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Klimaschutz

Um der menschgemachten globalen Erwärmung entgegenzuwirken, muss der Ausstoss der Treibhausgase massiv reduziert werden. Der Kanton Aargau unterstützt das Ziel des Bundes von Netto-Null Treibhausgasemissionen bis ins Jahr 2050 und setzt in verschiedenen Bereichen Massnahmen zu deren Reduktion um.

Der globale Klimawandel ist eine der Folgen des übermässigen Treibhausgasausstosses in die Atmosphäre. Neben dem Kohlendioxid (CO₂) sind auch Methan, Lachgas und diverse synthetische Gase sogenannte Treibhausgase.

Der globale Klimawandel ist eine der Folgen des übermässigen Treibhausgasausstosses in die Atmosphäre. Neben dem Kohlendioxid (CO₂) sind auch Methan, Lachgas und diverse synthetische Gase sogenannte Treibhausgase. Unter den Begriff Klimaschutz fallen deshalb Massnahmen, die der Erderwärmung und einem damit verbundenen Klimawandel entgegenwirken. Dabei geht es vor allem um die Reduktion der Treibhausgasemissionen.

Der Kanton Aargau zeigt in seinem Klimakompass auf, in welchen Bereichen er im Bereich Klimaschutz aktiv ist. Dabei nimmt er Bezug auf die wichtigsten Treibhausgasemittenten im Kanton Aargau.

Treibhausgasemissionen

In der Schweiz werden rund 50 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr ausgestossen. Das entspricht einer Pro Kopf-Emission von ca. 5,8 Tonnen. Kohlendioxid (CO₂) ist das wichtigste Treibhausgas. Pro Kopf und Jahr werden in der Schweiz rund 5 Tonnen Kohlendioxid emittiert. Werden die Emissionen, die durch Importgüter im Ausland anfallen, dazu gezählt, wachsen die Pro-Kopf-Emissionen auf rund 12 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Damit liegt der Kohlendioxid-Fussabdruck der Schweiz deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von knapp 4,5 Tonnen Kohlendioxid.

Von den gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz werden verursacht:

  • 32 Prozent durch den Verkehr (ohne Flugverkehr)
  • 26 Prozent durch Gebäude
  • 23 Prozent durch die Industrie
  • 19 Prozent durch die Landwirtschaft und Abfallbehandlung sowie den Ausstoss von synthetischen Gasen

Treibhausgasemissionen der Schweiz (BAFU) (öffnet in einem neuen Fenster)

Der Kanton Aargau weist aktuell keine eigene Treibhausgasbilanz auf. Über den Energieverbrauch und über die Art der Energieträger kann indirekt auf mindestens einen Teil der Treibhausgasemissionen und deren Entwicklung geschlossen werden. Informationen dazu:

Energiekennzahlen
Bericht Nachhaltige Entwicklung (Themenbreich U9, Seite 54)

Nationale und internationale Klimapolitik

Mit dem Übereinkommen von Paris (2015) hat sich die internationale Staatengemeinschaft das Ziel gesetzt, den durchschnittlichen Temperaturanstieg gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius anzustreben. Bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen daher Netto-Null betragen. Langfristig dürfen also keine fossilen Emissionen mehr in die Atmosphäre gelangen. Die Schweiz hat das Übereinkommen von Paris ratifiziert und sich damit verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Das geltende CO₂-Gesetz schreibt eine Reduktion der Gesamtemissionen aller Treibhausgase um 20 Prozent im Jahr 2020 gegenüber 1990 vor.

Langfristige Klimastrategie 2050 der Schweiz (öffnet in einem neuen Fenster)

Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen

Der Kanton Aargau unterstützt die klimapolitischen Ziele des Bundesrats und senkt im Rahmen seiner Kompetenzen seine Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto Null. Folgende Strategien und Konzepte sind Grundlagen für relevante Massnahmen zur Verminderung der Treibhausgase:

Auf der individuellen Ebene kann durch entsprechendes Verhalten in den Bereichen Wohnen, Essen, Mobiliät, Freizeit und Konsum viel erreicht werden.

Klimatipps für den Alltag (BAFU) (öffnet in einem neuen Fenster)