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Salbgefäss in Form eines sitzenden Löwen

Tonbalsamarien in Tierform waren im 1. Jahrhundert sehr beliebt. Darin verwahrte man wohlriechende Essenzen.

Balsamarium in Form eines sitzenden Löwen. Bild vergrössern
Foto Kantonsarchäologie; © Kanton Aargau

Bis heute sind aus Vindonissa fünf Gräberfelder bekannt. Die 2012 entdeckte Nekropole am Remigersteig von Brugg lieferte einzigartige Funde, darunter verschiedene Balsamarien für wohlriechende Salben.

Um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. waren Tonbalsamarien in Tierform sehr beliebt. Diese waren grün oder gelb glasiert, was durch den Zusatz von Blei- oder Kupferoxiden erreicht wurde. Wahrscheinlich wollte man die Gefässe wie oxidierte Metallgefässe aussehen lassen und sie so wertvoller machen. Die in ihnen aufbewahrten wohlriechenden Öle wurden in der Körperpflege verwendet und bei Bestattungsriten eingesetzt. Die Gefässe wurden anschliessend neben der verstorbenen Person auf dem Scheiterhaufen deponiert und weisen deshalb häufig starke Brandspuren auf.

Steckbrief

  • Material: Mit Bleiglasur überzogenes Tongefäss; Höhe 7 cm
  • In Hohlform hergestellt
  • Produziert in Gallien um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr.
  • Mit starken Brandspuren
  • Aus einem Brandgrab des Gräberfeldes Brugg-Remigersteig
Löwenbalsamarium nach rechts blickend.
Löwenbalsamarium nach links blickend.
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