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Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau: Handlungsfeld Mobilitätsmanagement

Mobilitätsmanagement (MM) ist ein wichtiger Bestandteil des regionalen Gesamtverkehrskonzepts Ostaargau und unterstützt das Erreichen der Ziele des Regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau.

Mobilitätsmanagement ist in der kantonalen Strategie mobilitätAARGAU als Teil einer modernen und verkehrsmittelübergreifenden Verkehrsplanung verankert und soll in Zukunft verstärkt werden. Entsprechend ist das ein wichtiger Bestandteil der OASE und übernimmt darin eine Querschnittsfunktion. Eine maximale Wirkung in Richtung der angestrebten Ziele des Gesamtverkehrskonzepts entsteht vor allem durch die Kombination der Ausbauten und Optimierungen des Kantonsstrassennetzes mit der Strategie Fuss- und Veloverkehr (FVV).

Der Einbezug des Mobilitätsmanagements in das regionale Gesamtverkehrskonzept (rGVK) Ostaargau wurde denn auch durch die Gemeinden bereits in den 2014 durchgeführten Gemeinde-Workshops immer wieder gefordert. Die detaillierten Überlegungen sind in einem separaten Bericht dargestellt (siehe unten "Dokumente").

Elemente und Fokussierung des Mobilitätsmanagements

Elemente des OASE-Mobilitätsmanagements

Das Mobilitätsmanagement unterstützt die Verkehrsteilnehmenden mit Information, Beratung, Anreizen sowie Koordination von Angeboten bei der Wahl des situativ optimalen Verkehrsmittels oder einer Kombination davon. Massnahmen des Mobilitätsmanagements tragen so massgebend dazu bei, dass die Kapazität des bestehenden Verkehrsangebots optimal genutzt wird. Damit leistet das Mobilitätsmanagement seinen Beitrag zu einer funktionierenden und verträglichen Mobilität. Besonders wirkungsvoll sind die Massnahmen des Mobilitätsmanagements, wenn sie an Standorten – also bei Quell- und Ziel-Orten des Verkehrs – und entlang der Wege der Verkehrsteilnehmenden ansetzen.

Ansatzpunkte und Fokussierung des Mobilitätsmanagements

Damit die dem Gesamtverkehrskonzept hinterlegte Wirkung erzielt wird, ist eine deutliche Erhöhung des Fuss- und Veloverkehrsanteils am Gesamtverkehr notwendig. Das Fuss- und Veloverkehrs-Konzept (FVV-Konzept) definiert dazu Strategien und Handlungsfelder und setzt einen starken Fokus beim Veloverkehr. Das Mobilitätsmanagement leistet dabei einen wesentlichen Beitrag im FVV-Handlungsfeld "Velokultur". Unabdingbar ist dabei, dass neben den im FVV-Bereich erfolgten Ansätzen entlang der Wege, auch an den Standorten ("dort wo der Verkehr entsteht und endet") die notwendigen Voraussetzungen für das Erreichen des Quantensprungs geschaffen werden.

Das OASE-spezifische Programm zum Mobilitätsmanagement fokussiert auf die angestrebte Umlagerung zum Veloverkehr. Über eine langfristig geplante und umzusetzende Veloverkehrskampagne wird ein starker Effort geleistet, um einerseits die Standort-Betreiber und -Entwickler zur Schaffung von guten Voraussetzungen für die Nutzung des Veloverkehrs zu gewinnen, und andererseits um die Verkehrsteilnehmenden auf die neu entstehenden Veloverkehrs-Infrastrukturen hinzuweisen und umzulenken.

Ausgehend von den im Mobilitätsmanagement normalerweise bearbeiteten Handlungsfeldern "MM in Planungsprozessen", "MM bei Verkehrsteilnehmern", "MM bei Standorten" und "MM bei Baustellen/Projekten" wird für den Raum Baden-Wettingen die Erarbeitung und Optimierung von Rahmenbedingungen für ein standortbezogenes MM vorgesehen. Diese ermöglichen den Gemeinden, in ihren Planungsprozessen das Mobilitätsmanagement einzufordern bzw. den Bauherrschaften die entsprechenden Handlungsmöglichkeiten einräumen zu können.

Strategie "Veloverkehrskampagne"

Die Strategie "Veloverkehrskampagne" wird im gesamten Perimeter des Fuss- und Veloverkehrs (FVV) umgesetzt. Ihr inhaltlicher Gegenstand ist das im FVV verfolgte Zielbild mit der Aufwertung des gesamten Velonetzes und der Bildung von Velovorzugsrouten. Die Kampagne verfolgt verschiedene Ziele: Die geplanten und umgesetzten Massnahmen aus dem FVV bekanntmachen und eine neue Velokultur etablieren, indem das Velo als modernes, sparsames, gesundes und sicheres Verkehrsmittel "vermarktet" wird.

Das Kampagnenprogramm bzw. dessen Umsetzung ist auf die Umsetzungsetappen des FVV-Konzeptes abgestimmt. Zielgruppe der Kampagne ist grundsätzlich die gesamte Bevölkerung im FVV-Perimeter, die direkt als Verkehrsteilnehmende oder indirekt über Betreibende von Standorten angesprochen wird. Die Kampagne setzt sich aus 24 Massnahmen mit unterschiedlichen Prioritäten zusammen. 17 Massnahmen sind direkt auf die Kommunikation mit der Bevölkerung konzipiert, 7 Massnahmen sind auf verschiedene Arten von Multiplikatoren bzw.

Standortbetreiber ausgerichtet. Die Veloverkehrskampagne soll koordiniert über die beiden Räume Baden-Wettingen und Brugg-Windisch umgesetzt werden. So können Synergien genutzt werden. Die Zuständigkeiten für den Aufbau und Betrieb der Kampagne im Raum Baden-Wettingen soll bei badenmobil angesiedelt werden. Die Mobilitätszentrale "badenmobil"“ unterstützt die Umsetzung der Veloverkehrskampagne und von weiteren Massnahmen des Mobilitätsmanagements und ist daher entsprechend zu positionieren und langfristig zu sichern.

Die Details zur Veloverkehrskampagne sind im Bericht zum rGVK-Ostaargau-Programm Mobilitätsmanagement enthalten (siehen unten "Dokumente").

Dokumente