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Vom Pergament zum Chip

Schreiben Napoleon Bonapartes, 1803

Pergament (!), Stahlstich; Akten des Grossen Rats, Signatur GR 1803, 24.10. – Lit.: N. Halder, Geschichte I, S. 87.

Auf die Dankadresse des Aargaus vom 27. April 1803 liess Napoleon am 27. Juni antworten; das Schreiben traf am 10. Juli in Aarau ein, als der Grosse Rat sich schon in die Ferien zurückgezogen hatte. Deshalb wurde die Antwort erst in der Sitzung vom 24. Oktober verlesen und die Staatskanzlei erstellte eine offizielle deutsche Übersetzung. Napoleon, erfreut darüber, dass der Aargau "vom Wert einer ruhigen und glücklichen Unabhängigkeit, welche Euch durch die Vermittlungsakte zugesichert ist, durchdrungen" ist, wünscht, "dass Ihr diese Gesinnung von Einigkeit und Zutrauen (d.h. zu Napoleon) stets behalten möget", und er sichert dem Kanton sein stetiges Wohlwollen zu.

Unterzeichnet mit den eigenhändigen Unterschriften "Bonaparte", des Aussenministers Talleyrand und des Staatssekretärs Maret. Der Briefkopf ist derselbe wie bei der Mediationsakte: "Marianne" mit Brustpanzer, Schwert und Lorbeerkranz, bedeckt mit römischem Helm und gallischem Hahn, sicher ruhend auf dem Podest mit der Inschrift "Bonaparte 1er Consul de la République" und gestützt an die Säule "au nom du peuple français": das ist Staatssymbolik.