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Zweites Geschütztes Spital für Asylsuchende

Nach Baden wird Muri als temporäre Unterkunft in Betrieb genommen

Die steigende Zahl von Asylsuchenden, die dem Kanton Aargau vom Bund zugewiesen werden, macht die Eröffnung eines zweiten Geschützten Spitals als temporäre Asylunterkunft notwendig. Ab Mitte Woche wird die unterirdische Infrastruktur des Spitals Muri belegt. Im Übrigen reichen die vom Regierungsrat beschlossenen Massnahmen im Moment aus, um die Asylsuchenden im Aargau unterbringen und betreuen zu können.

Mitte August 2015 wurde das Geschützte Spital des Kantonsspitals Baden als temporäre Asylunterkunft in Betrieb genommen. Derzeit befinden sich rund 150 Personen in der unterirdischen Unterkunft. Weil die Zahl der unterzubringenden und zu betreuenden Asylsuchenden weiter steigt – allein im Monat September wurden dem Kanton Aargau 356 Personen zugewiesen –, ist die Bereitstellung weiterer Infrastrukturen notwendig. Im Geschützten Spital des Spitals Muri werden in den kommenden Wochen gestaffelt bis zu 150 Asylsuchende untergebracht.

Gleiches Setting bei Betreuung wie in Baden

Es ist dem Kanton bewusst, dass die unterirdische Unterbringung von Asylsuchenden in verschiedener Hinsicht besondere Anforderungen an die Betreuung, Beschäftigung und Sicherheit stellt. Aus diesem Grund wurde mit der ORS Service AG ein auch in dieser Form der Unterbringung erfahrener Dienstleister engagiert, der in der GOPS Muri und um diese herum tagsüber und nachts mit entsprechenden personellen Ressourcen agiert. Dieses Setting garantiert, dass sowohl für die Betreuten als auch für die Betreuenden sowie für das Spital Muri und die Nachbarschaft bestmögliche Bedingungen dafür geschaffen werden können, dass der temporäre Betrieb des Geschützten Spitals Muri ohne unzumutbare Umfeldauswirkungen geführt werden kann. So wie dies seit der Inbetriebnahme des Geschützten Spitals Baden Mitte August 2015 der Fall ist.

Sicherheitsdispositiv und Begleitgruppe

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Muri, dem Spital Muri, der Stützpunktfeuerwehr Muri, der Regionalpolizei Muri, der Kantonspolizei Aargau Ost sowie der ORS hat der Kanton ein Sicherheitsdispositiv erarbeitet, das sowohl das Geschützte Spital Muri und das Spitalareal als auch das Quartier erfasst. Zudem wurde eine Begleitgruppe ins Leben gerufen, die sich laufend mit der Entwicklung des Betriebs sowie seiner Auswirkungen auf das Umfeld befasst, damit bei Bedarf rasch notwendige Massnahmen ergriffen werden können.

Massnahmen sind derzeit ausreichend

Der Regierungsrat hatte vor den Sommerferien im Zusammenhang mit der angespannten Situation bei der Unterbringung und Betreuung von Asylsuchenden verschiedene Massnahmen beschlossen und umgesetzt: Verdichtung der bestehenden Unterkünfte, temporäre mobile Unterkünfte, Öffnung von Geschützten Spitälern). Diese Massnahmen bewähren sich und ermöglichen es, auch die jetzige besondere Lage zu bewältigen. Bei Bedarf kann ein zusätzliches Kontingent von bis rund 1'000 Plätzen über die ordentliche Kapazität (rund 2'000 Plätze) hinaus bereitgestellt werden. Voraussetzung dafür ist eine weiterhin konsequente Verdichtung, der Bezug aller zur Verfügung stehenden Geschützten Spitäler, der Ersatz der Zeltunterkünfte durch neue temporäre mobile Unterkünfte sowie generell die Schaffung zusätzlicher oberirdischer Unterkunftsplätze.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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