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Mit Papa Moll, Karamell und sogar aus der Luft: Die aussergewöhnliche Expedition 2018 des Museum Aargau ist erfolgreich am Ziel!

Das Museum Aargau blickt auf ein ereignisreiches Kulturerbejahr zurück und freut sich, im 2019 das Jahresthema «Gaumenfreuden! Essgeschichten aus 2000 Jahren» präsentieren zu können.

Im europäischen Kulturerbejahr rollte das Museum Aargau den roten Teppich für seine Schätze aus. Unter dem Titel «EXPEDITION 2018! Entdecke wundervolle Schätze» haben über 270'000 Besucherinnen und Besucher auf mehr als 19 Touren 888 ausgewählte Objekte entdeckt und deren Geschichte(n) erfahren. Ob mit der Lupe unterwegs im Schloss Lenzburg, als archäologischer Forscher im Römerlager Vindonissa oder mit der Familie auf Schatzsuche in den Schlössern: Immer und überall gab es zahlreiche überraschende Erlebnisse. Ein wegschmelzendes Karamellzimmer auf Schloss Hallwyl, die virtuelle IndustriekulTour Aabach, «echte» Kamele im Römerlager und eine Schlössertour per Flugzeug waren weitere beliebte Highlights im Museumsjahr 2018.

Über 270'000 Besucherinnen und Besucher zählte das Museum Aargau im vergangenen Jahr an seinen neun Standorten. Dabei wurden insgesamt 2'254 Angebote genutzt: von Führungen für Gruppen und Schulklassen bis hin zu öffentlichen Veranstaltungen. Mehr als 4'000 Personen übernachteten im Legionärspfad Vindonissa und 12'472 Personen nutzten den Foxtrail bei den Schlössern Lenzburg und Wildegg, im Legionärspfad und im Kloster Königsfelden.

Museum Aargau öffnete erstmals regelmässig sein Sammlungszentrum

Sie wurde bisher hinter verschlossenen Türen aufbewahrt, 2018 war sie erstmals regelmässig einmal im Monat anlässlich von Führungen zu sehen: die Historische Sammlung des Museum Aargau mit ihren über 55'000 Objekten, die im Sammlungszentrum von Egliswil den Geschichtsspeicher des Kantons Aargau bilden. An vier Objekt-Talks im Sammlungszentrum gab es Gespräche rund ums Sammeln mit speziellen Gästen, darunter der weltweit bekannte Orgel-, Textil- und Kostümsammler Wolfgang Ruf. Ausserdem waren an den Standorten des Museum Aargau 888 besondere Objekte aus der Sammlung zu entdecken.

Besucherstarker Mittelaltermarkt, Papa Moll, eine Wunderkammer und ein Zimmer aus Karamell

Im Schloss Lenzburg war der Betrieb wegen der Baustelle für die Sanierungsarbeiten im Ritterhaus und am Bernerhaus (vormals Stapferhaus) während der ganzen Saison eingeschränkt. Eine kleine Kabinettausstellung thematisierte das Sammeln, denn auch die ehemaligen privaten Schlossherren Jessup und Ellsworth waren leidenschaftliche Sammler. In vier Vitrinen gab es aussergewöhnliche Originale zu bestaunen, darunter die originale Papa-Moll-Puppe aus den 1950er-Jahren. Trotz der Bauarbeiten war auch der nach wie vor beliebte Mittelaltermarkt im September mit 9'000 Personen sehr gut besucht: Dies entspricht einer Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahr.

150 ausgewählte Objekte waren in einer Wunderkammer im Schloss Hallwyl zu sehen. Sie spiegelten das bewegte Leben des illustren Schlossherrn Hans von Hallwyl (1835-1909). Nationale Beachtung fand das Karamellzimmer der international renommierten Schweizer Künstlerin Ursula Palla: Aus Karamell hergestelltes Mobiliar schmolz im Laufe der Sommermonate weg und erinnerte damit an die Vergänglichkeit von Objekten; ein Kontrapunkt im Kulturerbejahr zur Arbeit der Konservatoren, deren Aufgabe es ist, für eine möglichst lange Lebensdauer von Objekten zu sorgen. Eine sportliche Premiere gab es im Oktober im Schloss Hallwyl: Erstmal führte der Hallwilerseelauf durch den Schlosshof, so dass die traditionellen Mosttage mit dem Herbstmarkt im Schlosshof erstmals erfolgreich an einem separaten Wochenende stattfanden.

Das sprechende Schloss Wildegg und die faszinierende Arbeit der Restauratoren

Eine neue Besucherattraktion wurde im Frühling auf Schloss Wildegg eingeweiht. In sieben Räumen – durch das ganze Schloss verteilt – wurden grosse «Porträts» in klassischen Bilderrahmen aufgehängt. Zu sehen sind darauf ehemalige Schlossbewohnerinnen und Schlossbewohner – von Kaspar Effinger über einen Habsburger bis zur Zofe, die die Besucherinnen und Besucher begrüssen. Steht man vor einem der Porträts, «erwacht» dieses: die Schlossbewohner erzählen auf kurzweilige Art Geschichten aus dem Schlossleben auf Wildegg. An vier Veranstaltungen konnte man den Restauratoren bei ihrer Arbeit über die Schultern blicken. Hautnah erlebte das Publikum, wie Gold- und Holzobjekte, historische Gewänder und kostbare Bücher über die Jahrhunderte erhalten werden. In Workshops konnten die Besucherinnen und Besucher selber Hand anlegen.

Noch näher ran! Digital und mit dem Feldstecher die Klosterkirche Königsfelden neu entdecken

Die digitale Wissensvermittlung hat in der mittelalterlichen Klosterkirche Einzug gehalten. Was bisher nur auf Führungen vermittelt wurde, wird nun auch für Individualbesucherinnen und -besucher möglich. Mit einem Tablet in Gestalt eines mittelalterlichen Buches ausgerüstet, machen sich die Besuchenden selbständig auf Tour. Nähern sie sich einem Originalobjekt, erscheinen auf dem Tablet wissenswerte Informationen. In knapp 45 Minuten erfährt man auf einem selbst gewählten Rundgang das Wichtigste zu den Objekten und zu 700 Jahren bewegter Geschichte; und insbesondere auch zu den eindrücklichen Glasfenstern aus dem 14. Jahrhundert. Dazu blättert man auf dem Tablet wie in einem Buch und bekommt die Szenen auf den Fenstern erklärt. In die gleiche Richtung zielte die «Glasgeschichten-Tour». Per Feldstecher entdeckte man die auf den Fenstern abgebildeten Bibelfiguren und Persönlichkeiten aus dem Mittelalter, welche von blossem Auge schwer erkennbar sind.

Superstar, echte Kamele, «Roots» und eine archäologische Tour im Vindonissa Museum

Das Römerlager Vindonissa mit dem Vindonissa Museum und dem Legionärspfad Vindonissa machte im vergangenen Jahr mit spektakulären Veranstaltungen und neuen Vermittlungsformen auf sich aufmerksam. So wurde am traditionellen Eröffnungsfest im Legionärspfad Vindonissa der römische Superstar gesucht und vom Publikum begeistert gefeiert. Am Römertag hatten neben den Gladiatoren auch echte Kamele einen grossen Auftritt; und das neu lancierte Vindonissafestival «Roots» führte während fünf Tagen rund um das Vindonissa Museum ein neues Publikum auf die multikulturellen Spuren des Römischen Reiches.

Beliebt war auch die Forscher-Tour durch das Römerlager, welche das Vindonissa Museum mit dem Legionärspfad Vindonissa verbindet.

Wer je einmal den Wunsch hegte, einen Schatz zu heben, kann sich diesen seit August im Vindonissa Museum in Brugg erfüllen. Dort schlüpfen die Museumsbesucherinnen und -besucher in die Rolle eines Archäologen und spüren einem echten Schatz, einem römischen Originalfund aus Vindonissa, nach. Das interaktive Angebot, ein Mix aus Ausstellung und Erlebnistour, speziell ausgerichtet auf Familien und Schulklassen, bleibt nach gutem Start auch 2019 verfügbar.

Zeitreisen! IndustriekulTOUR Aabach – Von Herrschaften, Arbeitern und Fabrikanten am Aabach

Augmented- und Virtual-Reality-Darstellungen machen eine aussergewöhnliche Zeitreise möglich! Fabrikanten, Herrschaften und Arbeiter «erwachen» dank Smartphone oder Tablet zum Leben. Am Aabach wurde im März mit der «IndustriekulTOUR Aabach» erstmals im Aargau ein virtueller Museumsraum eröffnet. Die IndustriekulTOUR Aabach, eine Kooperation des Museum Aargau mit dem Museum Burghalde Lenzburg und dem Verein Industriekultur am Aabach, ist für Erwachsene und Familien ein überaus packendes Freizeitvergnügen. Auf eigene Faust und je nach Lust und Zeitbudget kann man die IndustriekulTOUR komplett oder in Etappen «erwandern».

Starke Kooperationspartner: Setzlinge, Tanz, Märchen und Genuss!

Im Rahmen von Veranstaltungen setzte das Museum Aargau auch im vergangenen Jahr auf starke Kooperationspartner. So etwa beim traditionellen Setzlingsmarkt auf Wildegg mit dem langjährigen Partner, der Stiftung «ProSpecieRara». Der Anlass zog ein Publikum aus der ganzen Schweiz an.

Eine überregionale Ausstrahlung hatten auch die Aufführungen des pädagogischen Kunstprojekts «kopfüber» anfangs Juni in der Klosterkirche Königsfelden, entstanden aus der bereits über zehn Jahre andauernden Kooperation mit dem Verein «tanz & kunst königsfelden».

Zusammen mit dem Verein «Klapperlapapp» wurde erstmals das Märchen- und Geschichtenfestival auf Schloss Wildegg ausgetragen, ein besonderes Highlight für Familien. National bekannte Märchenerzählerinnen und -erzähler, zauberhafte Figuren und magische Spiele verwandelten Schloss und Schlosshof in ein Märchenland und eroberten die Herzen der Kinder und ihrer Eltern im Sturm.

Und mit dem ebenfalls neuen Kooperationspartner «Slow Food Schweiz» wurde der traditionelle Tulpenzwiebelmarkt auf Schloss Wildegg um einen Genussmarkt mit Trüffelsuche im Wald erweitert.

Jahresthema 2019: «GAUMENFREUDEN! Erlebe Essgeschichten aus 2000 Jahren»

2019 wird ein genussvolles Jahr werden! Alles dreht sich um Ess- und Trinkgeschichte(n) aus zwei Jahrtausenden; um die Kunst des Kochens und die Küche, um Esstrends, Gesundheit und lukullische Freuden. Die Hauptrolle spielt dabei ein von Museum Aargau herausgegebenes Kochbuch mit seltenen Rezepten aus dem Mittelalter zum Nachkochen. Im Angebot stehen weiter vergessene Delikatessen der Römer, Festschmäuse und imposante Wirtshausschilder aus der Historischen Sammlung. Und selbstverständlich überraschen auch die Menükarten in den Bistros mit einem entsprechenden Speise und Getränkeangebot.

Vernissage am Dreikönigstag in der Klosterkirche Königsfelden

Exklusiv für einen Tag öffnet die Klosterkirche am Sonntag, 6. Januar 2019 zur Lancierung des Jahresthemas ihre Türen. Es gibt einen ersten Einblick in das Programm, eine Grussbotschaft von Regierungsrat Alex Hürzeler. Die Drei Könige geben sich die Ehre und bringen feine Happen nach römischer, mittelalterlicher und barocker Tradition. Und mit Hilfe eines riesigen Königskuchens wird an diesem öffentlichen Anlass der Aargauer König oder die Aargauer Königin 2019 erkoren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

  • Departement Bildung, Kultur und Sport
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