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Das "Tor zum Paradies" schliesst sich

Ein Rückblick auf drei Jahre Jubiläumsaktivitäten im Kloster Königsfelden

Das Kloster Königsfelden diente den Habsburgern als Tor zum Paradies. Im 700-Jahre-Jubiläum 2010-2012 wurde dieses Tor in zahlreichen Veranstaltungen, historischen Werkstätten, Führungen und einer Ausstellung wieder aufgestossen. An der Schlussfeier vom 22. September richtet sich der Blick zurück auf die Jubiläumsaktivitäten. Gleichzeitig werden mit der Erscheinung eines neuen Buches weitere Kapitel zur Geschichte dieses einzigartigen Ortes aufgeschlagen.

Mit der Feier in der Klosterkirche geht das dreijährige Jubiläum „Tor zum Paradies – 700 Jahre Kloster Königsfelden“ zu Ende. Dieser Anlass steht in einer Reihe von Veranstaltungen, die in den letzten drei Jahren ein grosses Publikum zu mobilisieren vermochte. Spezielle Höhepunkte im Rahmenprogramm waren die Festlichkeiten zu Gedenkdaten der Klostergründung: das Lichtspektakel mit Gerry Hofstetter, die Produktionen von Flamencos-en-Route und die Königsfelder Festspiele, die das Thema des Klosterjubiläums aufnahmen. Diese Veranstaltungen liessen die Klosterkiche immer wieder neu erstrahlen. Das Jubiläumsprojekt hatte aber auch zum Ziel, die Geschichte der Klostergründung für ein breites Publikum erlebbar zu machen und die wissenschaftliche Forschung zur Klostergeschichte zu intensivieren. In Zusammenarbeit mit der Universität Zürich und dem Staatsarchiv des Kantons Aargau entstanden 2012 das Buch „Königsfelden. Königsmord, Kloster und Klinik“ und die Sonderausstellung "Reiches Kloster. Reine Seelen. Klösterlicher Alltag in Königsfelden". Ausserdem fanden zwei Fachtagungen zu Geschichtsvermittlung am Originalschauplatz und historischer Forschung statt.

Die Projektziele wurden umgesetzt

Für das Jubiläumsprojekt wurden vier Ziele definiert: Aus- und Aufbau der Geschichtsvermittlung in Königsfelden mit einer fundierten Wissensvermittlung, die Durchführung von Mitmachaktivitäten (hands-on) für ein breites Publikum, Projektworkshops für Jugendliche, sowie die Gestaltung einer Sonderausstellung. Anhand von drei Themen wurden die Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramme konzipiert. Es waren 2010 die Gründung und der Bau des Klosters. Als historische Persönlichkeit stand Königswitwe Elisabeth im Licht. 2011 wurden die Glasfenster und Elisabeths Tochter, Königin Agnes, thematisiert und 2012 hiess das Thema „Nonnen und Klosteralltag“ mit der Äbtissin Guta von Bachenstein. Für die Besichtigung der Kirche entstand ein Audiovisueller Rundgang mit den drei Jubiläumsthemen.

Werkstätten begeisterten Familien

Mit der mittelalterlichen Klosterbauhütte im ersten Jubiläumsjahr 2010, dem Glasatelier 2011 und der Klosterapotheke 2012 wurden drei attraktive und publikumsnahe Angebote realisiert. Klein und Gross übten sich in historischem Handwerk. Die Kombination von Vermittlung historischen Wissens mit aktiver Betätigung entspricht einem steigenden Bedürfnis, vor allem beim jungen Publikum.

Die Ausstellung als Höhepunkt des dreijährigen Klosterjubiläums

2012 war die Sonderausstellung "Reiches Kloster. Reine Seelen. Klösterlicher Alltag in Königsfelden" zu sehen. Das Publikum wurde ins Jahr 1312 versetzt, als die ersten Nonnen in das Kloster einzogen. Über den audiovisuellen Guide führte die Äbtissin Guta von Bachenstein an sechs inszenierte Stationen im Innenraum der Kirche und auf das ehemalige Klosterareal mit einem nachgebauten Klostergarten.

Ein Klostermarkt ist die letzte Veranstaltung im Klosterjubiläum

Allerletzte Veranstaltung in der Jubiläumsreihe ist der Klostermarkt am 29. und 30. September 2012. Von Marktständen heutiger und ehemaliger Klöster mit ihren Produkten bis zu einem attraktiven Rahmenprogramm mit Mitmachaktionen wird der Klosteralltag nochmals auf sinnliche Weise vermittelt.

Das Klosterjubiläum ist zu Ende. Was bleibt?

Viele im Klosterjubiläum entwickelten Vermittlungsangebote werden auch künftig weiter geführt. Der Klostergarten steht nächstes Jahr für Workshops und Führungen zur Verfügung und die Ausstellung "Reiches Kloster. Reine Seelen. Klösterlicher Alltag in Königsfelden" wird ab Juni 2013 für vier Monate wieder aufgebaut. Der Audiovisuelle Guide mit drei thematischen Führungen bleibt im Angebot. Der Workshop „Paradiesische Zustände“ für Jugendliche hat mit seiner aussergewöhnlichen Herangehensweise an historische und religiöse Themen selbstkritisch oder ablehnend eingestellte Jugendliche überzeugt und wird 2013 weitergeführt. Neben der neuesten Publikation zur Geschichte des Klosters entstand auch ein neuer GSK-Führer zum Kloster Königsfelden. Aber ganz wichtig ist das erweiterte Wissen, das aus der intensivierten wissenschaftlichen Forschung für künftige Programme in Königsfelden zur Verfügung steht.

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Bildmaterial unter: Medien

  • Departement Bildung, Kultur und Sport
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