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Schweizerisch-jüdische Kulturgeschichte am Schauplatz erleben

Religiös geprägte Lebenswelten zwischen Ausgrenzung und Emanzipation werden am 3. August im Aargauer Dorf Endingen lebendig

Lengnau und Endingen im Aargauer Surbtal waren Ende des 18. Jahrhunderts die einzigen Ortschaften in der Schweiz, wo sich Juden dauerhaft niederlassen und eigene Gemeinden gründen durften. Die beiden Dörfer spiegeln die bewegte Geschichte der Schweizer Juden von der Ausgrenzung bis zur politischen Gleichberechtigung. Die dreiteilige Veranstaltung verbindet Wissenschaft, Literatur sowie Musik und lädt die Besucher ein, Geschichte und Geschichten am Originalschauplatz kennenzulernen. Der Anlass ist Teil der Veranstaltungsreihe "Aargau/Österreich 1814–2014" zur gemeinsamen Geschichte Österreichs und des Kantons Aargau.

Programm:

17.00 – 18.00 Uhr, Podiumsgespräch

zum Thema "Umgang mit jüdischen Minderheiten in der Schweiz und Österreich im 19. Jahrhundert." mit Dr. Markus Patka, Kurator Jüdisches Museum Wien und Dr. Stefanie Mahrer, Hebrew University of Jerusalem und Universität Basel. Moderiert wird das Gespräch von Roy Oppenheim, Autor, Publizist und Präsident Art-TV sowie verschiedener Kulturstiftungen.

18.15 – 19.45 Uhr, Literarischer Spaziergang

durch Endingen mit dem Schauspieler Walter Küng, basierend auf dem vor Ort spielenden Roman "Melnitz" von Charles Lewinsky.

20.00 – 21.00 Uhr, Konzert

mit "The Klezmer Connection". Die fünf hochklassigen und ambitionierten MusikerInnen präsentieren ihr neues Programm "Klezman!a, mit dem sie so sensibel wie kraftvoll die reichen Traditionen jiddischer Musik ins Heute transportieren.

Die drei kulturellen Programmpunkte können auch einzeln besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Treffpunkt ist für alle Programmpunkte jeweils die Synagoge am Eibenweg in 5304 Endingen/AG.

Veranstaltungsreihe "Aargau/Österreich 1814–2014"

Vor zweihundert Jahren begann der Wiener Kongress, welcher der zwanzigjährigen Periode der Revolutionskriege in Europa ein Ende setzte. Der Fortbestand des noch jungen Kantons Aargau wurde mit dem Wiener Kongress 1815 gesichert.

Der Kanton Aargau und die österreichische Botschaft nehmen das Jahr 2014 zum Anlass, im Rahmen einer Veranstaltungsreihe "Aargau/Österreich 1814–2014" der gemeinsamen Geschichte des Kantons Aargau und Österreichs zu gedenken. Das Museum Aargau ist mit drei Veranstaltungen beteiligt.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe Aargau/Österreich unter www.ag.ch/1814-2014 und www.museumaargau.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

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  • Departement Bildung, Kultur und Sport
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