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Buchpräsentation: Raphael Rues "Kampfzone Ossola"

Raphael Rues stellt sein neues Buch "Kampfzone Ossola. Der Widerstand an der Schweizer Südgrenze 1943–1945" vor und liest daraus. Im Rahmen der Veranstaltung werden ausgewählte Bilder aus dem Ringier Bildarchiv präsentiert.

Datum und Uhrzeit: 19:00–20:30 Uhr

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Schwarz-weiss-Foto zeigt einen bewaffneten Mann neben einem Steinhaus.
Bewaffneter Partisane steht neben einem Steinhaus auf der Alpi Aleccio bei Crodo (Italien), 6. September 1944. Unbekannt © StAAG/RBA10-10_WiderstandPartisanen13_1

Über das Buch

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs rückten die Kampfhandlungen immer näher an die Grenzen der Schweiz und überschritten diese teilweise sogar. Besonders spürbar war dies in der Region rund um das Städtchen Domodossola. Dort entstand im Herbst 1944 kurzzeitig eine freie Partisanenrepublik, welche einen ­regen Austausch mit der Schweiz pflegte. Obwohl nur einige Kilometer von der Grenze entfernt, ist diese Geschichte in der Deutschschweiz beinahe unbekannt. Das Buch schliesst diese Lücke und beleuchtet ein oft vergessenes Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Es entwirrt das komplexe Geflecht zwischen italienischen Partisanen, deutschen und faschistischen Besatzern sowie den zunehmend in­volvierten Schweizer Behörden in den Jahren 1943 bis 1945.

Das Buch leistet einen Beitrag zu einer laufenden Debatte: Die eidgenössischen Räte werden sich 2026 mit Schweizerinnen und Schweizern befassen, welche ­fremde Armeen wie die französische Résistance oder die italienische Resistenza unterstützt oder in ihren Reihen gekämpft haben. Dazu gehörte auch die Hilfe aus dem Tessin für die Partisanen im Ossolagebiet.

Über die Autoren

Der Tessiner Historiker Raphael Rues ist Spezialist für die Geschichte des Tessins und der deutsch-faschistischen Beziehungen während des Zweiten Weltkriegs.

Andrej Abplanalp hat zur Partisanenrepublik Ossola geforscht und in Domodossola gelebt. Er ist heute Kommunikationschef des Schweizerischen Nationalmuseums.

Detailinformationen

OrtAargauer Kantonsbibliothek, Foyer
AnmeldungPer Webformular
TüröffnungAb 18:30 Uhr
Eintrittkostenlos, inkl. Apéro
ZugangDie Kantonsbibliothek ist mit dem Rollstuhl über eine Rampe und die Toiletten sind über einen Lift zugänglich. Mehr Infos finden Sie auf der Zugänglichkeits-Plattform ginto. Fragen bezüglich Zugang gerne per E-Mail an kantonsbibliothek@ag.ch oder per Telefon +41 (0)62 835 23 62.

Ringier Bildarchiv (RBA)

Das Buch enthält Fotografien aus dem Ringier Bildarchiv (RBA). Im Rahmen der Veranstaltung werden ausgewählte Bilder präsentiert.

Das RBA umfasst rund 7 Millionen analoge Pressebilder. Die Fotografien dokumentieren Ereignisse und Personen der Geschichte der Schweiz und der Welt zwischen den 1930er und dem Ende der 1990er Jahre. Im Zuge der Digitalisierung stellte das im aargauischen Zofingen gegründete Medienhaus Ringier die Bewirtschaftung seines analogen Archivs ein und übergab es 2009 dem Staatsarchiv Aargau.

Hervorgehoben:Im Fokus 2026: Wahrheit und Lüge

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des diesjährigen Fokusthemas "Wahrheit und Lüge" von Bibliothek und Archiv Aargau statt. In den frühen Jahren des Kantons Aargau war staatliche Zensur ein zulässiges Mitte, um den öffentlichen Diskurs zu lenken. Heute schreiben Algorithmen Geschichten, Bots produzieren Bilder und Fake News verbreiten sich schneller als je zuvor. Wie gelingt uns die Unterscheidung zwischen Fakten und Verzerrung? Und wer bestimmt, was Wahrheit ist?

  • Departement Bildung, Kultur und Sport