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Ostumfahrung Suhr: Überzeugende Lösung für Überführung Bernstrasse Ost

Projekt "Integral" geht als Sieger aus dem Projektwettbewerb hervor

Die Anbindung der geplanten Ostumfahrung Suhr an die Bernstrasse Ost konnte mit der bisher vorliegenden Vorstudie nicht überzeugend gelöst werden. Aufgrund der prominenten Lage sah das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) als Bauherrin die Einbindung in den Siedlungs- und Landschaftsraum und die Gestaltung als besonders wichtig an und führte deshalb einen Projektwettbewerb durch. Das Preisgericht hat das Projekt "Integral" einstimmig zum Siegerprojekt erkoren. Die Wettbewerbsprojekte werden heute Freitagabend, 15. Februar 2019, an einer Vernissage präsentiert und sind vom 16. Februar bis am 2. März 2019 in einer öffentlichen Ausstellung im Pfister-Center in Suhr zu sehen.

Der Verkehrsfluss der Bernstrasse Ost von und nach Suhr wird durch den Bahnübergang am Siedlungsrand massiv beeinträchtigt. Schon heute sind die Schliesszeiten der Barrieren sehr lang – nicht nur aufgrund des Personenzugverkehrs, sondern auch wegen des intensiven Rangierverkehrs zwischen dem Bahnhof Suhr und dem Industriegebiet Suhr–Buchs. Die SBB sehen für die Linie Zofingen–Lenzburg zudem eine Fahrplanverdichtung vor, die das Problem zusätzlich verschärfen wird. Deshalb soll mit der Ostumfahrung eine Überführung errichtet werden, die westlich der Bahngleise die Bernstrasse aufnimmt und östlich davon an die neue Umfahrungsstrasse anbindet. Die Ostumfahrung ist eine Teilmassnahme des Gesamtprojekts "Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr – VERAS".

In der Vorstudie zur Ostumfahrung wurde für die Überführung eine Lösung entworfen, die im Wettbewerb als Amtsvorschlag bezeichnet wurde. Sie versuchte zwar den komplexen Randbedingungen bestmöglich Rechnung zu tragen, konnte die Bauherrschaft letztlich aber nicht in jeder Hinsicht überzeugen. Da die Überführung das Orts- und Landschaftsbild Suhrs in den nächsten 80 bis 100 Jahren prägen wird, entschied das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), den Amtsvorschlag im Rahmen eines Projektwettbewerbs alternativen Lösungen gegenüberzustellen. Die Vorgabe: Die Brücke soll nicht nur zweckmässig, sondern auch gestalterisch ansprechend und mit ihrer Umgebung verträglich sein.

Dieser Projektwettbewerb ist ein Teilprojekt der Ostumfahrung Suhr. Insgesamt acht Planerteams bewarben sich auf die Ausschreibung, wovon fünf Teams vom Preisgericht zur Weiterbearbeitung zugelassen wurden*.

Einstimmige Empfehlung des Preisgerichts

Das Preisgericht war aus Vertretern des BVU, der Gemeinde Suhr und Fachpreisrichtern zusammengesetzt. Es empfiehlt das Projekt "Integral" einstimmig zur Weiterbearbeitung. Die vorgeschlagene Lösung zeichnet sich durch eine langgezogene Linienführung aus, die mit Selbstverständlichkeit die Fahrtrichtung aufnimmt. Der Anschluss der Umfahrungsstrasse und der Ortseinfahrt Suhr findet in einem Kreisel nahe der Wynabrücke statt. Die Wahl der linearen Führung mit Kreisel ergibt eine überzeugende Einfügung in die Topographie, die dem Landschaftsraum seine Kontinuität belässt. Die Anschlussbauten konzentrieren sich in einem bereits bebauten Bereich um den Kreisel.

Die schmale Fahrspur lässt den Baukörper schlank wirken. Seine geschwungene Linie verleiht ihm eine organische Form. Das Querschnittsprofil, die V-förmigen Stützen und die entsprechend grossen Spannweiten sind sorgfältig ausgearbeitet. Die dadurch entstehende Transparenz und die umsichtige Gestaltung der Anschlüsse ergeben eine elegante Lösung.

"Integral" überzeugt mit seiner Antwort auf die komplexen und vielfältigen Randbedingungen. Die vorgeschlagene Lösung integriert sich bestmöglich in den heutigen Landschafts- und Siedlungsraum und hat das Potential, auch neben zukünftigen Siedlungsentwicklungen zu überzeugen.

Am Projekt "Integral" sind folgende Firmen beteiligt: Bauingenieur: Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH, Aarwangen; Architekt: Lukas Ingold, Zürich; Verkehrsplaner: WAM Planer und Ingenieure AG, Solothurn; Landschaft und Umwelt: Wegpunkt, Dr. Christian Gnägi, Herzogenbuchsee.

Weiterer Zeitplan

Der Abschluss des Projektwettbewerbs zur Überführung Bernstrasse Ost ist ein wichtiger Meilenstein im Projekt Ostumfahrung Suhr. Das Ziel ist die Festsetzung der Ostumfahrung im Richtplan bis Ende 2020. Parallel dazu wird das Bauprojekt ausgearbeitet und voraussichtlich 2022 öffentlich aufgelegt. Der Baubeginn für die Ostumfahrung ist im Jahr 2024 geplant. Der Zeitplan ist allerdings abhängig von allfälligen Einsprachen.

Visualisierungen des Siegerprojekts

  1. Barrierre
    Barrierre
  2. Kreisel
    Kreisel
  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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