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Blinky

Sophie Kellner – Medienkunst & Film – 3. bis 9. Klasse, Sekundarstufe II

zwei blinkende Stofftiere Bild vergrössern
Foto: Sophie Kellner

Im Workshop entdecken die Schülerinnen und Schüler die neue Technologie der elektronischen Textilien und lernen, wie man einen weichen, textilen Stromkreis näht. Nach dem Prinzip eines einfachen elektrischen Schaltkreises, nähen sie diesen mit leitfähigem Garn und Stoff, selbstgemachtem textilem Schalter, LED und Knopfbatterie. Der Schaltkreis bekommt nun seine individuelle Gestalt als Stoffmonster "Binky". Der Kreativität mit Stoffen, Formen und Stickereien lassen die Schülerinnen und Schüler freien Lauf. Zwickt man "Blinky" in den Fuss, antwortet er mit seinem frechen Leuchten. Der Workshop verbindet ideal das Kennenlernen einfacher elektrotechnischer und physikalischer Prinzipien mit handwerklichen und gestalterischen Tätigkeiten.

Hinweis

Weitere Angebote sind unter www.sophiekellner.de (öffnet in einem neuen Fenster)publiziert.

Detailinformationen

OrtSchulhaus
Datennach Vereinbarung
Kosten/Dauer Fr. 800.– für einen Tag (mit Impulskredit Fr. 400.–), inklusive Materialkosten
Gruppengrösseeine Schulklasse
KontaktSophie Kellner, Tel. 076 702 01 88,
Websitewww.sophiekellner.de (öffnet in einem neuen Fenster)

Interview mit Sophie Kellner

Sophie Kellner spricht im Interview über die elektro-textile Technik von "Blinky" und "Sound Knitting" und ihren Mehrwert für Schulklassen.

Porträtfoto von junger Frau vor Wandhintergrund Bild vergrössern
© Sophie Kellner

Die oft technikaffineren Jungen gestalten mit (Strick)Nadel und Faden, ebenso wie die Mädchen sich mit dem Lötkolben zu schaffen machen und digitale Codes auf einen Mikrokontroller laden.

Sophie KellnerKünstlerin

In Ihren Angeboten "Blinky" und "Sound Knitting" verbinden Sie Elektronik mit Textilien. Wie ist die Idee zu dieser Verbindung entstanden?

Elektronik, wie wir sie kennen, ist meist schwarz, hart und oft in Kästen versteckt. Als Gestalterin mit textilem Hintergrund habe ich mir Gedanken über die Form von Elektronik gemacht. Wieso können Schaltkreise nicht farbig sein, flexibel und haptisch anregend? Wie kann man Schaltkreise sichtbar machen, anstatt sie zu verstecken? Mit textilen Techniken und der Verfügbarkeit neuer Materialien wie zum Beispiel leitfähigem Garn ist es möglich, diese spannende Konvergenz auszuloten.

Schülerinnen und Schüler begegnen Elektronik auch im Alltag. Was lernen sie durch das Basteln mit einfachen Schaltkreisen?

Durch das offene Arbeiten mit elektronischen Textilien wird eine Wertigkeit vermittelt. Oft vergessen wir, welche wertvollen Komponenten in Elektronik verbaut sind (seltene Erden, Metalle und so weiter), weil wir sie nicht sehen. Bei den flexiblen "Platinen" müssen die Schülerinnen und Schüler die Komponenten einzeln einarbeiten und bestimmen, wie viel Silbergarn sie benötigen. Sie lernen, dass Elektronik nicht nur User-orientiert sein kann (Smartphone), sondern verlieren ihre Berührungsängste durch die spielerische Interaktion.

Welche Ergänzung zum Fach "Textiles und Technisches Gestalten" bieten Ihre Angebote?

In den Workshops arbeiten wir mit neuen Materialien, den sogenannten elektronischen Textilien. Das sind zum Beispiel leitfähige Garne und Stoffe. Herkömmliche Elektronik wie LEDs und Widerstände werden physisch "gehackt", sodass wir sie vernähen können. Wir arbeiten mit der Software Arduino und kleinen annähbaren Mikrokontrollern und lernen, wie das E-Textile reagiert, wenn wir Parameter im Code verändern. Ein zusätzliches Plus finde ich die genderübergreifende Thematik: Die oft technikaffineren Jungen gestalten mit (Strick)Nadel und Faden, ebenso wie die Mädchen sich mit dem Lötkolben zu schaffen machen und digitale Codes auf einen Mikrokontroller laden.

Welche Kompetenzen werden den Schülerinnen und Schülern durch "Blinky" und "Sound Knitting" näher gebracht?

Das Nähen von Hand oder das Stricken eines kleinen Quadrats erfordert Geduld, Konzentration und Präzisionsvermögen. Leitfähige Komponenten im Werkstück dürfen sich nicht immer berühren und es erfordert spezielles Know-How, um diese Materialien richtig zu verarbeiten. Beim "Soundknitting" kommt ausserdem das Transferverständnis zwischen physischem Werkstück und digitalem Coding hinzu.

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