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Leichter Anstieg der Sozialhilfequote im Aargau

Sozialhilfestatistik 2017

Im Kanton Aargau bezogen im Jahr 2017 15'000 Personen verteilt auf 9'364 Dossiers Sozialhilfe. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 3,0 Prozent bei den Dossiers und 3,3 Prozent bei den unterstützten Personen. Die Sozialhilfequote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent. Sie liegt damit weiterhin deutlich unter der gesamtschweizerischen Quote (2016: 3,3 Prozent).

Die Sozialhilfequote im Kanton Aargau stieg 2017 leicht an, um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent. Die Entwicklung passt zum Trend, der sich bei Betrachtung eines längeren Zeitraums zeigt: Die Zahl der unterstützten Personen im Kanton Aargau hat seit 2008 um 4'082 zugenommen (+37,4 Prozent), die Zahl der Dossiers um 3'101 (+49,5 Prozent). Dieser Anstieg lässt sich zum Teil mit dem Bevölkerungswachstum erklären (+81'900 Personen, +14,1 Prozent seit 2008). Die Sozialhilfequote, also der Anteil der Sozialhilfebeziehenden an der Gesamtbevölkerung des Vorjahres, ist im selben Zeitraum von 1,9 Prozent auf 2,3 Prozent gestiegen.

Lebensalter beeinflusst Sozialhilferisiko

Kinder und Jugendliche bildeten mit Abstand die grösste Altersgruppe unter den Sozialhilfebeziehenden – fast jede dritte unterstützte Person war 2017 minderjährig. Bei dieser Gruppe lag mit 3,7 Prozent auch die Sozialhilfequote am höchsten. Die Sozialhilfequote ist in den vergangenen zehn Jahren bei allen Altersgruppen angestiegen, ausser bei den ältesten Sozialhilfebeziehenden (über 65 Jahre). Während die Zahl der Seniorinnen und Senioren in diesem Zeitraum stark zunahm (+30,6 Prozent), ist die Sozialhilfequote in diesem Bevölkerungssegment gesunken (2008: 0,5 Prozent, 2017: 0,3 Prozent). Das ist auch auf gesetzgeberische Massnahmen des Kantons zurückzuführen.

Doppelt so viele Frauen wie Männer neben dem Sozialhilfebezug erwerbstätig

Knapp ein Viertel aller Sozialhilfebeziehenden im erwerbsfähigen Alter, nämlich 2'520 Personen, erzielten ein Erwerbseinkommen. In dieser Gruppe waren die Frauen mit 62,8 Prozent stark übervertreten. Der Anteil der Frauen, die eine oder mehrere Teilzeitstellen innehatten, war doppelt so hoch wie jener der Männer. Hingegen gab es nur halb so viele Frauen wie Männer, die neben dem Sozialhilfebezug in einem Vollzeitpensum arbeiteten.

  • Departement Finanzen und Ressourcen
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