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23.3.1. Einkommens- und Vermögensgrenze

Für die Berechnung des Grenzbetrags sind die jeweils gültigen Ansätze gemäss Art. 10 Abs. 1 Ergänzungsleistungsgesetz (ELG) massgebend (§ 22 Abs. 2 SPV). Diese setzen sich zusammen aus der Pauschale für den allgemeinen Lebensbedarf, der Miete sowie den obligatorischen Krankenpflegeversicherungsprämien.

Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf pro Jahr

Für die Berechnung des Grenzbetrages für die Halbjahreseinkünfte bei der Elternschaftsbeihilfe gelten ab 1. Januar 2021 die folgenden Ansätze. Dabei ist das neugeborene Kind mit zu berücksichtigen.

Es gelten ab dem 1. Januar 2021 neu die folgenden Ansätze für den allgemeinen Lebensbedarf:

Fr. 19'610.--
(bisher Fr. 19'450.--)
Für Alleinstehende
Fr. 29'415.--
(bisher Fr. 29'175.--)
Für Ehepaare
Fr. 6'840.--
(bisher Fr. 6'780.--)
Für Kinder ab Vollendung des 11. Lebensjahres*
Fr. 5'000.--
(bisher Fr. 6'780.--)
Für Kinder vor Vollendung des 11. Lebensjahres*

* Gemäss § 22 Abs. 2 SPV gilt für Kinder durchwegs der Ansatz des Ergänzungsleistungsgesetzes für den Lebensbedarf ab dem dritten Kind.

Miete pro Jahr

Die Mietzinsmaxima wurden per 2021 erhöht und berücksichtigen neu die regionalen Mietzinsunterschiede. Dafür wurde jede Gemeinde in der Schweiz in eine von drei Regionen eingeteilt (Region 1: Grosszentren / Region 2: Stadt / Region 3: Land). Für die Gemeinden im Kanton Aargau kommen die Regionen 2 und 3 zur Anwendung. Die Zuteilung der Gemeinden in die Prämienregionen finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen. Neben der Mietzinsregion bestimmt sich das Mietzinsmaximum nach der massgebenden Haushaltsgrösse. Diese richtet sich nach der Anzahl Personen, die in der EL-Berechnung berücksichtigt würden.

Mietzinsmaxima ab 2021:

Massgebende HaushaltsgrösseRegion 2Region 3
1 PersonFr. 15'900.--Fr. 14'520.--
2 PersonenFr. 18'900.--Fr. 17'520.--
3 PersonenFr. 20'700.--Fr. 19'320.--
ab 4 PersonenFr. 22'500.--Fr. 20'880.--

Krankenpflegeversicherungsprämien pro Jahr

Bisher wurde eine Krankenkassenprämie in der Höhe der kantonalen Durchschnittsprämie in der EL-Berechnung berücksichtigt. Seit dem 1. Januar 2021 wird für die EL-Berechnung – und damit auch für die Berechnung des Grenzbetrags für die Halbjahreseinkünfte bei der Elternschaftsbeihilfe – die effektive Krankenkassenprämie angerechnet, jedoch maximal in der Höhe der kantonalen Durchschnittsprämie.

Für die Berechnung der Ergänzungsleistungen betragen die Durchschnittsprämien für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (inkl. Unfalldeckung) im Kanton Aargau für Gesuche bis Ende 2021:

Fr. 5'388.--Erwachsene Person
Fr. 4'056.--Junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre)
Fr. 1'272.--Kind

Ab dem 1. Januar 2022 gelten im Kanton Aargau für die Berechnung der Ergänzungsleistungen die folgenden Durchschnittsprämien für die obligatorische Krankenversicherung (inkl. Unfalldeckung):

Fr. 5'424.--Erwachsene Person
Fr. 4'044.--Junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre)
Fr. 1'284.--Kind