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Gefährdungsmeldungen

Gemäss Betäubungsmittelgesetz Art. 3c besteht eine Meldebefugnis (keine Meldepflicht) für Menschen mit vorliegenden oder drohenden suchtbedingten Störungen.

Wer kann eine Gefährdungsmeldung vornehmen?

Amtsstellen und Fachleute im Erziehungs-, Sozial-, Gesundheits-, Justiz- und Polizeiwesen können Gefährdungsmeldungen vornehmen. Im Rahmen ihrer amtlichen oder beruflichen Tätigkeit können Amtsstellen und Fachleute Personen mit vorliegenden oder drohenden suchtbedingten Störungen melden, wenn eine erhebliche Gefährdung der Betroffenen, ihrer Angehörigen oder der Allgemeinheit vorliegt und wenn sie eine Betreuungsmassnahme als angezeigt erachten. Betrifft eine Meldung ein Kind oder einen Jugendlichen unter 18 Jahren, so muss auch der gesetzliche Vertreter informiert werden, sofern nicht wichtige Gründe dagegensprechen.

Amtsstellen und Fachleute, die erfahren, dass eine ihnen anvertraute Person gegen das Betäubungsmittelgesetz Art. 19a (öffnet in einem neuen Fenster) verstossen hat, sind nicht zur Anzeige verpflichtet.

In welchen Fällen kann eine Gefährdungsmeldung gemacht werden?

Gefährdungsmeldungen können nur bei einem Missbrauch von Substanzen gemacht werden, die unter das Betäubungsmittelgesetz (öffnet in einem neuen Fenster) fallen. Dies sind beispielsweise Cannabis, Heroin, Kokain, Benzodiazepine oder Amphetamine.

Im Falle eines Missbrauchs von Substanzen, die nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, kann keine Gefährdungsmeldung gemäss Betäubungsmittelgesetz Art. 3c gemacht werden. Dies ist beispielsweise bei einem Missbrauch von Alkohol der Fall oder bei substanzungebundenen suchtbedingten Störungen wie Glücksspielsucht. In diesem Fall kann bei der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB (öffnet in einem neuen Fenster) eine Gefährdungsmeldung (öffnet in einem neuen Fenster) gemacht werden.

Wie kann eine Gefährdungsmeldung vorgenommen werden?

Eine Gefährdungsmeldung muss mit diesem Meldeformular (PDF, 2 Seiten, 478 KB) an die Fachstelle Sucht gemacht werden. Die Fachstelle Sucht leitet die Meldung an die Suchtberatungsstelle im Wohnbezirk der betroffenen Person weiter. Die Suchtberatungsstelle bestätigt den Eingang der Meldung bei der meldenden Person und lädt die betroffene Person zur Abklärung ein. Das Vorgehen ist in diesem Schema (PDF, 1 Seite, 17 KB) festgehalten.

Die Amts- und Suchtfachstellen unterstehen dem Amts- und Berufsgeheimnis.