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Ein griechischer Frauenname

Eine griechisch schreibende Frau ritzt im 1. Jahrhundert n. Chr. ihren Namen auf einen Teller. Ein seltenes Zeugnis.

Die Ritzinschrift ist unvollständig erhalten. Im ersten Wort ist der griechische Frauenname "Tryphe" ("Zarte" oder "Üppige") zu lesen. Ein seltener Name, der in Rom vereinzelt für aus dem Osten stammende Sklavinnen oder Freigelassene belegt ist. Eingeritzte Besitzerinschriften auf Geschirr sind relativ gängig. Dass wir hier wohl die Handschrift einer griechisch schreibenden Frau vor uns haben, ist hingegen selten. Es ist neben einer Ritzinschrift auf Wandverputz erst der zweite Beleg für griechische Schrift in Vindonissa.

Steckbrief

  • Material: Keramik (Terra Sigillata); erhaltene Länge 10,9 cm
  • Ritzinschrift: Schriftzeichen radial im Standring; griechische Grossbuchstaben TΡΥΦΕΙ AK; Worttrennung zwischen den Buchstaben I und A
  • Datierung: 1. Jahrhundert n. Chr.
  • Bedeutung:Belegt Anwesenheit einer griechisch sprechenden Fremden in Vindonissa
Fragment eines roten Keramiktellers mit eingeritzter Inschrift. Bild vergrössern
Foto Kantonsarchäologie; © Kanton Aargau
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