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Neues Konzept zur Standortförderung für Brugg Regio

Wie schaffen wir es, die Region Brugg als starke Wirtschaftsregion mit hoher Lebensqualität zu etablieren? Dreissig Vertreter aus Gemeinde, Wirtschaft, Bildung, Forschung, Freizeit, Regionalplanung, Wohnen sowie Mobilität/ÖV stellten sich diese Frage und erarbeiteten in mehreren Workshops ein neues Standortförderkonzept.

Hohe Lebensqualität und eine starke Wirtschaft machen eine Region attraktiv. Attraktiv für Menschen und Firmen, die bereits in einer Region verankert sind, aber auch für Interessierte, die einen Zuzug in Betracht ziehen. Was braucht es also, damit sich Firmen im Raum Brugg ansiedeln, Menschen hierherkommen, um zu arbeiten und am besten auch in der Nähe wohnen? Was für Bedingungen wollen Studierende und Forschende vorfinden?

In den vergangenen Jahren sind bereits gute Grundlagen geschaffen worden, welche die Attraktivität der Region Brugg gefördert haben. Es hat sich jedoch gezeigt, wie wichtig es ist, sich im Standortwettbewerb ein klares Profil bezüglich Attraktivität von Lebens- und Arbeitsqualität zu geben und die Kräfte zu bündeln. Deshalb ist für die Workshop-Teilnehmer klar: Der Bereich Wirtschaft muss in den Fokus des Standortkonzeptes gerückt werden.

Keine andere Region profitiert so stark von den kurzen Wegen zwischen den Forschungs- und Bildungseinrichtungen zu den ansässigen KMUs. Ziel ist es, genau dies stärker in den Vordergrund zu stellen und in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Durch ein systematisches Flächenmanagement sollen Unternehmen zudem bei der Standortsuche besser unterstützt werden.

Den oft genannten Fachkräftemangel spüren die meisten der hier ansässigen Firmen schon lange. Und eine Besserung ist nicht in Sicht. Doch die Region bietet so viele Forschungs- und Studienplätze, dass unzählige Möglichkeiten bestehen, den Absolventen nach dem erlangten Abschluss einen attraktiven Arbeitsplatz bieten zu können. Das neue Konzept wird seinen Schwerpunkt darauflegen, den neuen Fachkräften die Vorteile der Region aufzuzeigen und sie zum Bleiben anzuregen. Dafür wird auch das regionale Engagement für Freizeitattraktivität erhöht werden. Bestehende touristische Angebote sollen stärker bekannt gemacht und für zielgruppenorientierte Angebote mehr Synergien geschaffen werden.

Für eine optimale Zusammenarbeit der einzelnen Akteure ist ein besserer und schnellerer Informationsfluss an den Schnittstellen gefordert. Deshalb wird Brugg Regio künftig als eine dialogorientierte Drehscheibe fungieren, wo Informationen zu den für die Region relevanten Themen ausgetauscht und Projekte in variablen Zusammensetzungen realisiert werden können. Richard Plüss, Präsident von Brugg Regio, ist überzeugt: "Die gemeinsamen Interessen von Gemeinden und Wirtschaft, Bildungs-, Forschungs- und Freizeitinstitutionen sind grösser als allfällige Unterschiede. Dies gilt es zu nutzen und wo möglich, gemeinsam nach aussen zu vertreten."

Das neue Konzept braucht Ressourcen. Erfreulich, dass sich der Vorstand von Brugg Regio gleichzeitig auf die Erhöhung des Stellenpensums in der Geschäftsstelle einigen konnte, um die geplanten Aufgaben angehen zu können.

Simone Meyer, die als Projektleiterin der Standortförderung Aargau Services die Workshops moderierte und die Prozesse begleitete, ist zufrieden: "Die Teilnehmenden waren sehr engagiert und zeigen eine grosse Bereitschaft für die weitere Mitwirkung. Das ist eine gute Ausgangslage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und die Umsetzung der kommenden Projekte."

(vom 24. September 2019)

Thilo Capodanno
Geschäftsstellenleiter Brugg Regio
Leiter Standortförderung

Ursi Sydler
Fachassistentin Standortförderung Brugg Regio

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