg der Zuweisungszahlen des Bundes im Rahmen der herrschenden besonderen Lage sowie als Vorbereitung auf das mögliche Eintreten einer ausserordentlichen Lage mit einer grossen Anzahl in kurzer Zeit unterzubringender Flüchtlinge. In einer solchen Situation würde die GOPS des Kantonsspitals Aarau als Erstaufnahmezentrum für die in der Folge auf die Schutzanlagen im Kanton zu verteilenden Schutzsuchenden dienen.

Die Inbetriebnahme der GOPS Aarau wird – wie bereits Anfang Juli 2015 angekündigt – vorsorglich für den Fall des äussersten Bedarfs vorbereitet. Die Planungsgrösse wird dabei auf eine Normalbelegung von 300 Personen ausgelegt. Der Kanton ist sich bewusst, dass in den Unterkünften an der Südallee 22 in Suhr, der Casa Torfeld in Buchs und der Rohrerstrasse 24 in Aarau bereits eine grosse Anzahl Personen aus dem Asylbereich untergebracht ist. Dieser Situation ist mit entsprechenden Massnahmen bezüglich Betreuung, Beschäftigung, Sicherheit und Verkehr Rechnung zu tragen.

Informationsveranstaltung am 16. November 2015

Um die Öffentlichkeit frühzeitig und aus erster Hand über die Planung zu orientieren, findet am 16. November 2015, 19.00 Uhr, im Hörsaal des Kantonsspitals Aarau eine Informationsveranstaltung statt. Für die Mitarbeitenden des Kantonsspitals Aarau wird eine separate Veranstaltung durchgeführt. Das Departement Gesundheit und Soziales wird die Situation vorgängig mit der Stadt Aarau sowie den Gemeinden Buchs und Suhr ebenso wie mit den direkt und indirekt betroffenen Institutionen erörtern.

  • Departement Gesundheit und Soziales
zurück
Nach Oben