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PSI und EPFL gründen Forschungsbereich Datenwissenschaften

 
Christian Rüegg, Direktor des Paul Scherrer Instituts PSI, will unter anderem die Verarbeitung der gewaltigen Datenmengen, die an den Grossforschungsanlagen entstehen, in einem eigenen Forschungsbereich optimieren. Bild: Scanderberg Sauer Photography

Villigen AG - Die Schweizer Datenwissenschaft bekommt ein neues organisatorisches Fundament. Das Paul Scherrer Institut (PSI) hat gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) seinen sechsten Forschungsschwerpunkt „Computergestützte Wissenschaften, Theorie und Daten“ gegründet.

Das Paul Scherrer Institut (PSI) hat seinen Forschungsbereich erweitert. Gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) gründet es seinen sechsten organisatorischen Schwerpunkt „Computergestützte Wissenschaften, Theorie und Daten“.

„Computergestützte Wissenschaften und das Nutzen von Hochleistungsrechnern sind am PSI zwar alles andere als neu“, wird Direktor Christian Ruegg in einer Medienmitteilung zitiert. „Wir geben diesen jetzt aber ein angemessenes Fundament in unserer Organisation und damit die Möglichkeit, wichtige Entwicklungen bei diesen Zukunftsthemen noch besser aufzugreifen und verstärkt zu bearbeiten.“

Eine besonders enge Zusammenarbeit sei mit dem Nationalen Forschungsschwerpunkt MARVEL (Materials' Revolution: Computational Design and Discovery of Novel Materials) an der EPFL geplant. „Durch diese Zusammenarbeit können wir die internationale Spitzenposition der Schweiz in vielen zukunftsweisenden Bereichen weiter ausbauen – darunter die Materialwissenschaften, Energieforschung, Chemie und Biologie –, indem wir Simulationen von Materialien und Molekülen direkt mit den Ergebnissen der Grossforschungsanlagen des PSI verbinden“, so MARVEL-Leiter Nicola Marzari.

Für die dafür notwendigen enormen Rechenkapazitäten verliessen sich die Institutionen des ETH-Bereichs auf das nationale Hochleistungsrechenzentrum in Lugano, das Centro Svizzero di Calcolo Scientifico der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). In absehbarer Zeit soll auch der im Frühjahr von ETH und PSI gemeinsam gegründete Quantum Computing Hub Hardware für innovatives Rechnen liefern. Laut Ruegg sind Hochleistungsrechner mit flexibler Architektur „entscheidend, um aus den stark wachsenden Datenmengen der modernen Forschung das Maximum an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen herauszuholen“. mm

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