Über das Buch
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs rückten die Kampfhandlungen immer näher an die Grenzen der Schweiz und überschritten diese teilweise sogar. Besonders spürbar war dies in der Region rund um das Städtchen Domodossola. Dort entstand im Herbst 1944 kurzzeitig eine freie Partisanenrepublik, welche einen regen Austausch mit der Schweiz pflegte. Obwohl nur einige Kilometer von der Grenze entfernt, ist diese Geschichte in der Deutschschweiz beinahe unbekannt. Das Buch schliesst diese Lücke und beleuchtet ein oft vergessenes Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Es entwirrt das komplexe Geflecht zwischen italienischen Partisanen, deutschen und faschistischen Besatzern sowie den zunehmend involvierten Schweizer Behörden in den Jahren 1943 bis 1945.
Das Buch leistet einen Beitrag zu einer laufenden Debatte: Die eidgenössischen Räte werden sich 2026 mit Schweizerinnen und Schweizern befassen, welche fremde Armeen wie die französische Résistance oder die italienische Resistenza unterstützt oder in ihren Reihen gekämpft haben. Dazu gehörte auch die Hilfe aus dem Tessin für die Partisanen im Ossolagebiet.
Über die Autoren
Der Tessiner Historiker Raphael Rues ist Spezialist für die Geschichte des Tessins und der deutsch-faschistischen Beziehungen während des Zweiten Weltkriegs.
Andrej Abplanalp hat zur Partisanenrepublik Ossola geforscht und in Domodossola gelebt. Er ist heute Kommunikationschef des Schweizerischen Nationalmuseums.
Ringier Bildarchiv (RBA)
Das Buch enthält Fotografien aus dem Ringier Bildarchiv (RBA). Im Rahmen der Veranstaltung werden ausgewählte Bilder präsentiert.
Das RBA umfasst rund 7 Millionen analoge Pressebilder. Die Fotografien dokumentieren Ereignisse und Personen der Geschichte der Schweiz und der Welt zwischen den 1930er und dem Ende der 1990er Jahre. Im Zuge der Digitalisierung stellte das im aargauischen Zofingen gegründete Medienhaus Ringier die Bewirtschaftung seines analogen Archivs ein und übergab es 2009 dem Staatsarchiv Aargau.