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Industriekul-TOUR Aabach

Museum Aargau – Kulturgeschichte – 5. bis 9. Klasse

Smartphone in der Hand und App geladen Bild vergrössern
© Museum Aargau

Die App "IndustriekulTOUR Aabach" führt durch die industrielle Blütezeit entlang des Aabachs, der vom Schloss Hallwyl bis nach Wildegg fliesst. Zeitzeugen, Herrschaften, Fabrikarbeiter und Fabrikanten aus rund zwanzig ehemaligen und noch bestehenden Industriebetrieben kommunizieren mittels Audiobeiträgen, Bilddokumenten und Videos. Sie moderieren die interaktiven Spieltouren, welche den realen Raum historisch überlagern.

Augmented- und Virtual-Reality-Technologie, GPS-gesteuerte Wegführung, animierte Grafiken und interaktive Rätsel bilden das digitale Lernspiel. Es bietet Vorinformationen für den Unterricht, ein spannendes Erlebnis beim Besuch vor Ort und ein inhaltsreiches Recherche-Angebot zur Nachbereitung.

Nach erfolgtem Download der App können die datenreichen "Tourpakete" bereits vorgängig heruntergeladen werden, wonach die App auch im Offline-Modus funktioniert.

Detailinformationen
OrtSeon, Lenzburg, Wildegg
Kostenkostenlos
FahrtkostenBeteiligung möglich
KontaktMuseum Aargau, Tel. 0848 871 200,
Webseitewww.museumaargau.ch/industriekultour-aabach (öffnet in einem neuen Fenster)

Interview mit Fabio Rudolf, Projektleiter Industriekul-TOUR Aabach

Im Interview gibt Fabio Rudolf Einblick in das Angebot und zeigt auf, was die App Schulen als Mehrwert bietet.

Schwarz-Weiss-Bild eines Mannes mit hellen Haaren
© Fabio Rudolf

Sorgfältig aufbereitete Bild- und Video-Angebote erklären technische und historische Sachverhalte und bieten Tour für Tour eine erfrischend andere Sichtweise auf die Blütezeit der Industrie am Aabach.

Die "IndustriekulTOUR Aabach" blickt zurück in die frühindustriellen Zeiten des Kantons Aargau. Wie kann man sich die Aabach-Region in diesem Industriezeitalter vorstellen?

Grosse Fabrikhallen mit über Transmission verbundenen Maschinen begannen den bis dahin von wenigen Sägen und Mühlen geprägten Bachlauf zu dominieren. Am Aabach begann eine Zeit der Wasserkraft-Nutzung, welche das Landschaftsbild als auch bestehende, soziale Gefüge massiv veränderte: Industrieareale und Arbeiter-Siedlungen formten das Dorfbild von Seon, Lenzburg oder Wildegg um und prägen dieses bis heute.

Sie bieten drei Thementouren an, die ab Seon, Lenzburg und Wildegg starten. Was erwartet Schülerinnen und Schüler, die die Tour besuchen?

Die Lernenden erwartet vom ersten Tourpunkt an ein immersives Geschichtserlebnis: Zeitzeugen der Industriekultur sprechen vor Industriebachen über ihre vergangenen Tätigkeiten und interaktive Fragen regen zur vertieften Auseinandersetzung an. Sorgfältig aufbereitete Bild- und Video-Angebote erklären technische und historische Sachverhalte und bieten Tour für Tour eine erfrischend andere Sichtweise auf die Blütezeit der Industrie am Aabach.

Was bietet die App in Ergänzung zum Unterricht?

Die Inhalte beruhen auf umfangreichen Recherchen, die zusammen mit Archivdokumenten beteiligter Museen und Einzelpersonen ein sattes Fundament an geschichtlichen Fakten bilden, auf dem das historische Unterhaltungsangebot gründet. Die multimediale Darbietungsform mit direktem Bezug zum geschichtlichen Schauplatz ergänzt den Unterricht durch ein benutzerfreundliches Drei-Phasen-Modell, das den Besuch sowie die Vor- und Nachbereitung beinhaltet. Dieses beginnt mit einem Inhaltlichen "amuse-bouche", das einem gleich nach dem Download der App zur Verfügung steht, einem attraktiven "Hauptgang", der nur vor Ort konsumiert werden kann, und einem reichhaltigen "Dessert", das zur Nachbereitung freigeschaltet wird und als Lesezeichen zur individuellen Vertiefung abgespeichert werden kann.

Was unterscheidet die App "IndustriekulTOUR Aabach" von anderen interaktiven Angeboten?

Virtual Reality und Augmented Reality transportieren Lerninhalte in neuartiger Form, der über Beacon- und Geolokalisierung passgenau dort angeboten wird, wo die Geschichte spielte. Das Konzept zur Vor- und Nachbereitung ist unmittelbar mit dem Erlebnis des Besuchs verknüpft und funktioniert als "game-based learning" sowohl für Einzelbesucher als auch für Schulklassen. Touren lassen sich als "bundles" vorladen, womit die App auch offline zur Verfügung steht. Mit diesen Features generiert die App ein Angebot, das herkömmliche E-Medien-Angebote in den Schatten stellt.

Können Schülerinnen und Schüler mit der Tour auch Bezüge zur Gegenwart herstellen?

"Tragen auch Sie gerade "bleached" oder "stone washed" Jeans?" Mit dieser Frage beginnt die Info-Karte der Hünerwadel-Tour von Standort E, an dem zuvor mittels schnellen Fingerbewegungen auf dem Smartphone Flachs gebrochen wurde. Der Tourpunkt "Bleichematten", der innerhalb der App von alten Bildern überlagert wird, in denen weisse Tücher zum Bleichen ausgelegt wurden, bildet so einen direkten Gegenwartsbezug zur Lebenswelt der Lernenden. Nur ein Beispiel von vielen, in denen unter anderem mittels Oral-History-Beiträgen Inhalte mit Gegenwartsbezug angeboten werden, die verständlich machen, wie Massenproduktion, Gesetzte zum Schutz der Arbeiter oder Industrielle Bautätigkeiten in direktem Bezug zur Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern stehen.

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