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Aussagen von Fachpersonen

Organisationen und Fachpersonen setzen sich täglich für das Wohl der Aargauer Bevölkerung ein, sei dies im Sozialwesen, in der Bildung, in der Prävention oder in der Gesundheitsförderung. Dieses Engagement ist sehr wichtig.

Christina Hegi Kunz, Geschäftsleiterin Tel 143, Die Dargebotene Hand Aargau/Solothurn-Ost

"Unsere Drähte laufen heiss. Es gibt praktisch kein Gespräch (Telefon und Chat), in dem die Corona-Thematik nicht angesprochen wird. Dabei bringen die Anrufenden ihr Ängste und Unsicherheiten zum Ausdruck. Als Folge des Social Distancing werden sie noch stärker mit ihren Einsamkeitsgefühlen konfrontiert, was einer Abwärtsspirale gleichkommt. Wir versuchen Menschen zu motivieren, dem Ganzen auch etwas Positives abzugewinnen, fast vergessene Bekannte anzurufen, wieder einmal einen Brief zu schreiben, sich im Skypen zu versuchen und so weiter.

Spannend sind auch die Begegnungen in umgekehrter Richtung: Leute wollen helfen, besprechen mit uns ihre Ideen und deren Umsetzung. Wir erleben eine Art von Solidarität, die in ihrer Ausprägung neu und für die Zukunft auch vielversprechend ist."

Ines Walter-Grimm, Geschäftsführerin benevol Aargau

„Die aussergewöhnliche Solidarität von Jung und Alt freut uns sehr. Herzlichen Dank für Ihre Anfragen und das grosses Engagement. In der aktuellen Situation können wir Freiwillige aufgrund von „Social Distancing“ nicht mehr in alle Organisationen vermitteln. Gerne tauschen wir uns mit Freiwilligen und Organisationen über innovative Ideen und Möglichkeiten aus, wie wir Nachbarn unterstützen und den Kontakt aufrechterhalten können. In der Zwischenzeit freuen sich alle über überraschende telefonische oder schriftliche Kontakte, klassisch wieder per Brief, per Whatsapp oder via andere digitalen Möglichkeiten. Helfen Sie jetzt mit, diese Informationen weiterzuverbreiten und lassen Sie Fürsorge, aber auch Freude und Hoffnung spürbar werden! Auf unserer Website finden Sie laufend weitere Ideen, die Mut machen und die Solidarität fördern.“

Sara Michalik-Imfeld, lic. phil., Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Präsidentin Verband Aargauer Psychologinnen und Psychologen (VAP)

"Überall liest und hört man vor allem von Krankheit, Angst und Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, dass wir gut auf unsere psychische Gesundheit achten. Das heisst, dass wir uns auch aktiv darum kümmern, dass es uns nicht nur körperlich, sondern auch psychisch gut geht. Damit stärken wir nicht nur unser seelisches Befinden, sondern auch unser Immunsystem insgesamt. Es gibt so etwas wie psychische "Antiviren": Optimistisch bleiben, Beziehungen pflegen, körperliche Bewegung, kreative Betätigung, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Humor…"

Aline Montandon, Leiterin Pflege, Fachtherapien und Sozialdienst, und Mitglied der Geschäftsleitung, Psychiatrische Dienste Aargau AG (PDAG)

"Liebe Aargauerinnen und Aargauer - Danke für Eure kreativen und grenzenlosen Ideen, verbunden mit Eurem Engagement kommen sie in dieser speziellen Zeit vielen Leute zu Gute.

Ich stelle auch fest, dass die Unsicherheit im Umgang mit dieser Situation verständlicherweise weit verbreitet ist. Meistens geht’s darum, wie man sich ansteckt, wer gefährdet ist, wie man sich zu verhalten hat.

An dieser Stelle ist es mir wichtig, auch den Menschen im Kanton Aargau die Aufmerksamkeit zu geben, welche derzeit unter dem „stay home“ leiden, alleine sind, sich isoliert fühlen, keine Angehörigen haben, Existenzängste haben, weil sie selbstständig Erwerbstätige sind - all das sind Faktoren, welche die psychische Gesundheit beeinflussen und belasten können. Deshalb wünsche ich mir, dass auch diesen Menschen besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, um die eventuelle psychische Belastung zu enttabuisieren. Damit sie sich in ihrer Situation nicht alleine fühlen."