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Fokusthema digitale Innovationen #8: "Augmented Reality wird in unserem Alltag Einzug finden und uns bei täglichen Herausforderungen unterstützen."

Die Standortförderung geht 2020 den Dingen auf den Grund und stellt Themen in den Fokus, welche den Kanton Aargau prägen. Bei unserem zweiten Fokusthema dreht sich alles um digitale Innovationen in und aus dem Kanton Aargau. Heute im Interview: Rajan Wegmann, CEO & Verantwortlicher Customer Relations bei Echtzeit GmbH. Ob virtuelle Immobilienbesichtigung, 3D-Produkteviewer oder digitaler Messestand – das Aargauer Unternehmen benutzt Echtzeitvisualisierungen, um bestehende Prozesse nachhaltig zu verbessern. Rajan Wegmann bezieht Stellung zu den Herausforderungen von Augmented und Virtual Reality-Technologien, gibt Einblicke in das Echtzeit-Projekt "AR-Wind" und den Vorteilen des Kantons Aargau.

Standortförderung: Sie setzen mithilfe von Virtual oder Augmented Reality komplexe Ideen in nachhaltige Projekte um. Wie können diese Technologien Ihrer Meinung nach Unternehmen unterstützen?

Rajan Wegmann: Im Wesentlichen geht es bei unseren Lösungen um Prozessoptimierung durch visuelle Kommunikation von Informationen. Das heisst, wir nutzen Echtzeitvisualisierungen, also Bewegtbilder, um bestehende Prozesse nachhaltig zu verbessern, oder gar neu zu gestalten.
Das "wie" ist dabei sehr vielseitig und richtet sich nach Kunde, Projekt und Bedürfnis. Ob virtuelle Immobilienbesichtigung, 3D-Produkteviewer auf dem Smartphone, virtuelle Schulung für neue Mitarbeiter oder ein digitaler Messestand – gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern realisieren wir innovative und zukunftsweisende Projekte. Aber auch Unternehmen darin zu unterstützen, nicht den Anschluss an Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung zu verlieren, ist ein zentraler Aspekt unserer Tätigkeiten.

Standortförderung: Ob nun Augmented Reality, Virtual Reality oder Mixed Reality – wo sehen Sie die grössten Herausforderungen bei diesen Technologien?

Wegmann: Da diese Technologien ursprünglich aus der Spieleentwicklung kommen, ist sicherlich eine der Herausforderungen, deren Bekanntheit in anderen Industrien zu fördern und das Bewusstsein über das enorme Potential zu schaffen. Des Weiteren gilt es, gute und vor allem sinnvolle Lösungen für unterschiedlichste Unternehmen mit eigenen Bedürfnissen zu entwickeln. Durch die neuartige technische Umgebung muss auch in der Entwicklung viel Altbewährtes neu überdacht und mit innovativen Ansätzen gemeistert werden. Vor allem Augmented Reality wird in unserem täglichen Leben Einzug finden und uns bei alltäglichen Herausforderungen unterstützen.

Standortförderung: Können Sie uns Ihr Projekt der Augmented Reality-App "AR-Wind" beschreiben?

Wegmann: Das AR-Projekt entstand vor dem Hintergrund der Energiewende und in enger Zusammenarbeit mit den Forschungsgruppen integrative Ökologie und erneuerbare Energien der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Ziel war es, Bürgern mittels visueller Repräsentation von geplanten Windturbinen in der realen Umgebung eine neutrale, visuelle Entscheidungsgrundlage für Abstimmungen zu bieten.
Mithilfe von GPS-Daten ermöglicht die von uns entwickelte AR-App eine genaue Positionierung der virtuell erstellten Windturbinen in der Landschaft - in exakter Grösse und Ausrichtung. Dies erlaubt dem Nutzer mit Hilfe von AR-fähigen Endgeräten, wie Smartphones und Tablets, eine realistische Besichtigung der Objekte vor Ort.

Standortförderung: Was waren die grössten Herausforderungen beim Projekt?

Wegmann: Grundsätzlich ist die Augmented-Reality Technologie für die Nutzung auf nahem und engem Raum ausgelegt. Die grosse Herausforderung bei unserem Projekt war also, die gegebenen technischen Grenzen und Limitation zu umgehen und die Applikation für Aussenanwendungen auf grosse Distanzen nutzbar zu machen. Neben der Platzierungsgenauigkeit der Turbinen und der Terrainverdeckung gab es viele weitere Herausforderungen, welche besonderes Verständnis von technologischen, physikalischen und mathematischen Rahmenbedingungen erforderte, um diese erfolgreich zu meistern.

Standortförderung: Sie wurden vom Hightechzentrum Aargau und dem Forschungsfond Aargau unterstützt – wofür ist diese finanzielle Unterstützung eingesetzt worden?

Wegmann: Der gewonnene Förderbeitrag in der Kategorie "innovative Entwicklungsprojekte" ermöglichte unserem damals noch jungen Unternehmen die wertvolle Zusammenarbeit mit unserem Forschungspartner, der ZHAW. Die gemeinsame Projektarbeit leistete einen wichtigen Beitrag für unsere Softwareentwicklung.
Indirekt ergab sich dadurch eine weitere Förderung des Bundesamts für Energie (BFE). Diese ermöglichte es unserem Forschungspartner unter anderem, für das Projekt eine empirische Feldstudie vor Ort durchzuführen.

Standortförderung: Aus welchem Grund haben Sie sich für den Standort Aargau für Ihren Firmensitz entschieden?

Wegmann: Als international tätiger Softwareentwickler arbeiten wir grundsätzlich digitalisiert und oft dezentral, also von verschiedenen Standorten aus. Trotzdem war uns ein zentraler Standort in der deutschsprachigen Schweiz mit guten Vernetzungsmöglichkeiten wichtig. Wir sehen den Kanton Aargau als spannenden, aufstrebenden und authentischen Wirtschaftsstandort und möchten viele Unternehmen, Organisationen und Institutionen mit unseren Lösungen unterstützen.

junger Mann

Rajan Wegmann
Echtzeit GmbH
CEO & Customer Relation

(vom 03. August 2020)


Projektleiterin Standortmarketing

Telefon direkt: +41 62 835 24 49

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