Navigation

Sprunglinks

Smarte Dienstleistungen des Kantons Aargau

Die folgende Übersicht zeigt einige Digitalisierungsbeispiele, die im Kanton Aargau bereits realisiert beziehungsweise initiiert wurden.

Abgeschlossene Projekte

Amtsblatt 4.0

Online-Plattform kantonales Amtsblatt

Das Amtsblatt des Kantons Aargau ist voll digitalisiert. Seit 1. Juli 2019 steht nen Nutzerinnen und Nutzern neu auch eine leistungsstarke Such- und Recherchefunktion zur Verfügung, die Darstellung wurde für alle Endgeräte optimiert. Weiter gibt es für die Erfassung und Publikation von Inhalten verschiedene Vereinfachungen und Verbesserungen.

amtsblatt.ag.ch (öffnet in einem neuen Fenster)

eAnhörungen

Digitale öffentliche Anhörungen

Der Kanton Aargau führt regelmässig Anhörungen durch. Damit wird die Mitwirkung von Parteien, Interessensgruppen und der Öffentlichkeit bei Erlassen sichergestellt. Seit Ende September 2020 führt der Kanton Aargau öffentliche Anhörungen mehrheitlich als eAnhörungen durch. Das Beantworten des Anhörungsfragebogens erfolgt vollständig digital und ist in "Mein Konto" (Bürgerkonto des Kantons Aargau) integriert.

Anhörungen und Vernehmlassungen

E-Dossier Asylunterbringung

Elektronische Dossiers im Asylbereich

Die Unterabteilung Asyl hält mit der digitalen Entwicklung Schritt und kann schneller auf allfällige Veränderungen im Umfeld reagieren. Die digitale Sicherung der Daten ist besser vor Verlust geschützt als ein Papierarchiv und ortsunabhängiger Zugriff auf sämtliche Dossiers ist möglich. Sobald sich die digitale Ablage etabliert hat, können auch Gemeinden profitieren, indem sie von der Verwaltung mit elektronischen Dossiers bedient werden (heute werden die Dossiers noch in Papierform an die Gemeinde übergeben, wenn diese für einen Klienten die Verantwortung übernimmt).

eKlientenadministration SHW (ELWIS)

Fachapplikation CONNET

Der Name des Projekts der Name setzt sich zusammen aus Einrichtungen, Leistungen und KLienten, Web-Interface, SAP.

Einrichtungen im Behindertenbetreuungsbereich können ihre Kernprozesse wie Klienten-Aufnahme, Datenbewirtschaftung, Leistungsabgeltung und Leistungsvereinbarung strukturiert, effizienter und fehlerfreier abwickeln und dem Kanton übermitteln. Mit dem Go-Live der Fachapplikation CONNET am 11. Januar 2021 und der Verarbeitung der ersten Abrechnungen am 1. Februar 2021 ist das Digitalisierungsprojekt erfolgreich umgesetzt.

Einblick in das Projekt ELWIS und die Fachapplikation CONNET

Elektronische Projekteingaben Zivilschutzräume

Zisoft Web

Baugesuche und Baubeginn werden durch die Bauverwaltung einer Gemeinde ins Gebäude- und Wohnregister (GWR) sowie im eBau Aargau erfasst und über eine Schnittstelle der zentralen Datenbank Zivilschutz (Zisoft Web) beim Kanton übermittelt. Mit dieser Optimierung wird die heute doppelte Eingabe – bei den Gemeinden und beim Kanton – eliminiert und Fehlerquellen reduziert.

eBau Aargau

Elektronischer Baubewilligungsprozess

Mit eBau Aargau schafft der Kanton eine benutzerfreundliche, medienbruchfreie elektronische Dienstleistung, welche sowohl den Gesuchstellenden, als auch den Gemeinden und dem Kanton einen Mehrwert bringt. Im Rahmen des Projekts bereits umgesetzt sind das digitale Gesuchsformular sowie eine E-Government-Lösung für die kommunale Abwicklung des Baubewilligungsprozesses (Gemeinden ohne eigene Bauverwaltungslösung). In einer nächsten Etappe wird der kantonale Prozess integriert (eBau extended). Abschliessend werden dann die Gemeinden mit einer Bauverwaltungslösung über eine eCH-Schnittstelle an den Prozess angebunden.

eBau Aargau

E-Rechnungen

Umsetzung Projekt ELBA mit Einführung E-Rechnungen Kreditoren

Rechnungsstellende können seit dem 1. April 2019 ihre Rechnungen elektronisch an den Kanton Aargau übermitteln, ohne ihre Rechnung zu drucken oder mit der Post zu senden. Das neue System ELBA (elektronische Belegführung und Archivierung) ermöglicht eine medienbruchfreie Verarbeitung, Verbuchung und Archivierung dieser Rechnungen. Rechnungsstellende profitieren damit von einer papierlosen und portofreien Zustellung.

E-Rechnungen

eUmzug

Umzug online melden

Einwohnerinnen und Einwohner sowie Neuzuziehende können sich seit August 2017 rund um die Uhr bequem online an-, ab- und ummelden. Der Kanton Aargau und weitere Kantone haben sich zum Verbund eUmzug Schweiz zusammengeschlossen und bieten eine gemeinsame Lösung für die online Adressänderung an.

eUmzug Aargau

Erfassung Schutzraumeigentümer

Zisoft Web

Die Bauverwaltung einer Gemeinde verknüpft im Gebäude- und Wohnregister (GWR) die Schutzräume mit den dazugehörigen Objekten respektive Eigentümern aus dem Grundbuchamt bzw. nimmt Mutationen vor. Via Schnittstelle werden die Daten bzw. Mutationen in die zentrale Datenbank Zivilschutz (Zisoft Web) beim Kanton übermittelt. Mit dieser Optimierung wird die heute doppelte Eingabe – bei den Gemeinden und beim Kanton – eliminiert und Fehlerquellen reduziert.

Lehrbetriebsportal

Digitale Dienstleistungen rund um die Lehrstelle

Für Prozesse zwischen Lehrbetrieb, Berufsbildenden und Kantonsverwaltung gibt es eine zentrale Lösung. Das interkantonale Lehrbetriebsportal verbindet die bestehenden Online-Prozesse (Lehrstellenausschreibung und Lehrvertrags-Erstellung) und alle weiteren Geschäftsprozesse rund um die Lehrvertragsadministration sowie subsummiert die Administration der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner. Aktuell verfügbare Dienstleitungen umfassen das Verwalten von Lehrstellen und Schnupperlehren im LENA, Lehrvertrag einreichen, aktuelle Lehrverhältnisse anzeigen und Lehrbetriebsadresse mutieren. Die Dienstleistungen werden laufend ergänzt.

ag.ch/lehrbetriebsportal

Sportfonds-Gesuchsportal

Fachapplikation Gesuche Swisslos-Sportfonds

Die Erfassung, Bearbeitung und Auszahlung von Beitragsgesuchen aus dem Swisslos-Sportfonds werden dank dem Online-Portal erleichtert und wo möglich automatisiert. Medienbrüche gibt es noch, wenn der Regierungsrat aufgrund der Beitragshöhe über das Gesuch entscheidet. Das Gesuchsportal wird ebenfalls erfolgreich bei den Swisslos-Gesuchen Kultur und vollständig medienbruchfrei beim Aargauer Kuratorium umgesetzt.

Swisslos-Sportfonds Aargau

Stipendienportal

Neues Stipendienportal gefällt

Seit dem 1. Juli ist das neue Stipendienportal online. Ein Stipendiengesuch kann nun vollständig digital eingereicht und künftig auch der Bearbeitungsstand abgerufen werden. Die ersten Reaktionen sind sehr positiv. Dem Gesuchportal wird eine grosse Benutzerfreundlichkeit attestiert.

Die Sektion Stipendien hat bereits mit der Einführung von easySTIP (elektronische Gesucheinreichung) im Sommer 2017 einen ersten Schritt Richtung Digitalisierung unternommen. 2019 wurden alle Dossier der Bewerber digitalisiert und es werden seit diesem Zeitpunkt keine physischen Dossiers mehr geführt. Im Rahmen von Smart Aargau werden nun auch alle Informatikanwendungen für Ausbildungsförderung konsequent weiterentwickelt und optimiert.

Die Kunden im Fokus

Das neue Stipendienportal soll insbesondere Gesuchstellenden einen Mehrwert bieten. Nutzende wurden mittels Umfrage ins Projekt einbezogen. Das Stipendienportal wurde entsprechend bedürfnisorientiert entwickelt.

Eine besondere Herausforderung war dabei der Miteinbezug von bevollmächtigten Personen in den Gesuchsprozess, wenn die Person in Ausbildung noch unter 18 Jahre alt ist. Was früher in einer Unterschrift der bevollmächtigten Person mündete, muss im Stipendienportal über Berechtigungen gelöst werden. Dass dafür alle Personen ein kantonales "Mein Konto"-Login benötigen, führte anfänglich zu grösserem Supportbedarf. Dank eines Erklärvideos und zielgruppenspezifischen Anleitungen konnten viele Anfragen aber abgefangen werden.

Auch wenn der Kunde im Fokus steht, resultieren daraus auch Erleichterungen für die Sektion Stipendien selber.

Laufende Weiterentwicklung

Das Stipendienportal wird kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Die Bedürfnisse der User werden damit miteinbezogen. Dafür ist eine weitere Kundenumfrage geplant. Ziel ist es, dass die Kommunikation zwischen der Sektion Stipendien und den Nutzern künftig ausschliesslich über das Portal erfolgt.

Durch die Einführung des Stipendienportals wird die Sektion Stipendien die Gesuche effizienter bearbeiten können sowie die Kommunikation zwischen Gesuchstellenden und der Verwaltung verbessert und vereinfacht.

Stipendienportal (öffnet in einem neuen Fenster)

Voicebot

Voicebot im Strassenverkehrsamt

Beim Strassenverkehrsamt sind 2018 rund 260'000 Telefonanrufe eingegangen. Eine Analyse der Frageinhalte zeigte, dass ein Grossteil der Anfragen (ca. 60-70 Prozent) einfachen Inhalts sind. Diese Standardfragen können mit einer Anrufabwicklung durch den Einsatz eines Voicebots automatisiert abgearbeitet und beantwortet werden. Durch die Erhöhung des Service-Levels sowie der Erreichbarkeit rund um die Uhr konnte eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit erreicht werden. Auch die Mitarbeiterzufriedenheit stieg aufgrund der Entlastung.

Der Voicebot ist seit März 2021 in Betrieb.

Weitere Informationen

Laufende Projekte

AGVE-online

Publikation der Aargauischen Gerichts- und Verwaltungsentscheide

Gemäss § 10 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; SAR 155.200) sind die Gerichte Kanton Aargau verpflichtet, ihre wegleitenden Entscheide zu publizieren. Diese Publikation erfolgt aktuell in der Sammlung der Aargauischen Gerichts- und Verwaltungsentscheide (AGVE). Zusätzlich werden in den AGVE auch wegleitende Beschwerdeentscheide des Regierungsrats und der Departemente publiziert.

Der heutige Herstellungsprozess ist auf die Produktion einer elektronischen Buchform (AGVE Online) ausgerichtet. Im Zeichen der vom Kanton Aargau verfolgten Digitalisierungsstrategie und zur Entlastung des Staatshaushalts haben sich der Regierungsrat und die Gerichte Kanton Aargau bereits früher dafür entschieden, die Publikation der AGVE in gedruckter Form einzustellen. Der AGVE-Band zum Jahr 2016 sowie das Generalregister der AGVE 2007–2016 waren deshalb die letzten Bände, die unter diesem Namen gedruckt erschienen sind.

Mit Wegfall der AGVE in gedruckter Form kann der Prozessablauf nunmehr optimiert werden. Die AGVE Online entspricht zudem nicht mehr den heutigen Anforderungen in Bezug auf die Einhaltung der gängigen Webstandards bzw. dem Ziel, sowohl die Barrierefreiheit (Accessibility) zu gewährleisten als auch die verschiedenen Mobile Devices (Responsive Design) zu unterstützen.

Regierungsrat und die Gerichte Kanton Aargau halten weiterhin an der gemeinsamen Publikation der Aargauischen Gerichts- und Verwaltungsentscheide (AGVE) fest. Jedoch sollen zukünftig nahezu alle Entscheide und fortlaufend publiziert werden. Um dies zu ermöglichen, ist der ganze Publikationsprozess von der Entscheidaufbereitung (Anonymisierung, Beschlagwortung, Zusammenfassung) bis zur Entscheiddarstellung (Internetauftritt mit Suchfunktionen) zu modernisieren beziehungsweise weiter zu digitalisieren.

Archäologische Fundstellenkarte

Optimierung zur Effizienzsteigerung bei der Bearbeitung von Baugesuchen und Raumplanungsvorhaben

Der Öffentlichkeit soll eine umfassende Datengrundlage zu den archäologischen Fundstellen im Kanton Aargau zur Verfügung stehen. Sie ermöglicht selbständige Abklärungen zu archäologischen Fundstellen, z.B. beim beabsichtigten Kauf eines Grundstücks. Sie gewährleistet Planungssicherheit und ist eine aktuelle Informationsquelle zur (Prä-)Historie des Kantons.

Den Planungsbehörden in der kantonalen Verwaltung soll eine vollständige und präzise Datengrundlage zu den archäologischen Fundstellen im Kanton Aargau zur Verfügung stehen. Sie ist Grundlage für die Beurteilung von Baugesuchen sowie Raumplanungsvorhaben, bietet Planungs- sowie Rechtssicherheit und orientiert darüber, wo ein Einbezug der Kantonsarchäologie nötig ist.

Der Wissenschaft soll eine umfassende Datengrundlage zu den archäologischen Fundstellen im Kanton Aargau zur Verfügung stehen. Die vollständig aufgearbeiteten und erfassten archäologischen Informationen ermöglichen eine rasche, ressourcenschonende Bereitstellung von Daten, da sich ein zusätzlicher Aufwand für Recherchearbeiten durch Mitarbeitende der Kantonsarchäologie erübrigt.

Building Information Modeling (BIM)

Digitalisierung im Bauwesen

Die Digitalisierung im Bauwesen bietet mit BIM erhebliche Chancen. ). BIM erzeugt und verwaltet digitale Modelle, einschliesslich der physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks oder einer Landschaft. Die EU BIM Taskgroup geht bis zum Jahr 2025 von jährlichen Kosteneinsparungen von 17-21 Prozent in der Planungs- und Bauphase sowie von 10-17 Prozent in der Betriebsphase aus. Den Annahmen liegt eine Studie der BCG (Boston Consulting Group) aus dem Jahr 2016 zu Grunde.

Der Planungs- und Bauprozess verknüpft die Rollen von Bauherrschaft, Planungsbüros und ausführenden Bauunternehmungen eng.

Digital Meeting

Digitale Regierungsratssitzungen

Mit dem Projekt "Digital Meeting" wird die Digitalisierung von Sitzungen der Konferenz der Generalsekretärinnen und Generalsekretäre (GSK) sowie des Regierungsrats umgesetzt. Damit wird jeweils der gesamte Sitzungsprozess, das heisst die Bereitstellung der Unterlagen, die Vorbereitung sowie die Durchführung und Nachbearbeitung einer Sitzung vollständig elektronisch und damit papier- und medienbruchfrei ermöglicht. Die technische Umsetzung dieses Vorhabens erfolgt mittels einer "Web-App"-Lösung. Darunter wird ein eigenständiges Browserportal verstanden, das auf der in der kantonalen Verwaltung flächendeckend eingesetzten Anwendung für die elektronische Geschäftsverwaltung "iGEKO" aufbaut. Seit März 2020 steht die Applikation für die Generalsekretärenkonferenz im operativen Einsatz und seit Mai 2021 ebenfalls den Departementen für die Vorbereitung der Regierungsratssitzungen zur Verfügung. Die Departemente werden bei der Einführung durch das Projektteam und mittels Austauschplattformen begleitet. Im Nachgang zur Einführung bei den Regierungsratssitzungen steht die Lösung für die Nutzung in weiteren Sitzungsprozessen bereit.

Digitales Leistungsangebot des Strassenverkehrsamts

Verkehrsexperten-App, Zulassungs-App, VoiceBot

Das Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau (StVA) nutzt die Chancen der digitalen Transformation, um der Bevölkerung und der Wirtschaft seine Dienstleistungen zunehmend in elektronischer Form anbieten zu können. Digitale Lösungen werden von den Kundinnen und Kunden des Strassenverkehrsamtes erwartet, wobei der Nutzen und die Einfachheit in der Anwendung zentrale Erfolgsfaktoren darstellen.

Die bereits eingeführte digitale Erfassung der Daten bei Fahrzeugprüfungen (Verkehrsexperten-App) hat sich gut bewährt. Mit dem neuen elektronischen Reparaturbestätigungsverfahren (eRBV) kann die Behebung von bei der Fahrzeugprüfung festgestellten Mängeln elektronisch durch den berechtigten Garagenbetrieb bestätigt werden. Die Entwicklung ist mittlerweile abgeschlossen. Die Prozess-Optimierungsmöglichkeiten durch die digitalen Abläufe im Bereich Fahrzeug- und Führerprüfungen werden zusätzlich im laufenden Projekt «Sanierung Prüfhalle» berücksichtigt und mögliche sowie notwendige Anpassungen der Infrastruktur vorgenommen.

Die Zulassungs-App (digitale Abwicklung von Halterwechseln von Fahrzeugen) wurde 2020 eingeführt. 2021 wird die Zulassungs-App auf die Zulassung von Neufahrzeugen inklusive Wechselschildzulassungen ausgeweitet. Da eine Zulassung in der Regel einen Versicherungsnachweis benötigt, wird die Möglichkeit geschaffen, das Vorhandensein eines Versicherungsnachweises durch Kundinnen und Kunden auf einer Plattform überprüfen zu lassen. Damit kann die unnötige Fahrt zum Strassenverkehrsamt oder ein telefonisches Nachfragen verhindert werden.

Mit VoiceBot können häufig gestellte Fragen automatisiert beantworten werden. Die Testphase des VoiceBot ist abgeschlossen. Seit Juli 2021 wird der VoiceBot offiziell als Überlaufventil für Telefonanrufe in der Warteschleife eingesetzt. Erste Auswertungen zeigen, dass rund 20 Prozent der Kundinnen und Kunden, die sich in der Telefonwarteschleife befinden, das Angebot des VoiceBots in Anspruch nehmen.

Weitere Vorhaben werden in den nächsten Jahren umgesetzt. So wird zum Beispiel geplant, eine Software zu beschaffen, welche die medienbruchfreie Verarbeitung der Polizeirapporte erlauben wird. Für die digitale Transformation beim Strassenverkehrsamt wurde vom Grossen Rat ein Rahmenkredit "Digitalisierung Strassenverkehrsamt" im Umfang von 2,2 Millionen Franken bewilligt (GRB 2020-1804 vom 16. Juni 2020).

Digitaler Kompetenzcheck

Selbstbeurteilung digitaler Kompetenzen

Mit dem digitalen Kompetenzcheck können sich die Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung mit Hilfe eines Online-Fragebogens einen Überblick über die eigenen digitalen Kompetenzen verschaffen. Basierend auf den Ergebnissen werden den Teilnehmenden Vorschläge gemacht, wie sie diese Kompetenzen stärken oder zielführend entwickeln können. Der digitale Kompetenzcheck dauert ca. 20 Minuten, kann auf Abteilungs-, Departements- und Kantonsebene ausgewertet werden und zeigt mögliche Massnahmen für die Personalentwicklung auf.

Fundierte, digitale Kompetenzen sind die Grundlage, um digitale Prozesse zu etablieren, neue digitale Dienstleistungen einzuführen und effektiv mit digitalen Arbeitsinstrumenten zu arbeiten. Davon profitiert die Wirtschaft indirekt, indem ihr digitale und benutzerfreundliche Dienstleistungen sowie Prozesse für die Interaktion mit den Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung Aargau zur Verfügung stehen.

Die Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung erhalten eine Übersicht über die Ausprägung ihrer eigenen, digitalen Kompetenzen, welche in der Zukunft an Relevanz gewinnen. Es werden niederschwellige Massnahmen zur Entwicklung der individuellen Kompetenzen vorgeschlagen. Dadurch können Mitarbeitende die eigene Arbeitsmarktfähigkeit erhöhen. Auch wird die Entwicklung der Kompetenzen von Mitarbeitenden sichergestellt, welche für die Erreichung der Ziele aus dem Entwicklungsleitbild dienlich sind.

Die Einführung des digitalen Kompetenzchecks ist per Ende 2022 geplant.

Digitaler Offert-Prozess ÖV-Angebot

Digitalisierung und Automatisierung der Offerten-Einholung und Bewirtschaftung des ÖV-Angebot

Der öffentliche Verkehr gehört zu den Grundfesten der Schweiz. Die Bedeutung für die Wirtschaft sowie auch das gesellschaftliche Leben sind unbestritten. Der Kanton Aargau unterhält ein sehr dichtes und stetig wachsendes ÖV-Netz, er ist der grösste Besteller bei PostAuto AG und der zweitgrösste bei der SBB Regionalverkehr. Die Anforderungen an die Branche steigen stetig, da die Nachfrage bei begrenztem Raum stark wächst. Der Trend zu immer mehr digitalen Lösungen ist im ÖV deutlich erkennbar. Der Offertprozess ist der zentrale Prozess beim ÖV-Bestellverfahren. Es ist unabdingbar, dass in diesem Bereich der nächste digitale Schritt angegangen wird um für die Zukunft tragbare Lösungen zu schaffen. Dadurch werden Ressourcen freigeschaffen, um sich der steigenden Komplexität zu stellen.

Mit der Digitalisierung des Offertprozesses für das ÖV-Angebot werden die Transportunternehmen deutlich entlastet. Doppelspurigkeiten bei der Datenlieferung der Transportunternehmen fallen weg, dafür steigt die Flexibilität für Änderungen. Damit wird eine noch bessere Abstimmung zwischen den Transportunternehmen und den Bestellern ermöglicht.

Die aktuelle Bevölkerungsprognose für den Kanton Aargau zeigt, dass die Gesamtbevölkerung bis 2040 um rund 25 Prozent ansteigen dürfte. Neben diesem Zuwachs wird sich der Altersaufbau in den nächsten Jahren deutlich ändern. Mit diesem Wandel der Bevölkerungsstruktur wird sich auch das Mobilitätsverhalten verändern und der öffentliche Verkehr zusätzlich an Bedeutung gewinnen. In den nächsten 20 Jahren werden die im ÖV gefahrenen Personenkilometer in der Schweiz um durchschnittlich 50 Prozent zunehmen. Die Digitalisierung im Offertprozess ÖV-Angebot hilft, die steigenden Anforderungen der Bevölkerung an den öffentlichen Verkehr noch besser bewältigen zu können.

Die Einführung ist per Sommer 2022 geplant.

Digitalisierung im Bildungsbereich

Möglichkeiten der Digitalisierung im Bildungsbereich nutzen

Im Rahmen des Entwicklungsschwerpunkts "Möglichkeiten der Digitalisierung im Bildungsbereich nutzen" werden verschiedene Massnahmen zur Unterstützung von Schulen und Gemeinden bei der Förderung der Digitalisierung im Bildungsbereich initiiert. Die Erkenntnisse aus einem Projekt, in welchem der Beitritt zu Edulog, der Föderation der Identitätsdienste im Bildungsraum Schweiz, geprüft wurde, führen zu einem weiteren Vorhaben. Darin wird ermittelt, inwieweit die zwei Ziele "Anbindung aller Aargauer Volksschulen an Edulog" und "eine digitale Bildungsidentität für die gesamte schulische Laufbahn" über eine kantonal einheitliche Schuladministrationslösung optimal erreicht werden können. 2021 und 2022 werden unter Einbezug verschiedener Volksschulen die Möglichkeiten und Voraussetzungen für eine solche Lösung geklärt. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse wird 2022 über den Projektauftrag und das weitere Vorgehen betreffend eine kantonale Bildungsidentität entschieden.

Digitalisierung im Migrationsamt

Digitalisierung der Meldungen im Ausländerwesen

Das Projekt zur Abschaffung der formularbasierten Papiermeldungen im Ausländerwesen hat zum Ziel, Meldeflüsse zwischen Gemeinden und Migrationsamt bis 2023 zu digitalisieren. Dies führt beim Migrationsamt und bei den Gemeinden zu einer Effizienzsteigerung und schnelleren Verarbeitungen der Mutationen.

  • Einwohnerkontrollen müssen keine manuellen Mutationsmeldungen mehr ans MIKA weiterleiten
  • Keine Anpassungen an den Fachsoftwarelösungen der EWK nötig
  • Schnellere Durchlaufzeiten der Verfahren und damit schnellere Ausweiserstellung
  • Steigerung der Datenqualität durch medienbruchfreien Transport und Verarbeitung der Daten
  • Steigerung der Datenqualität
  • Das MIKA muss keine manuellen Mutationsmeldungen mehr verarbeiten

Digitalisierungs- und Applikationsstrategie (DuAS) im Steuerwesen

DuAS im Steuerwesen

Das Kantonale Steueramt (KStA) will die Chancen der digitalen Transformation nutzen und der Bevölkerung und den Unternehmen medienbruchfreie und digitale Dienstleistungen zur Abwicklung des Steuerwesens anbieten. Dazu wurde eine Digitalisierungs- und Applikationsstrategie (DuAS) für die kommenden Jahre ausgearbeitet. Mit den definierten Zielbildern und den initiierten Umsetzungsprojekten soll die Digitale Transformation des Steuerwesens in den Jahren 2021 bis 2025 vorangetrieben werden. Für die Umsetzung der Strategie wurden zwei Arbeitspakete definiert:

  • Die Ausarbeitung von Grundlagen in den Bereichen Datenmanagement, Prozessoptimierung und Evaluation neuer Methoden und Techniken für die Unterstützung der Digitalen Transformation
  • Die Bereitstellung von digitalen Dienstleistungen (eServices) für die Steuerkundinnen und -kunden

Das Steuerwesen ist eine Verbundaufgabe von Kanton und Gemeinden. Neue Methoden und Techniken können nur gemeinsam evaluiert und über die Staatsebenen hinweg effizient eingesetzt werden. Das Projekt wird daher in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden umgesetzt.

ePlanung

Digitalisierung Prozess Nutzungsplanung und Mehrwertabgabe

Das Projekt "ePlanung" hat zum Ziel, den Digitalisierungsgrad des Vorprüfungs- und Genehmigungsprozesses von kommunalen (Sonder-)Nutzungsplanungen zu erhöhen. Aktuell werden diese Prozessschritte noch weitgehend in Papierform und mit physischen Dossiers durchgeführt. Der Nutzen von ePlanung für die Gemeinden liegt darin, dass sie künftig die notwendigen Unterlagen für die Vorprüfung und die Genehmigung ihrer Planungen digital über einen Eingangskanal einreichen und sich laufend über den Stand des Vorprüfungs- oder Genehmigungsverfahrens informieren können. Die Gemeinden werden dabei in einem Portal in "Mein Konto" durch die einzelnen Schritte geführt. Auf der anderen Seite stehen die Unterlagen in der kantonalen Verwaltung von Beginn weg digital und medienbruchfrei zur Verfügung. Mit der elektronischen Zustellung der kantonalen Vorprüfungsberichte oder des Genehmigungsbeschlusses zurück an die Gemeinden schliesst sich der Kreis der digitalen Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und den Gemeinden.

Bis Ende 2021 ist vorgesehen, die Konzeptphase mit der Detailspezifikation abzuschliessen, die Realisierungspartner für das Portal sowie für die Optimierungen am kantonalen Geschäftskontrollsystem iGEKO auszuwählen beziehungsweise zu bestätigen. Im Jahr 2022 beginnt die Umsetzung von ePlanung.

ePlanung Aargau

ePolice

Digitalisierung von Verwaltungsprozessen der Polizei

Mit ePolice sollen Dienstleistungen, die bisher nur auf einem Polizeiposten abgewickelt werden konnten, mit Hilfe einer Internetapplikation rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Das Projekt zur Digitalisierung der Prozesse im Bereich Anzeigeerstattung, Waffenerwerb und Sicherheitsdienste wurde im 4. Quartal 2020 gestartet. Aktuell werden die Detailspezifikationen erstellt. 2021 erfolgt die Umsetzung der Schnittstellen und die Einführung der Plattform Suisse ePolice.

Suisse ePolice (öffnet in einem neuen Fenster)

GRAGnet 3.0

Single Point of Information für Grossratsmitglieder

GRAGnet 3.0 ist eine auf die Bedürfnisse des Grossen Rats und seiner Kommissionen angepasste und weiterentwickelte Version von Digital Meeting. Den Grossrats- und Kommissionsmitgliedern sollen künftig sämtliche Sitzungsakten auf der Plattform Digital Meeting zugänglich gemacht werden. Der digitale Arbeitsplatz GRAGnet 3.0 soll die Arbeit der Milizpolitikerinnen und Milizpolitiker erleichtern, während seitens des Parlamentsdiensts durch den Abbau von derzeit bestehenden Medienbrüchen die Arbeitsprozesse effizienter gestaltet werden können.

Für die Grossratsmitglieder als Volksvertreterinnen und -vertreter ergeben sich Verbesserungen in Bezug auf das digitale Arbeiten. Durch die Schaffung eines Single Point of Information wird die parlamentarische Arbeit erleichtert. Insgesamt wird das Informationsmanagement vereinfacht, weil mit GRAGnet 3.0 die Möglichkeit besteht, eigene Notizen in Dokumenten vorzunehmen. Alles ist in einem Tool möglich. Mit GRAGnet 3.0 können im Parlamentsdienst Medienbrüche reduziert und in der Datenbank iGEKO bereits vorhandene Daten besser genutzt werden. Mit der Steigerung der Attraktivität des digitalen Angebots ist von einer weiteren Reduktion der Porto- und Druckkosten auszugehen. Das Sitzungstool GRAGnet 3.0 kann auch durch die Mitglieder des Regierungsrats sowie Verwaltungsvertreterinnen und -vertreter zur Sitzungsvorbereitung (Kommissionen, Grossrats-Plenum) genutzt werden.

Die Umsetzung ist per 2023 geplant.

"Innovation Champions"

Wie erreichen wir die Jungen und wie treten wir mit ihnen in einen Dialog?

In der Medienwelt hat ein fundamentaler Strukturwandel stattgefunden, geprägt und beschleunigt durch die Digitalisierung der Kommunikation. Diese Entwicklungen in der Medienwelt, insbesondere aber auch in der Mediennutzung der Bevölkerung, stellen die Regierungs- und Verwaltungskommunikation vor grosse Herausforderungen. Regierungsrat und Kantonsverwaltung sind von der Verfassung her verpflichtet, die Bevölkerung über die Tätigkeiten von Exekutive und Verwaltung zu informieren, vor allem auch im Hinblick auf Abstimmungsvorlagen. Künftig wird dieser Informationsauftrag alleine mit traditioneller Massenmedienarbeit und Publikation auf den behördlichen Webseiten nicht mehr zu erfüllen sein.

Eine besondere Herausforderung wird sein, mit der Verwaltungskommunikation die jüngeren Bürgerinnen und Bürger anzusprechen. Mit einem Projekt im Programm "Innovation Champions" möchte der Kommunikationsdienst des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) deshalb folgenden Fragen auf den Grund gehen: Wie kommt bei den jüngeren Generationen die aktuelle Verwaltungskommunikation an? Wie und auf welchen Kanälen erreichen wir sie? Wie können wir mit ihnen in einen Dialog treten, um uns zu verbessern?

JUST-VU

Juristische Steuern – Veranlagungsunterstützung

Das Kantonale Steueramt leitet den Vollzug der kantonalen und eidgenössischen Steuergesetze. Für die Veranlagung und den Steuerbezug der juristischen Personen ist es direkt zuständig. Für die Aufgabenerfüllung sind zweckmässige, effiziente und sichere Werkzeuge bereitzustellen. Das bestehende Tool zur Unterstützung der Veranlagungstätigkeit ist aufgrund seines Alters und der Abhängigkeit mit der Windows-Umgebung nicht ausbaufähig. Einerseits erfüllt es die von der Wirtschaft geforderten Ansprüche an eine digitale Steuererklärung für juristische Personen nicht. Andererseits können damit auch die Veranlagungsprozesse im Kantonalen Steueramt nicht modernisiert und digitalisiert werden. Mit der Realisierung des Projekts JUST-VU (Juristische Steuern – Veranlagungsunterstützung) können der Vollzug für die nächsten Jahre wirkungsvoll unterstützt, die SV17 fristgerecht umgesetzt, die Prozesse weiter automatisiert und digitalisiert sowie die Steuerpflichtigen mit der online Steuererklärung beim Ausfüllen und Einreichen der Steuererklärung unterstützt werden. Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag an die Modernisierung der Prozesse und der Verwaltungsarbeit. Zudem bietet die neue Applikation die Basis für weitere Entwicklungsschritte im Veranlagungsverfahren der juristischen Personen. Die Einführung der neuen Veranlagungsunterstützung ist per Ende 2021 geplant. Die elektronische Einreichung der Steuererklärung wird bereits ab dem 1. Quartal 2021 möglich sein.

Medienbruchfreie Beratungsprozesse

Effizienter Beratungsprozess am Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg (LZL)

Das LZL soll bei den Kunden als fortschrittliches und modernes Beratungs- und Berufsbildungszentrum wahrgenommen werden. Der Kontakt mit den Kunden soll mittels schlanken, modernen Prozessen unter Schonung von natürlichen Ressourcen (digital, papierlos) erfolgen und so zu einem effizienten Beratungsprozess führen.

Die medienbruchfreie Integration dieses Beratungsprozesses in den Gesamtprozess des im Rahmen von SmartAargau bereits initiierten Tools "Djooze" mit entsprechenden Schnittstellen zu SAP eliminiert eine redundante Datenbewirtschaftung und somit die Fehleranfälligkeit. Zudem vereinfacht sie die Handhabung, steigert die Effizienz und erfüllt die Anforderungen an aussagekräftige Auswertungen.

Die Umsetzung ist Ende 2021 geplant.

Smart Service Portal

Ein Zugang, ein gemeinsames Portal

Die Aargauerinnen und Aargauer sowie die Unternehmen können in Zukunft alle Verwaltungsdienstleistungen über ein einziges Portal abwickeln, unabhängig von Zeit und Ort. Die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Aargau und den Aargauer Gemeinden wird verstärkt. Der Aargauer Regierungsrat und die Präsidien der Gemeindeammännervereinigung sowie der Gemeindepersonal-Fachverbände haben zu diesem Zweck eine neue Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Gemeinsam unternehmen sie damit einen weiteren wichtigen Schritt in der Digitalisierung der Prozesse der öffentlichen Hand und ebnen den Weg zur Umsetzung eines gemeinsamen zentralen Portals für alle Dienstleistungen von Kanton und Gemeinden.

Der Kanton Aargau und die Aargauer Gemeinden arbeiten im Bereich E-Government seit rund einem Jahrzehnt erfolgreich zusammen. Davon zeugen verschiedene bereits erfolgreich etablierte E-Government-Lösungen wie eBau Aargau oder eUmzugAG. Auf der heutigen Plattform werden aktuell 13 Dienstleistungen angeboten. Das neue Portal mit erweiterten Dienstleistungen soll ab Anfang 2022 online gehen. Bis ins Jahr 2023 soll das Einwohnerportal laufend mit neuen Services und Funktionen ausgebaut werden, so dass 80 Prozent aller Verwaltungsleistungen aus Sicht der Kunden und Kundinnen digital über das Smart Service Portal bezogen werden können.

Vereinfachung Prozess Swisslos-Fonds

Gesuchseingabe, Gesuchsbearbeitung, Kommunikation zwischen Verwaltung und Kunden

Der Prozess Swisslos-Fonds (Gesuchseingabe, Gesuchsbearbeitung, Kommunikation zwischen Verwaltung und Kunden) wird vereinfacht und digitalisiert. Für die Kunden wird die Gesucheingabe vereinfacht, indem zukünftig sämtliche Informationen rund um den Swisslos-Fonds gebündelt und verständlich aufzufinden sein werden. Mittels Online-Portal, können die Gesuche elektronisch eingegeben werden und eine einfache Kommunikation zwischen Verwaltung und Kunden wird ermöglicht. Ziel ist es auch, die verwaltungsinternen Prozesse zu optimieren, was zu kürzeren Bearbeitungszeiten führen wird.

Swisslos-Fond Kanton Aargau

X-Plikator5000

Gewinnerprojekt der civicChallenge 2020

Die Sektion Asyl des Amts für Migration und Integration Kanton Aargau (MIKA) bearbeitet Fälle von Personen aus dem Asylbereich, sei dies mit positivem Asylentscheid bzw. vorläufiger Aufnahme oder mit hängigem Verfahren bzw. negativem Asylentscheid. Viele der betroffenen Personen sprechen nur ihre Muttersprache oder sind Analphabeten. Der Asylbereich ist geprägt durch gesetzliche Vorschriften und teilweise komplexe Verfahrensabläufe. Mit dem Projekt X-Plikator5000 sollen auf der Webseite des MIKA "Erklärvideos" in 16 Sprachen zu Abläufen und Verfahrensschritten für Personen aus dem Asylbereich angeboten werden. Diese sind über einen QR-Code zugänglich.

Wichtige Informationen werden niederschwellig, barrierefrei und adressatengerecht verfügbar gemacht. Die Autonomie, Selbstwirksamkeit, Handlungsfähigkeit, Eigenverantwortung und Kooperationsbereitschaft wird gefördert sowie Stress und Frustration durch Missverständnisse vermieden. Der Zugang zu Informationen wird unabhängig von Schalteröffnungszeiten wodurch Behördengänge (z.B. für Corona-Risikogruppen) vermieden werden können. Für die Kantonsverwaltung ergibt sich eine effizientere Fallbearbeitung (z.B. durch weniger Erklärungsbedarf, besser informiertes Klientel bzw. Drittpersonen) sowie eine einheitliche, qualitativ hochwertige Informationsvermittlung. Für die Gesellschaft entsteht eine zuverlässige Informationsquelle zum Thema Asyl und Wegweisungsvollzug. Die Diskriminierung von Personen mit Bildungsdefiziten wird verhindert. Das Machtgefälle zwischen Behörden und Betroffenen wird minimiert. Betroffene erhalten eine gezieltere Unterstützung durch gut informierte Drittpersonen.

Eine Umsetzung wird per 2022 angestrebt.

Mehr zum X-Plikator5000 (öffnet in einem neuen Fenster)