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Die Eidgenossen kommen!

Geschichten zum Aargauer Schicksalsjahr 1415 erleben

Der Kanton Aargau rückt in diesem Jahr einen historischen Meilenstein für den Aargau und die Schweiz ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit: Vor 600 Jahren entrissen die Eidgenossen den Habsburgern ihre Stammlande und läuteten damit eine neue Epoche für den Aargau ein. Ein vielfältiges Erlebnisprogramm trägt diesem bedeutenden Jahr Rechnung und richtet sich an die Aargauerinnen und Aargauer, aber auch an die Bevölkerung der Nachbarkantone, insbesondere Bern, Solothurn, Luzern und Zürich. Eröffnet wird das Gedenkjahr "Die Eidgenossen kommen!" am 17. April 2015 in Zofingen, wo den Bernern am 18. April 1415 die erste habsburgische Stadt übergeben wurde.

Unter Federführung der Abteilung Kultur des Kantons wird der Aargau 600 Jahre nach dieser historischen Weichenstellung zum Schauplatz eines vielfältigen und attraktiven Erlebnisprogramms rund um die damaligen Ereignisse und deren Folgen. Am 17. April 2015 wird das Gedenkjahr "Die Eidgenossen kommen!" von Landammann Urs Hofmann an einem feierlichen Anlass in Zofingen eröffnet. In den darauf folgenden Monaten ermöglichen die vom Regierungsrat für das Gedenkjahr bewilligten Mittel aus dem Swisslos Fonds eine breite Angebotspalette. Mittels Ausstellungen, Werkstätten, Theatervorführungen, historischen Veranstaltungen, Führungen und partizipativen Projekten wird ein breites Publikum aller Altersklassen eingeladen, sich mit der Aargauer Geschichte und ihren Folgen für die Gegenwart auseinanderzusetzen. Das Museum Aargau thematisiert die Ereignisse von 1415 an den fünf Standorten Schloss Lenzburg, Schloss Wildegg, Schloss Habsburg, Schloss Hallwyl und Kloster Königsfelden. Murikultur realisiert einen eigens für das Gedenkjahr erstellten Geschichts-Erlebnispfad. Und in Baden, Lenzburg, Reinach, Laufenburg, Rheinfelden und Zurzach entstehen in den örtlichen Museen Sonderausstellungen zu den regionalen Auswirkungen des Machtwechsels. Weiter beteiligen sich das Aargauer Kunsthaus mit einer Ausstellung des Künstlerduos huber.huber, die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau mit einer Ringvorlesung, das Künstlerhaus Boswil mit einem einmaligen Konzert sowie die kantonale Denkmalpflege und die Kantonsarchäologie mit erlebnisreichen Postautofahrten und Führungen am Gedenkjahr-Programm.

Musikalische und sportliche Programm-Höhepunkte

Ein innovatives Projekt mit starkem Gegenwartsbezug präsentiert das Stadtmuseum Aarau: Mit einem eigens für das Gedenkjahr komponierten Lied thematisiert es die Bedeutung der im Zuge der Ereignisse im Jahr 1415 entstandenen Aargauer Regionen für die Aargauer Bevölkerung von heute. Es lädt die Aargauerinnen und Aargauer ein, aktiv am Gedenkjahr teilzunehmen und ihren Bezug zur Region singend und musizierend zum Ausdruck zu bringen. Die Produktionen der Mitmachaktion werden im Rahmen einer Schlusspräsentation im November 2015 in Aarau vorgestellt.

Einen sportlichen Höhepunkt erlebt das Gedenkjahr mit dem erstmals im Kanton Aargau stattfindenden Gigathlon. Unter dem Motto "Discover History" führt dieser vom 10. bis am 12. Juli 2015 auf 405 Kilometern und über 7400 Höhenmeter entlang der wichtigsten Gedenkjahrstätten und durch alle Bezirke des Kantons. Vom Zentralort Aarau aus entdecken die Gigathleten während drei Tagen auf dem Rennrad, dem Mountainbike und den Inline-Skates sowie schwimmend und laufend landschaftliche und kulturhistorische Highlights des Kantons. Erwartet werden einige Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer – die drei Tage im Juli stehen entsprechend unter dem Motto "Die Gigathleten kommen!".

Folgen des Schicksalsjahrs

Aufgrund der neuen Herrschaftskonstellationen bildeten sich nach 1415 auf dem Gebiet des späteren Kantons Aargau vier Regionen heraus: die Grafschaft Baden, die Freien Ämter, der Berner Aargau und das Fricktal, das noch bis 1798 österreichisch blieb. Das Jahr 1415 gilt entsprechend als Geburtsstunde der Aargauer Regionen. Ein Umstand, der bis in die Gegenwart nachwirkt und die noch immer grosse Bedeutung der Regionen im Kanton Aargau erklären kann. Zugleich erforderten die auf dem Gebiet des späteren Kantons Aargau erstmals errichteten gemeinen Herrschaften der Eidgenossen – die Grafschaft Baden und das Freiamt – gemeinsame eidgenössische Institutionen. In der Folge versammelten sich die Abgesandten der Alten Eidgenossenschaft regelmässig im Rahmen der Tagsatzung in Baden. Die Stadt wurde zu einem verbindenden Zentrum der damals noch wenig gefestigten Eidgenossenschaft. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Nachbarkantone Zürich, Solothurn, Luzern und Bern sind im Jahr 2015 eingeladen, einen Teil ihrer eigenen, mit dem Aargau eng verbundenen Geschichte kennen zu lernen.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport
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