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Im Fokus

Im Fokus 2022 – Identität: eine Spurensuche

Identität – Bibliothek und Archiv Aargau wirft 2022 verschiedene Blicke auf diesen allgegenwärtigen, dennoch schwer greifbaren Begriff.

Egal ob er sozial, philosophisch, geografisch, politisch oder literarisch verhandelt wird, entzieht er sich so manchem Definitionsversuch. Wann spricht man von Identität? Entsteht Identität individuell oder doch eher im Kollektiv. Kann Identität gewonnen werden bzw. verloren gehen? Und was hat die Identität eigentlich mit einem Archiv zu tun? Vielleicht etwas mit mir selbst?

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Der Podcast "Wer ist eigentlich: Bibliothek und Archiv Aargau?"

Wem nützt diese Institution? Warum braucht es Bibliotheken und Archive und welche Aufgaben haben sie zu erfüllen? Und was hat diese Verwaltung mit Identität zu tun?

Im Gespräch

Die Moderatorin Ladina Spiess geht der Sache auf den Grund: Sie besucht Bibliothek und Archiv Aargau, unterhält sich mit den Menschen vor Ort, blickt hinter die Kulissen und kommt der Identität dieser vielfältigen Gedächtnisinstitution nach um nach näher.

Die Folgen

Folge 1: Wem nützt das alte Zeug?

Wem nützt das alte Zeug?

Mit der Vergangenheit die Gegenwart nachvollziehen

Folge 1 im Podigee-Kanal KulturReportAGe anhören

Moderatorin Ladina Spiess im Gespräch mit:

  • Daniel Schwane, Leiter Sammlungen und Bestände, Staatsarchiv Aargau
  • Sandra Berger, Leiterin Sammlung, Aargauer Kantonsbibliothek und Ringier Bildarchiv

Folge 2: Was genau ist schon ein Kulturhaus?

Was genau ist schon ein Kulturhaus?

Der Spagat zwischen Staatsaufgabe und Entertainment

Folge 2 im Podigee-Kanal KulturReportAGe anhören

Moderatorin Ladina Spiess im Gespräch mit:

  • Nicolas Sartori, Leiter Kundendienst und Vermittlung
  • Felix Müller, Kundendienst

Folge 3: Gratis-Arbeit fördern?

Gratis-Arbeit fördern?

Warum kulturelle Teilhabe Gold Wert ist.

Folge 3 im podigee-Kanal KulturReportAGe anhören

Moderatorin Ladina Spiess im Gespräch mit:

  • Sarah Kahn, Freiwilligenmanagerin
  • Nicolas Sartori, Leiter Kundendienst und Vermittlung

Folge 4: Wie geht Bibliotheksförderung?

Wie geht Bibliotheksförderung?

Vom Grosswerden in einer Bibliothek

Folge 4 im podigee-Kanal KulturReportAGe anhören

Moderatorin Ladina Spiess im Gespräch mit:

  • Andrea Faedi, Leiterin Bibliotheksförderung
  • Judith Manz, Sprach- und Leseförderung

Folge 5: Ein digitales Archiv für die Ewigkeit?

Ein digitales Archiv für die Ewigkeit?

Ein Word-Dokument in 200 Jahren

Folge 5 im podigee-Kanal KulturReportAGe anhören

Moderatorin Ladina Spiess im Gespräch mit:

  • Anna Vögeli, Spezialistin Langzeitarchivierung
  • Schamai Safra, Systembibliothekar

Folge 6: Was tun mit den Bücherwürmern?

Was tun mit den Bücherwürmern?

Bedrohte Schätze in Papier und Pappe

Folge 6 im podigee-Kanal KulturReportAGe anhören

Moderatorin Ladina Spiess im Gespräch mit:

  • Andrea Voellmin, Leiterin Bibliothek und Archiv Aargau
  • Karin Rüegg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Anmerkung zum Tintenfrass

Das Phänomen Tintenfrass ist seit vielen Jahren Gegenstand intensiver Forschungen. Bereits entstandene Schäden sind irreparabel, doch je nach Schriftträger, Zustand, Grafik oder Beschriftung sind unterschiedliche Behandlungen möglich und individuell abzuwägen.

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen
Datum & ZeitWasWo
01. Dezember 2022Lesekreis: BlutbuchAargauer Kantonsbibliothek

Lesen

Empfohlen: "Sie kam aus Mariupol" von Natascha Wodin

Buch ausleihen

Natascha Wodin wächst als Kind ehemaliger russischer Zwangsarbeiter in Westdeutschland auf, will aber während ihrer Kindheit und Jugend nichts mit Russland zu tun haben, sondern deutsch sein wie die anderen Kinder. Erst viel später beginnt sie sich für das Leben ihrer früh verstorbenen Mutter zu interessieren. Sie recherchiert über deren Herkunft und Verwandtschaft, auch mit Hilfe russischer Familienforschenden. Die Autorin lässt die Leser*innen teilhaben an ihrer Spurensuche und Gefühlen dabei, aber auch am Leben ihrer Vorfahren, ihrer Familiengeschichte. Durch ihre Recherchen findet sie ihre bisher unbekannte Familie und erhält einen völlig neuen Blick auf ihre Identität.

Mit dem Ende Februar erfolgten Angriff von Russland auf die Ukraine und die Kämpfe um Mariupol erhält das Buch leider eine traurige Aktualität.

Empfohlen von: Eveline Isler, Wissenschaftliche Archivarin

Sie haben einen Literaturtipp?

Wir freuen uns über Ihren Tipp und werden die Liste gerne ergänzen. Schreiben Sie uns auf bibliothekundarchiv@ag.ch

Mehr lesen über Identität und...

Diskutieren Sie mit!

Der Lesekreis des kantonalen Freiwilligenprogramms bespricht sieben Mal im Jahr ein Buch zum Thema. Kommen Sie mit auf Identitätssuche in der Schweizer Gegenwartsliteratur im nächsten Lesekreis.

Freiwillige entdecken: eine Aargauer Identität?

Die Kulturfreiwilligen von Bibliothek und Archiv Aargau stellen sich der Frage, was eigentlich den Aargau als Aargau auszeichnet und recherchieren dazu ein Jahr lang in unseren Archiven und Beständen. Vielleicht gibt es tatsächlich so etwas wie eine Aargauer Identität...

Die Beiträge erscheinen regelmässig ab Frühling und werden hier und auf dem Instagram-Account Kulturkanton Aargau publiziert.

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Zeitgeschichte Aargau

Das Team der Zeitgeschichte Aargau forscht zur Aargauer Geschichte zwischen 1950 und 2000 und vermittelt diese in verschiedenen Formaten:

Die Aargau-Streberin

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"Foto à Gogo" mit Patti Basler

Was zeichnet den Aargau aus; bloss AKWs, Autobahnen und Rüebli? Und wie gut kennt Patti Basler ihren Heimatkanton? Simon Hari testet Patti in "Foto à Gogo" auf ihr Aargauer Wissen.

"Foto à Gogo" ist eine Video-Reihe mit Simon Hari in Kooperation mit dem Stadtmuseum Aarau und dem Ringier Bildarchiv.

Identität und Familien(forschung)

Wer bin ich und woher komme ich? Diese und andere Fragen stellen wir uns im Leben immer wieder. Manchmal kann die eigene Familiengeschichte Fragen beantworten. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihren Nachforschungen.

Familienforschung im Staatsarchiv Aargau

Ein eigenes Familienwappen?

Sie möchten wissen, was Ihr Familienwappen bedeutet oder möchten gerne selber eines für Ihre Familie entwerfen?

Im Rahmen des Freiwilligenprogramms bieten wir zusammen mit Herrn Markus Reto Hefti regelmässige Heraldiktreffen an. Hier können Sie ihre Fragen anbringen, sich in der Gruppe austauschen und vom langjährigen, fundierten Wissen von Herrn Hefti profitieren. Ihre Fragen dürfen Sie gerne auch vorgängig an freiwillige.kantonsbibliothek@ag.ch schicken.

Jeweils am Mittwoch um 18:30 Uhr im Staatsarchiv. Der nächste Termin wird bald kommuniziert.

Für Ihre Recherche haben wir Ihnen einen Leitfaden und eine Übersicht hilfreicher Adressen zusammengestellt.

Im Fokus-Archiv

2021: 50 Jahre Schweizer Frauenstimmrecht

Die Ausstellung

Die Ausstellung im Grossratsgebäude zeigte einen weiteren Schritt auf dem Weg zur direkten Demokratie: Der Kampf ums Frauenstimmrecht.

Mit dem allgemeinen Stimm- und Wahlrecht, Referendum und Initiative hatte die Schweiz seit dem 19. Jahrhundert das direktdemokratischste System Europas – allerdings nur für Männer. Vereinzelt tauchte die Frage des Frauenstimmrechts bereits ab den 1860er-Jahren in der Schweiz auf, nach den beiden Weltkriegen wurde sie rege diskutiert. Zahlreiche Länder gewährten den Frauen um 1918 respektive 1946 politische Rechte.

Der Weg zum Aargauer Frauenstimmrecht war steinig. 1971 nahmen die Aargauer Männer das Frauenstimmrecht auf kantonaler und eidgenössischer Ebene an. Zu diesem Zeitpunkt war die einstige Vorzeigedemokratie Schweiz längst ins Hintertreffen geraten – nur in Kuwait, Saudi-Arabien, und einer Handvoll anderer Staaten waren die Frauen noch länger von der politischen Mitsprache ausgeschlossen.

Die Debatte

Die Aargauerinnen, die aus Verfassungsgründen nicht am politischen Prozess teilnehmen konnten, schlossen sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Vereinen zusammen. Der kantonale "Verband für Frauenbildung und Frauenfragen" sammelte im Jahr 1918 Unterschriften für eine Petition, um "die hohen Behörden" zu bitten, "auch den aargauischen Frauen das Stimmrecht in Kirchen-, Schul-, Armen- und Krankensachen zu verleihen". Die Petition, welche mit 7327 Unterschriften eingereicht wurde, unterstützte eine gleichlautende erste Motion im Aargauer Grossen Rat, der noch drei weitere folgten.

Die Abstimmungen

Die Sektion Aarau des Schweizerischen Verbandes für Frauenstimmrecht druckte Briefmarken, Broschüren und Karten. Die Frauen beteiligten sich an Podiumsdiskussionen, versammelten und engagierten sich – und die Männer entschieden. Die erste eidgenössische Abstimmung zum Frauenstimmrecht wurde 1959 mit Wucht abgelehnt. 1968 wehrten sich die Frauen, als der Bundesrat die europäische Menschenrechtskonvention unter Ausschluss des Frauenstimmrechts unterzeichnen wollte. Am 7. Februar 1971 nahmen die Aargauer Stimmbürger die kantonale und die eidgenössische Vorlage zur Einführung des Frauenstimmrechts mit einem hauchdünnen Mehr an.

Die Pionierinnen

Seit 50 Jahren kann die Aargauer Bürgerin stimmen, wählen und gewählt werden. Während andere Kantone bereits 1971 Frauen nach Bundesbern sandten, war dies im Aargau 1979 der Fall. Bis im Jahr 2021 vertraten 20 Nationalrätinnen und zwei Ständerätinnen bzw. 189 Nationalräte und 36 Ständeräte die Interessen des Aargaus. Im Grossen Rat des Kantons Aargau liegt der Frauenanteil 2021 bei 32  Prozent bzw. 45 von 140 Sitzen, im Regierungsrat bei 0 Prozent.

Freiwillige entdecken

Der lange Weg zum Frauenstimmrecht

Anhand brisanter Zitate haben die Kulturfreiwilligen den Bogen vom 6. Jahrhundert bis zur Gegenwart gespannt und aufgezeigt, dass dem späten Erfolg in der Geschichte der Gleichstellung jahrelanges, zähes Umdenken vorangegangen ist. Einige der kürzeren Beiträge sind nach wie vor auf Instagram zu sehen.

Externe Projekte zum Thema

Mit einer Ausstellung in Bern ehrt Hommage 2021 die Tausenden von Schweizerinnen, die sich während 100 Jahren für mehr Chancengleichheit eingesetzt haben.

Das Team der Zeitgeschichte Aargau forscht zur Aargauer Geschichte zwischen 1950 und 2000 und vermittelt diese in verschiedenen Formaten.

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