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Förderung Hochschulnetz

Hochschulen und Forschungsinstitute spielen eine zentrale Rolle für die Wirtschafts- und Innovationskraft und damit für die Attraktivität des Kantons Aargau als Wissens- und Wirtschaftsstandort.

Die gesellschaftliche Innovationskraft und wirtschaftliche Lage des Aargaus sind in hohem Mass von einem leistungsfähigen schweizerischen Hochschulnetz abhängig. Der Kanton engagiert sich in der Hochschul- und Innovationsförderung mit dem Ziel, die Innovationskraft von Gesellschaft und Wirtschaft sowie den Wissens- und Wirtschaftsstandort kantonal, regional und gesamtschweizerisch zu stärken (§ 2 des Hochschul- und Innovationsförderungsgesetzes HIG).

Der Kanton Aargau beteiligt sich daher an Zusammenarbeitsprojekten mit anderen Kantonen und Hochschulen und unterstützt folgende Forschungsinstitutionen.

Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA)

Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA)

Das ZDA erforscht die Funktionsweisen der Demokratie in einer sich schnell wandelnden und global vernetzten Welt.

Seit 2008 besteht in Aarau das Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA). Es wird von der Stadt Aarau, dem Kanton Aargau, der Universität Zürich und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) getragen. Es leistet einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der (direkten) Demokratie und stellt den Transfer von Forschungsergebnissen in die Öffentlichkeit sicher.

Das ZDA besteht aus den drei Abteilungen "Allgemeine Demokratieforschung" (ADF), "Centre for Research on Direct Democracy" (c2d) und "Politische Bildung und Geschichtsdidaktik" (PBGD).

Dank der einzigartigen Zusammenarbeit zwischen der Universität Zürich, der Pädagogischen Hochschule der FHNW sowie von Kanton Aargau und Stadt Aarau und dank seiner breiten fachlichen Ausrichtung hat sich das ZDA als zentraler Bestandteil des Hochschulstandorts Aargau etabliert.

Das ZDA befindet sich in der Villa Blumenhalde, die von Heinrich Zschokke (1771−1848) entworfen und bewohnt wurde. Zschokke war wesentlich am Aufbau der Institutionen des Kantons Aargau und an der Gründung der modernen Schweiz beteiligt. Damit passt die aktuelle Nutzung des Hauses, die Erforschung der Demokratie, ausgezeichnet zum Wirken Zschokkes und zur Geschichte der Blumenhalde.

Weitere Informationen: Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA)

Swiss Nanoscience Institute (SNI)

Swiss Nanoscience Institute (SNI)

Der Kanton Aargau unterstützt das SNI mit dem Ziel, in einer Schlüsseltechnologie die Forschung und den Wissenstransfer in die Aargauer Wirtschaft zu fördern.

Nanowissenschaften beschäftigen sich mit Strukturen im atomaren Bereich. Hier gelten neue Gesetzmässigkeiten, die die Herstellung von Materialien mit früher unbekannten Eigenschaften ermöglichen. Die Nanotechnologie gilt daher als zukünftige Schlüsseltechnologie. Für die stark industriell geprägte Wirtschaft des Kantons Aargau wird es entscheidend sein, dass sie an vorderster Front der nanotechologischen Innovation mithalten kann.

Das SNI wurde 2006 vom Kanton Aargau und der Universität Basel geschaffen, um den nationalen Forschungsschwerpunkt Nanowissenschaften (2001-2013) zu stärken und weiterzuführen. Damit werden Forschung, Ausbildung und Technologietransfer in den Nanowissenschaften und der Nanotechnologie in der Nordwestschweiz gefördert. Mit seinem interdisziplinären Studiengang in Nanotechnologie bildet das SNI hochqualifizierte Fachkräfte aus.

Mit dem vom Kanton Aargau finanzierten Nano-Argovia-Programm werden Erkenntnisse aus der international anerkannten Grundlagenforschung in Nanotechnologie für die Industrie im Kanton nutzbar gemacht. Dieses Programm ermöglicht es der Industrie im Aargau, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SNI sowie mit Forschenden am Paul Scherrer Institut (PSI) und an Fachhochschulen neue Projekte zu entwickeln. Mit dem Nano-Argovia-Programm und als Mitträger von ANAXAM bildet das SNI einen wichtigen Pfeiler der Hightech-Strategie des Kantons Aargau.

Weitere Informationen: Swiss Nanoscience Institute (SNI)

Informationen zum Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS/NCCR) 2001-2013: "Nanowissenschaften – Impulse für Lebenswissenschaften, Nachhaltigkeit, neue Informations- und Kommunikationstechnologien"

Paul Scherrer Institut (PSI)

Paul Scherrer Institut (PSI)

Das PSI in Villigen ist das grösste Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz.

Die Forschungsschwerpunkte des PSI sind "Materie und Material", "Energie und Umwelt", "Mensch und Gesundheit" und "Computergestützte Wissenschaften, Theorie und Daten". Das PSI betreibt mehrere Grossforschungsanlagen wie das Röntgen-Freie-Elektronen-Laser (SwissFEL), die Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) und ein Protonentherapie-Ambulatorium zur Krebsbehandlung, die teilweise auch mit Unterstützung des Kantons Aargau (Swisslos-Fonds) finanziert wurden.

Das PSI ist ein wichtiger Teil des Hochschulnetzes und des Wissens- und Technologietransfers im Kanton Aargau: Es führt zwei Institute mit der Hochschule für Technik FHNW (Institut für Nanotechnische Kunststoffanwendungen, Institut für Biomasse und Ressourceneffizienz), beteiligt sich am Swiss Nanoscience Institute (SNI) und ist zentraler Forschungspartner des Park Innovaare und von ANAXAM.

Das PSI bildet zusammen mit der ETH Zürich, der EPFL in Lausanne, EMPA, EAWAG und WSL den ETH-Bereich und wird weitgehend vom Bund finanziert.

Weitere Informationen:

Vindonissa-Professur an der Universität Basel

Vindonissa-Professur an der Universität Basel

Die Vindonissa-Professur dient der Erforschung der römischen Fundstätten im Kanton Aargau.

Im Bestreben, die im Kanton Aargau aus der römischen Besiedlungszeit zahlreich anfallenden Ausgrabungsfunde vermehrt einer wissenschaftlichen Auswertung zuzuführen, wurde 2009 an der Universität Basel die Vindonissa-Professur für Provinzialrömische Archäologie errichtet. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Aargau und der Universität Basel hat zum Ziel, Synergien zu schaffen, insbesondere durch die Intensivierung der interdisziplinären Forschung im Umfeld der bekannten Fundstätten von Vindonissa und Kaiseraugst sowie durch die Verstärkung der Lehre und Forschung an der Universität Basel im Bereich der Archäologie und der Archäobiologie, speziell der römischen Provinzen nördlich der Alpen.

Weitere Informationen:

Ebenfalls im Kanton Aargau ist der Hauptsitz des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).