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Glasgemme mit Resten einer Goldauflage

Sie ist die erste ihrer Art in Vindonissa: die Glasgemme war einst mit Goldfolie belegt.

Schmucksteine aus Glas oder Stein mit eingeschnittenem Bild konnten zum Siegeln verwendet werden. Diese aufwändig gearbeitete Glasgemme war einst mit einer dünnen Goldfolie bedeckt und deshalb nicht zum Siegeln geeignet. Umso bedeutungsvoller ist ihr eingeschnittenes Bild. Die weidenden Rinder erinnern an das Idyll eines ländlichen, goldenen Zeitalters, das in der zeitgleichen Dichtung beschrieben wird. Dass die Rinder durch die Folie einst wie aus Gold erschienen, unterstreicht diesen Bezug.

Steckbrief

  • Material: Grünes Glas mit blau-weissem Glasstreifen; Reste von Goldfolie; Länge 1,7 cm
  • Eingraviert zwei hintereinanderstehende Rinder
  • Hergestellt zur Zeit des Kaisers Augustus (28 v. Chr. bis 14 n. Chr.)
  • Ungereinigt, damit die Goldfolienreste erhalten bleiben
  • Erster bekannter Bodenfund, der Goldfolie auf Gemmen belegt
Grüne Glasgemme mit blau-weissem Streifen.
Detail der Gemme mit winzigem Rest Goldfolie.
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