Navigation

Sprunglinks

zurück

Pilotprojekt zur Verbesserung der Verkehrssituation im Raum Baden

Verkehrsinformationsdisplays an der Mellingerstrasse und an der A1 zeigen optimale Verkehrsroute an

Ab dem 8. Juli 2015 wird der Verkehr im Gebiet Ausfahrt Baden West der A1/Mellingerstrasse mit Verkehrsinformationen wie aktuelle Verlustzeiten und Alternativroutenempfehlung geleitet. Ziel des Pilotprojekts, das der Kanton Aargau mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) durchführt, ist eine optimale Netzauslastung mit einem verbesserten Verkehrsfluss stadteinwärts.

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) führen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Gebiet der Mellingerstrasse in Baden ein Pilotprojekt durch. Der Projektperimeter erstreckt sich über das Dreieck Mellingerstrasse, Autobahn A1 und Neuenhoferstrasse mit dem Zielpunkt Schulhausplatz. Neben einer optimierten Netzauslastung sind die verbesserte Information der Verkehrsteilnehmenden sowie Erfahrungen zu optimalen Anzeige- und Darstellungsmöglichkeiten Ziele des Pilotprojekts.

Die Mellingerstrasse stellt eine wichtige Einfallsachse in das Stadtzentrum von Baden dar. Aufgrund der beschränkten Kapazität am Schulhausplatz kommt es regelmässig zu Verkehrsüberlastungen. Aus diesem Grund wird heute bereits mit der Lichtsignalanlage Badenertor am Dättwiler Weiher der Verkehr stadteinwärts bewirtschaftet, so dass der Verkehrsfluss zwischen Badenertor und Schulhausplatz weitgehend aufrechterhalten werden kann. Gleichzeitig bilden sich auf der Neuenhoferstrasse vor dem Schulhausplatz ebenfalls häufig lange Staus. Die Länge der Staus in den beiden Stauräumen kann jedoch sehr unterschiedlich sein und ist allein aufgrund von Erfahrungswerten nur schwer vorhersehbar.

Verkehrsinformationsdisplay zeigt schnellste Route

Abhilfe schaffen soll nun ein Stauinformationssystem, das den Verkehrsteilnehmenden auf sogenannten Verkehrsinformationsdisplays anzeigt, mit wieviel Zeitverlust in den Stauräumen aktuell zu rechnen ist und ob sich eine Alternativroute empfiehlt. Mit dem Pilotprojekt sollen eine verbesserte Information der Verkehrsteilnehmenden und eine optimale Netzauslastung mit einem verbesserten Verkehrsfluss stadteinwärts erreicht werden. Dies auch im Hinblick auf die Baustellen in der Mellingerstrasse und am Schulhausplatz mit den damit einhergehenden Einschränkungen.

Gleichzeitig ist geplant, die Anzeige- und Darstellungsarten auf den Verkehrsinformationsdisplays während des Pilotbetriebs zu variieren, um Erkenntnisse über deren Lesbarkeit und Verständlichkeit zu erlangen. So ist beispielsweise ein Wechsel von der Anzeige der Verlustzeiten im Stauraum auf die Anzeige der Reisezeiten für die gesamte Route bis zum Schulhausplatz vorgesehen.

Alternativroute führt über die Autobahn

Es gibt zwei Routenpaare mit je einer Stammroute und einer Alternativroute. Das erste Routenpaar beinhaltet die Verkehrsbeziehungen von der Autobahn (aus Richtung Bern) zum Schulhausplatz und das zweite Routenpaar die Beziehungen von Dättwil/Fislisbach ins Stadtzentrum. Als Alternative zur Stammroute über die Mellingerstrasse steht jeweils die Route über die Autobahn durch den Bareggtunnel zum Anschluss Neuenhof und dann über die Neuenhoferstrasse zum Schulhausplatz zur Verfügung.

Stauraum wird mit Kameras überwacht

In den beiden Stauräumen in der Mellinger- und Neuenhoferstrasse werden jeweils bei Ein- und Austritt die Fahrzeugkontrollschilder mittels spezieller Kameras erfasst und daraus die aktuelle Reisezeit bzw. Wartezeit im Stauraum ermittelt. Die Daten werden dazu bereits vor Ort in den Kameras anonymisiert und verschlüsselt übertragen, so dass der Datenschutz zu jeder Zeit gewährleistet ist. Für die spätere Auswertung der Routenwahl werden alle Fahrzeuge zudem auf der Höhe der Verkehrsinformationsdisplays erfasst.

Aktuelle Verlustzeiten werden angezeigt

Für die stadteinwärts fahrenden Verkehrsteilnehmenden stehen strassenseitig an den beiden Entscheidungspunkten für die Routenwahl dynamische Verkehrsinformationsdisplays. Diese zeigen die aktuellen Verlustzeiten aus den jeweiligen Stauräumen auf der Stamm- und Alternativroute an. Um möglichst geringe Reisezeiten zu erzielen und die Gefahr eines Rückstaus bis auf die A1 zu vermeiden, wird im Falle eines Reisezeitvorteils direkt die Alternativroute via Autobahn und Neuenhoferstrasse vorgeschlagen. Mit der Verkehrszustandsinformation auf den Verkehrsinformationsdisplays wird dem Verkehrsteilnehmer die aktuelle Verkehrslage mittels Angabe der Reisezeitverluste vermittelt und eine Entscheidungshilfe für eine selbständige Routenwahl angeboten. Gleichzeitig stellt allein das Wissen um die zu erwartende Verlustzeit einen Mehrwert dar. So wird beispielsweise die Ankunftszeit am Zielort besser planbar.

Online-Umfrage während der Pilotphase

Mit der Durchführung des Pilotprojekts sollen Aussagen zur verkehrlichen Wirksamkeit und zum Nutzen eines solchen Verkehrsmanagementsystems gemacht werden können. Während des Pilotbetriebs sind die Verkehrsteilnehmenden eingeladen, unter www.ag.ch/stauinfobaden (öffnet in einem neuen Fenster) an einer Online-Umfrage zum Pilotsystem teilzunehmen. Dabei besteht die Möglichkeit, ein Feedback zum Nutzen der Anlage und zur Lesbarkeit der Anzeigen zu geben. Der Pilotbetrieb startet am 8. Juli 2015 und dauert bis im April 2016 mit Option auf Verlängerung.

Im Rahmen des parallel laufenden Forschungsvorhabens "Verkehrslenkung mit Hilfe strassenseitig dargestellter Reisezeitinformation" des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) werden die im Pilotprojekt gemachten Erfahrungen ebenfalls genutzt und wissenschaftlich ausgewertet.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
zurück