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MÄÄÄH! Ein Schafskrimi

Figurentheater – ab 6 Jahren

Zwei Frauen auf einer Bühne schauen ein Karousel an.
Foto: Martin Volken
Schatten von einer Person mit Mütze.
Foto: Martin Volken

Noch einmal schlafen und dann ist der grosse Schafstag da, die jährliche Schafsolympiade. Es gibt eine ganz spezielle Herde, die besonders gute Chancen hat, sämtliche Preise abzuräumen. Aber auf einmal verschwindet der Schafsbock und dann das Schönschaf … ein Tier nach dem anderen kommt auf mysteriöse Art weg. Die Aufregung ist gross, schliesslich will man am Wettkampftag den grossen Preise gewinnen. Was ist geschehen? Und wer ist der Täter? Das Theaterschaf und das Trainerschaf übernehmen den Fall. Die beiden Schafe gehen aufs Ganze, um dem Verbrechen auf die Spur zu kommen. Selbst der Hirtenhund mit der verstopften Nase wächst über sich hinaus. Denn es geht nicht nur um das Leben ihrer wollenen Freunde, sondern auch um die Teilnahme am Grossen Schafstag! Denn nur gemeinsam kann der Sieg gelingen! Ein echter Schafkrimi! Spannend bis zum (guten) Schluss.

Spielorte

Oberstufenzentrum Lenzhard, Lenzburg – für 2. Kindergarten bis 3. Klasse

DatumZeitStatus Plätze
Montag, 21. November10:30 Uhrfreie Plätze
Dienstag, 22. November9:00 Uhroptional
Dienstag, 22. November10:30 Uhrfreie Plätze
Mittwoch, 23. November9:00 Uhrfreie Plätze
Mittwoch, 23. November10:30 Uhrfreie Plätze

Roter Teppich

Dienstag, 15. November – 17:30 Uhr

Adresse

Schulhaus Lenzhard, Hallwilstrasse 19, 5600 Lenzburg

Kosten

Fr. 10.– pro Schülerin oder Schüler

Kontakt

Helen Baumann, hel.baumann@gmx.ch, Tel. 079 711 33 85

TaB* Theater am Bahnhof Reinach – für 1. bis 3. Klasse

DatenZeitAnzahl Plätze
Montag, 28. November10:30 Uhrfreie Plätze
Montag, 28. November14:00 Uhrfreie Plätze
Dienstag, 29. November8:45 Uhrfreie Plätze
Dienstag, 29. November10:30 Uhrfreie Plätze
Donnerstag, 1. Dezember8:45 Uhroptional
Donnerstag, 1. Dezember10:30 Uhroptional

Roter Teppich

Montag, 14. November – 17:00 Uhr

Adresse

TaB Reinach, Tunaustrasse 5, 5734 Reinach

Kosten

Fr. 10.– pro Schülerin oder Schüler

Kontakt

Chrege Lehmann, chregele@bluewin.ch, Tel. 079 245 68 79

www.tab.ch

Roter Teppich für Lehrpersonen

Ein Mitglied des Theaters Gustavs Schwestern stellt das Stück genauer vor, gibt Einblicke in die
Theaterarbeit, zeigt Wege zur Vor- und Nachbereitung mit der Klasse auf und beantwortet alle Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

  • TaB* Theater am Bahnhof, Reinach AG – Montag, 14. November – 17:00 Uhr
  • Oberstufenzentrum Lenzhard, Lenzburg – Dienstag, 15. November – 17:30 Uhr

Theaterpädagogisches Begleitmaterial "MÄÄÄH! Ein Schafskrimi" (PDF, Theaterpädagogisches Begleitmaterial zum Theaterstück Määäh!, 1,1 MB) herunterladen.

Vier Fragen an Sibylle Grüter und Jacqueline Surer, Theater Gustavs Schwestern

Eure neue Produktion MÄÄÄH! ist ein Krimi für Kinder, warum habt ihr dieses Genre gewählt?

Wenn wir uns auf die Suche nach einem Stoff für ein neues Stück machen, fliessen immer verschiedene Aspekte in den Prozess ein. Das Thema soll für Kinder interessant sein, aber auch für Erwachsene. Und natürlich muss es auch uns begeistern. Die erste Idee entsteht oft aus dem Bauch heraus und wird dann von uns auf die Machbarkeit überprüft. Einen Krimi mit Schafen zu realisieren, fanden wir sehr reizvoll. Das Wesen dieser Tiere passt so gar nicht zur Welt der Verbrechen. Dieser Widerspruch kreiert Spannung. Dazu kommt, dass Kinder Geschichten mit Tieren lieben, weil sie sich gut mit ihnen identifizieren können. Um den Text zu schreiben, haben wir den Spokenword-Autor Simon Chen an Bord geholt.

Die Protagonisten in eurem Krimi sind Schafe, warum?

Schafe funktionieren wunderbar als Projektionsflächen für menschliche Eigenschaften. Sie sind gutmütig, sozial und augenscheinlich sehr naiv. Dass diese Tiere plötzlich zu Detektivinnen und Dedektiven werden und über sich selbst hinauswachsen müssen, gefällt uns. Schafe werden häufig unterschätzt. Nicht nur in unserem Krimi, sondern auch in der Realität.

Das Thema "Gut und Böse" findet sich in vielen Märchen. Kinder verstehen Gut und Böse, Kinder nehmen ihren Standpunkt schnell ein; spielen die Hintergründe anderer Märchen bei euren Produktionen eine Rolle?

In solchen schwarz/weiss-Mustern zu denken, widerstrebt uns. Das Leben zeigt, dass der Fall in der Regel nicht so klar ist. Auch "gute" Wesen haben eine dunkle Seite und viele "böse" Figuren haben im Inneren einen guten Kern. Warum jemand wird, wie er oder sie ist, hat immer einen Grund. Diese Vielschichtigkeit interessiert uns. Bei unserem Krimi war es uns wichtig zu begründen, warum der Täter so handelt und die Tiere in Gefahr bringt. Gut oder böse geboren wird ja keiner. Wie sich jemand entwickelt, hat immer auch mit dem Umfeld zu tun.

Es gibt viele Spielformen im Figurentheater. Was können die Schülerinnen und Schüler aus euren Inszenierungen mitnehmen, wenn sie Vorstellungen im Klassenverband besuchen?

Wir spielen unsere Stücke offen – das heisst, dass wir als Spielerinnen stets zu sehen sind. Im Spiel wechseln wir dauernd die Ebene. Mal sind wir Puppenspielerinnen und dann wieder in einer Rolle (im Schafskrimi spielen wir zwei Schafe). Das hat viele Parallelen zum kindlichen Spiel. Auch Kinder steigen beim Spiel "ein" und "aus". Zudem ermöglicht diese Spielform eine gewisse Distanz zu dem, was gezeigt wird. Dadurch kann man weitergehen und schwierigere Themen umsetzen, als beim naturalistischen Schauspiel mit Menschen. Grossen Wert legen wir auch auf das Thema Reduktion. Wir setzen unsere Stücke jeweils mit möglichst wenig Material um und versuchen, nur mit dem Nötigsten zu arbeiten. Es ist eindrücklich, wie wenig es braucht, um die Fantasie der Kinder in Gang zu setzen und wie wenig man ihnen "liefern" muss, damit in ihren Köpfen Geschichten entstehen. Durch das Weglassen entstehen innere Räume, die von den Kindern selber gefüllt werden können.

Zwei Frauen auf einer Bühne mit Puppen
Foto: Konrad Martin Volken