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Dr. med. Hareschandra Shah aus Klingnau darf ab sofort nicht mehr praktizieren

Wichtiger Zwischenentscheid des Bundesgerichts

Dr. med. Hareschandra Shah, Arzt in Klingnau, darf ab sofort und bis auf weiteres keine ärztliche Tätigkeit mehr ausüben. Diesen Zwischenentscheid verfügte das Bundesgericht am 27. November 2018. Somit wird der vom Departement Gesundheit und Soziales (DGS) angeordnete Entzug der Berufsausübungsbewilligung wirksam.

Am 8. Mai 2008 wurde Dr. Shah im Kanton Aargau die Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung als Arzt erteilt. Wegen Verstosses gegen die Berufspflichten durch Missachtung des Selbstdispensationsverbots, der Betäubungs- und Heilmittelgesetzgebung sowie der Fortbildungspflicht wurde er mit Verfügung des DGS im September 2014 mit einer Verwarnung und einer Busse von 3000 Franken diszipliniert. Hareshchandra Shah wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Zurzach vom 30. März 2016 zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von zwei Jahren und einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen sowie einer Busse von 8000 Franken verurteilt wegen mehrfacher, teilweise qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Mit Verfügung vom 24. November 2017 entzog das DGS die Berufsausübungsbewilligung von Hareshchandra Shah als fachlich selbstständig tätiger Arzt im Kanton Aargau wegen fehlender Vertrauenswürdigkeit. Diesen Entscheid akzeptierte der Arzt nicht. Seine Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Aargau blieb erfolglos. Die gegen den regierungsrätlichen Entscheid vom 4. April 2018 erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 12. September 2018 ab.

Dagegen erhob der Arzt Beschwerde beim Bundesgericht. Der Entzug der Berufsausübungsbewilligung ist gemäss Bundesgerichtsentscheid ab sofort wirksam, dies bis auf Weiteres, bis zum Endentscheid des Bundesgerichts. Das heisst, Dr. med. Hareshchandra Shah ist ab sofort keinerlei ärztliche Tätigkeit in freier Praxis im Kanton mehr erlaubt.

DGS-Sprecherin Karin Müller: "Wir erwarten von Dr. Shah umgehend die Umsetzung des Entscheides, das heisst, dass eine Nachricht auf seinem Telefonbeantworter auf die aktuelle Praxisschliessung hinweist und die Patientinnen und Patienten die Information erhalten, wie sie ihre Krankengeschichten beziehen können."

  • Departement Gesundheit und Soziales
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