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Bewilligung für 3D-Seismik-Untersuchungen im Standortgebiet Jura Ost erteilt

Nagra darf vertiefte geologische Untersuchungen durchführen

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) die Bewilligung für die dreidimensionale Untersuchung des Untergrunds im Standortgebiet Jura Ost erteilt. Damit können die für das Sachplanverfahren Geologische Tiefenlager benötigten umfassenden Erhebungen zum Untergrund erfolgen.

Im Rahmen einer vertieften geowissenschaftlichen Untersuchung führt die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) für Etappe 3 des Sachplans Geologische Tiefenlager sogenannte 3D-seismische Untersuchungen durch. Ziel dieser Untersuchungen ist es, ein hochauflösendes dreidimensionales Bild des Untergrunds zu erhalten.

Mitte April 2015 hat die Nagra die geforderten Unterlagen für eine Untersuchung des Standortgebiets Jura Ost beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) eingereicht. Nach der Fachprüfung und der Anhörung der im Untersuchungsperimeter liegenden Gemeinden erteilt das BVU der Nagra nun die Bewilligung zur Durchführung der 3D-seismischen Untersuchungen. Dies erfolgt nach dem Gesetz über die Nutzung des tiefen Untergrundes und die Gewinnung von Bodenschätzen.

Klärung von sicherheitstechnischen Fragen

Die 3D-Seismik ermöglicht ein dreidimensionales Abbild des Untergrunds und trägt so zur Beantwortung der im Sachplan Geologische Tiefenlager geforderten Klärung sicherheitstechnischer Fragen bei. Die so gewonnenen geologischen Kenntnisse liegen auch im Interesse des Kantons.

Die Untersuchungsarbeiten im Gebiet Jura Ost beginnen Ende September 2015 und werden voraussichtlich kurz vor Weihnachten beendet sein. Im Anschluss an diese Messungen erfolgen die Untersuchungen im Standortgebiet Zürich Nordost, dem zweiten von der Nagra vorgeschlagenen Standortgebiet. In den Kantonen Zürich und Schaffhausen, welche durch dieses Standortgebiet betroffen sind, gibt es keine dem Aargau vergleichbare Gesetzesgrundlage für solche Messungen, so dass das Bewilligungsverfahren nicht vergleichbar abläuft.

Die Messungen in Jura Ost werden aus operationellen Gründen jenen in Zürich Nordost vorgezogen. In Jura Ost benötigen die Untersuchungen rund 3 Monate, im kleineren Messgebiet Zürich Nordost nur rund 3 Wochen. Da angestrebt wird, keine Messungen durch die Weihnachtspause unterbrechen zu müssen, ist geplant das Gebiet Jura Ost vor Weihnachten 2015 zu untersuchen und das Gebiet Zürich Nordost im Januar 2016.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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