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Wissens- und Technologietransfer

Der Kanton Aargau fördert den Transfer von Wissen und Technologie in die Gesellschaft und die Wirtschaft. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Aargau.

Akteure des Wissens- und Technologietransfers im Kanton Aargau

Erfolgreiche Innovationen entstehen dort, wo Forschungskompetenz, unternehmerisches Know-how und gute Rahmenbedingungen zusammenspielen. Im Kanton Aargau sind exzellente, breit abgestützte Bildungs- und Forschungsinstitutionen ansässig. Professionelle Innovations- und Startup-Förderungsorganisationen unterstützen Unternehmen bei ihren Innovationsvorhaben und ihrem Aufbau. Zudem stehen Fördermittelinstrumente zur Verfügung, um Beiträge an Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen im Aargau mit Hochschulpartnern zu leisten. Damit wird der Wissens- und Technologietransfer (WTT) zwischen den Hochschulen und innovativen Unternehmen intensiviert. Diese Innovationsförderakteure ergänzen sich in ihrem Angebot optimal. Sie schaffen erstklassige Voraussetzungen, damit Unternehmen im Aargau innovative Ideen in erfolgreiche Innovationen umsetzen können.

Zur Förderung des Wissens- und Technologietransfer stellt der Kanton Aargau folgende Angebote zur Verfügung oder beteiligt sich an ihnen:

Forschungsfonds Aargau

Der Forschungsfonds ermöglicht innovative Entwicklungsprojekte in Aargauer Unternehmen in Zusammenarbeit mit Hochschulen.

Mit dem Forschungsfonds Aargau fördert der Kanton Aargau gezielt angewandte Entwicklungs- und Forschungsprojekte von Hochschulen (Fachhochschule Nordwestschweiz, Paul Scherrer Institut, Universität Basel, ETH Zürich und anderen) in Zusammenarbeit mit Aargauer Unternehmen. Damit will der Kanton das Innovationspotenzial gezielt fördern und den Standort Aargau für bestehende und neue Firmen attraktiv machen.

Gefördert werden innovative Projekte von Hochschulen in Zusammenarbeit mit aargauischen Firmen, wobei der Kantonsbeitrag nur den Hochschulen zugute kommt und von den beteiligten Firmen ein Eigenbeitrag verlangt wird. Die Verteilung dieses Beitrags erfolgt durch die Kommission des Forschungsfonds Aargau. Die Forschungskommission setzt sich aus qualifizierten Personen aus Wirtschaft, Forschung und Innovationsförderung zusammen.

Der Regierungsrat hat die administrative Verwaltung des Forschungsfonds per Leistungsvereinbarung dem Hightech Zentrum Aargau übertragen. Für die Projektförderung stehen jährlich 1,4 Millionen Franken zur Verfügung.

Weitere Informationen: Forschungsfonds Aargau

Nano-Argovia-Programm des SNI

Das Nano-Argovia-Programm fördert mit der Zusammenarbeit von Hochschulen und Firmen Innovationen und Kompetenzaufbau in Nanotechnologien in der Nordwestschweiz.

Das vom Kanton Aargau finanzierte Programm schlägt eine Brücke zwischen der Nano- Forschung am Swiss Nanoscience Institute (SNI) und den Anwendungen in der Industrie. Wirtschaftsunternehmen, insbesondere aus dem Kanton Aargau, profitieren in diesem Rahmen von anwendungsorientierten Forschungsprojekten mit der Universität Basel, der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sowie dem Paul Scherrer Institut (PSI) und ANAXAM. Diese konzeptionell neuartige Verbindung von Grundlagenforschung und Anwendungsbezug ermöglicht Nordwestschweizer Firmen Innovationen und den Aufbau von Kompetenzen in Nanotechnologien.

Weitere Informationen:

Hightech Zentrum Aargau (HTZ)

Das Hightech Zentrum verbindet die Innovationsanliegen von KMU und anderen Firmen mit passenden Hochschulen und fördert so den Technologietransfer und Innovationen im Kanton.

Das Hightech Zentrum (HTZ) unterstützt Unternehmen mit seiner Expertise und seinem Netzwerk und hilft ihnen, die geeigneten Forschungspartner an Fach- oder universitären Hochschulen zu finden. Themenveranstaltungen und Praxiszirkel fördern die gegenseitige Wissensvermittlung und den Erfahrungsaustausch.

Nach Erstberatungen und Machbarkeitsstudien, die das HTZ selber durchführt, unterstützt das HTZ Unternehmen dabei, geeignete Forschungspartner zu finden und gemeinsam mit diesen Forschungsanträge für den Forschungsfonds Aargau oder das Nano-Argovia-Programm, aber auch bei Innosuisse, dem Bundesamt für Energie (BFE) oder dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) einzureichen – und dies mit einer überdurchschnittlich hohen Erfolgsquote.

Thematische Schwerpunkte des Hightech Zentrums sind Werkstoff- und Nanotechnologien, Erneuerbare Energietechnologien und Ressourceneffizienz sowie Industrie 4.0 und Digitalisierung.

Weitere Informationen: Hightech Zentrum Aargau

Technologietransfer FITT (FHNW)

FITT ist die Wissens- und Technologietransferstelle der FHNW und der AIHK.

Mit der Technologietransferstelle FITT unterstützt die Hochschule für Technik FHNW zusammen mit der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) Aargauer Unternehmen mit Wissens- und Technologietransfer aus ihrer Forschung und unterstützt damit die Innovationskraft der Unternehmen.

Das Angebot von FITT umfasst Beratungen, Vermittlung von Projekten und Fachkräften, Dienstleistungen und Analysen, gemeinsame Forschung- und Entwicklungsprojekte sowie die Nutzung von Infrastruktur an der FHNW in den Bereichen Technik, Informatik und Wirtschaft.

Weitere Informationen:

Technopark Aargau

Der Technopark Aargau unterstützt Jungunternehmen und ermöglicht ihnen Innovations- und Transferprojekte.

Die in Brugg domizilierte Förderstiftung Technopark® Aargau fördert innovative Geschäftsideen und unterstützt Jungunternehmen. Den Firmen wird über eine bestimmte Periode ein umfangreiches Starthilfepaket an praktischem Wissen sowie Hard- und Software zur Verfügung gestellt. Die Einbindung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), des Paul Scherrer Instituts (PSI) und zahlreicher namhafter Unternehmungen ermöglicht nachhaltige Innovations- und Transferprojekte. Der Kanton hat sich massgeblich für die Gründung der Förderstiftung eingesetzt und ist als Stifter beteiligt.

Weitere Informationen: Technopark Aargau

PARK INNOVAARE

Der Park INNOVAARE ermöglicht der Industrie Zugang zur Forschungsinfrastruktur des PSI.

Der PARK INNOVAARE liegt beim Paul Scherrer Institut (PSI) und ermöglicht technologieorientierten Unternehmen den Zugang zu Wissen aus der Spitzenforschung und Forschungsinfrastruktur, insbesondere den Grossforschungsanlagen des PSI. Damit erhalten diese Unternehmen beste Voraussetzungen für ihre eigene Forschung.

Weitere Informationen: PARK INNOVAARE

ANAXAM

ANAXAM ermöglicht Firmen den Zugang zu den Analytikmethoden des PSI.

Die produzierende Industrie befindet sich zurzeit in einem grossen Umbruch. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und der stärkeren Vernetzung zwischen IT-Systemen, Maschinen und Produkten ergeben sich im Bereich der Produktionsverfahren und Fertigungstechnologien völlig neue Möglichkeiten (Advanced Manufacturing, AM). Diese Entwicklungen sind für die Schweizer Industrie von grosser Bedeutung, da sie hoch innovative Entwicklungen in der Herstellung von hochpreisigen und besonders kompetitiven Gütern ermöglichen.

Das Technologietransferzentrum 'Analytics with Neutrons And X-rays for Advanced Manufacturing', kurz ANAXAM, bietet der Industrie Zugang zu fortschrittlichen Analytikmethoden am Paul Scherrer Institut (PSI), die ursprünglich für die Grundlagenforschung entwickelt wurden. ANAXAM fokussiert auf die angewandte Materialanalytik mittels Neutronen- und Röntgenstrahlung unter Einsatz neuartiger und massgeschneiderter Infrastruktur. Es schliesst die bestehende Lücke im Wissens- und Technologietransfer zwischen der Forschung und Entwicklung (Pilot- und Prototyping) und der Industrie (Produktion).

ANAXAM wurde 2019 vom PSI, der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), dem Swiss Nanoscience Institute (SNI) und dem Kanton Aargau gegründet. Es ist eines von bisher zwei Technologietransferzentren (AM-TTC) in der Schweiz. Die AM-TTC sind eine Initiative des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und des ETH-Rats.

Weitere Informationen:

Die Angebote zum Wissens- und Technologietransfer sind eingebettet in das Programm Hightech Aargau.